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Weitergabe von Informationen: CIA-Beamter verurteilt

Alexandria - Ein ehemaliger CIA-Offizier ist wegen der Weitergabe vertraulicher Informationen an einen Journalisten der „New York Times“ verurteilt worden.

Der Geheimdienstler Jeffrey Sterling hatte dem berühmten Reporter James Risen Details über eine geheime Operation verraten, die das iranische Atomprogramm untergraben sollte.

Ein Gericht in Alexandria bei Washington sprach Sterling am Montag in neun Punkten der unerlaubten Weitergabe für schuldig, wie die „„Washington Post“ berichteten. Dem 47-Jährigen droht damit eine jahrelange Haftstrafe.

Die „New York Times“ bezeichnete das Urteil in dem jahrelangen Rechtsstreit als bedeutenden Sieg für die Regierung von Präsident Barack Obama. Diese geht mit beispielloser Härte gegen Beamte vor, die mit Journalisten über Fragen von nationaler Sicherheit sprechen, ohne zuvor eine Genehmigung der Regierung einzuholen.

Justizministerium hatte keinen direkten

Risen hatte die Operation, in der ein russischer Wissenschaftler den Iran mit absichtlich fehlerhaften Plänen für nukleare Bauteile versorgte, in seinem 2006 erschienen Buch „State of War“ beschrieben. Er bezeichnete sie als fehlgeschlagene und waghalsige Mission, die dem iranischen Atomprogramm möglicherweise gar geholfen haben könnte.

Risen hatte die Quellen für seine Recherche geheim gehalten und das Justizministerium hatte keinen direkten Beweis, dass Sterling die Details offengelegt hatte. Die Staatsanwälte argumentierten jedoch, dass nur er die fraglichen Informationen besaß.

Zudem habe der Afroamerikaner wegen mutmaßlicher Diskriminierung am Arbeitsplatz zugleich ein Motiv gehabt, die Details aus Frust über seinen Arbeitgeber zu verraten.

dpa

Rubriklistenbild: © AFP (Symbolbild)

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