Strengere Regeln gefordert

AfD will Volksabstimmung über Abtreibung

Berlin - Die Alternative für Deutschland (AfD) erwägt eine Volksabstimmung zur Verschärfung der Abtreibungsgesetze.

Durch einen solchen Schritt könnte dem Kindermangel in Deutschland entgegengewirkt werden, sagte AfD-Bundessprecherin Frauke Petry der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstagsausgabe). "Die deutsche Politik hat eine Eigenverantwortung, das Überleben des eigenen Volkes, der eigenen Nation sicherzustellen", sagte Petry, die Spitzenkandidatin der AfD für die Landtagswahl in Sachsen ist. Wünschenswert sei, dass eine deutsche Familie drei Kinder habe.

Viele Mitglieder der Partei seien mit der derzeitigen Abtreibungsregelung im Paragrafen 218 nicht zufrieden, sagte Petry, die selbst vierfache Mutter ist. Dem Gesetz zufolge sind Abtreibungen in den ersten zwölf Wochen der Schwangerschaft straffrei, wenn die Frau eine vorschriftsmäßige Beratung vorweist.

Bei der Wahl in Sachsen am 31. August hat die AfD gute Chancen, erstmals in einen deutschen Landtag einzuziehen. Auch bei den Wahlen in Thüringen und Brandenburg Mitte September hat sie Umfragen zufolge Aussichten auf ein Überspringen der Fünf-Prozent-Hürde.

AFP

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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