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Flüchtlinge: Wirbel um diesen Facebook-Post der Polizei

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Von: Vanessa Fonth

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Greifswald - Im Netz kursieren viele Gerüchte und Zahlen über die angeblich wachsende "Ausländerkriminalität". Der Polizei Vorpommern-Greifswald ist nun der Kragen geplatzt. Die Resonanz ist überwältigend.

Auch Polizisten kann mal der Kragen platzen, der beste Beweis dafür ist ein Facebook-Post der Polizei Vorpommern-Greifswald, das seit einigen Tagen wie wild im Netz geteilt wird. Über 30.000 Menschen gefällt das sehr knappe und sehr zugespitzte Posting der Polizei Greifswald. Denn die räumen ordentlich auf mit Vorurteilen und Gerüchten um kriminelle Asylbewerber:

Kurz und knapp beantwortet die Polizei alle diejenigen Fragen, die immer und immer wieder an sie herangetragen werden. Die meisten User sind vollauf begeistert von dieser Art, mit Vorurteilen aufzuräumen und sind ganz auf der Seite der Polizei Greifswald: "Also in der Region, wo ich derzeit wohne, ist es, was der Gewalttaten von Seiten der Flüchtlinge angeht, ganz ruhig. Das, was sich geändert hat, sind Anschläge auf Notunterkünfte und Moscheen", schreibt eine Frau unter dem Post der Polizei.

Harte Fakten gegen Unbelehrbare

Ein paar Unbelehrbare sind allerdings auch unter den Kommentatoren. Einer, der die Beamten der Beihilfe am "Volkstod" beschuldigt, behauptet: "Blödsinn und das wisst ihr. Es werden keine Anzeigen gemacht. Denn euer neues Volk hat nen Darfschein. (Was Ladendiebstäle betrifft) wie eure Zensur aussieht, das wissen wir ebenfalls."

Für besorgte Bürger diesen Kalibers hat die Polizei Greifswald nun noch einmal nachgelegt: Und zwar mit harten Fakten. So errechnen die Beamten mit den bisher vorliegenden Zahlen in einigen Bereichen sogar einen Rückgang der Delikte: Ladendiebstähle würden beispielsweise im Vergleich zum Vorjahr abnehmen.

Auch unter diesem Post häufen sich wieder anklagende Kommentare. User Sebastian F. fasst zusammen: "Unglaublich, wie die Verschwörungstheoretiker hier direkt aktiv werden. Frei nach dem Motto: habe schon eine Meinung, verwirrt mich jetzt bitte nicht mit den Fakten. Vielen Dank für diesen Beitrag zur Versachlichung."

vf

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