Oktoberfest-Attentat.
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Szene nach dem Oktoberfest-Attentat am 26. September 1980.

35 Jahre nach schrecklichstem Oktoberfest

Wiesn-Attentat: Grüne und Linke reichen Klage ein

München - Die Fraktionen von Grünen und Linkspartei haben 35 Jahre nach dem Attentat auf das Münchner Oktoberfest eine gemeinsame Klage vor dem Bundesverfassungsgericht eingereicht.

Die Oppositionsfraktionen wollen gerichtlich klären lassen, ob Vertrauensleute des Verfassungsschutzes Kenntnisse über den schwersten rechtsterroristischen Anschlag in der Geschichte der Bundesrepublik hatten, kündigten Sprecher der beiden Fraktionen am Dienstag in Berlin an. Sie hoffen darauf, dass die Karlsruher Richter die Bundesregierung zur Auskunft verpflichten.

Bei dem Attentat im September 1980 gab es dreizehn Tote und 211 zum Teil schwer Verletzte. Unter den Toten war auch der rechtsextreme Attentäter Gundolf Köhler. Ermittler hatten zunächst keine weiteren Täter ausmachen können. Im Dezember 2014 hatte die Bundesanwaltschaft dann aber offizielle Ermittlungen über mögliche Hintermänner aufgenommen. Laut Medienberichten gibt es den Verdacht, dass V-Leute von den Anschlagsplanungen gewusst haben könnten.

Der Vorwurf: Bundesregierung habe Auskunft verweigert

Grüne und Linke werfen der Bundesregierung in der Angelegenheit Auskunftsverweigerung vor. "Antworten auf entsprechende Anfragen wurden immer wieder mit pauschalen Verweisen auf 'den Quellenschutz', 'das Staatswohl' und den Schutz der 'Arbeitsweise' der Geheimdienste abgelehnt", kritisierten sie am Dienstag in einer gemeinsamen Erklärung. "Diese Verweigerung jeglicher Auskünfte über die Existenz von V-Leuten sowie deren Quellenmeldungen zum Oktoberfest-Attentatskomplex wollen wir nicht länger hinnehmen." Am Mittwoch wollen die beiden Fraktionen Einzelheiten der Klageschrift vorstellen.

AFP

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