Mit bunten Ballons, die bedrohte Kreaturen im Barrier Reef symbolisieren sollen, nehmen Demonstranten in Sydney am Marsch für Klimaschutz teil.
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Mit bunten Ballons, die bedrohte Kreaturen im Barrier Reef symbolisieren sollen, nehmen Demonstranten in Sydney am Marsch für Klimaschutz teil.

Zehntausende bei Auftakt zum Aktionstag für mehr Klimaschutz

Melbourne - Zum Auftakt des weltweiten Aktionstags gegen den Klimawandel haben in Neuseeland und Australien Zehntausende für mehr Einsatz zum Schutz des Klimas demonstriert.

Bei mehreren Tausend Veranstaltungen weltweit haben Demonstranten mehr Umweltschutz und den Abschluss eines Vertrags beim Pariser UN-Klimagipfel gefordert. Trotz eines Verbots bildeten Demonstranten am Sonntag sogar in Paris, wo nach den Terroranschlägen vom 13. November Ausnahmezustand herrscht, Menschenketten. Das weltweite Motto hieß „Global Climate March“.

Den Anfang machte Australien, wo Zigtausende für Maßnahmen gegen eine weitere Aufheizung der Erdatmosphäre demonstrierten. Alleine in Sydney gingen mehr als 45 000 Menschen auf die Straße. In London kamen nach Angaben der Organisatoren erheblich mehr zu der Kundgebung als die erwarteten 30 000 Menschen. In Berlin zählte die Polizei zu Beginn der Demonstration 2500 Menschen, die den Aufrufen von Umweltorganisationen wie Greenpeace, Nabu und WWF gefolgt waren.

Der knapp zweiwöchige Weltklimagipfel in Paris beginnt am Montag. Ziel ist ein verbindlicher Vertrag, um die Erderwärmung einzudämmen. Er soll ab 2020 gelten.

In Paris fassten sich die Menschen an der Hand, um gemeinsam für eine Begrenzung der Erderwärmung zu demonstrieren. Einige Demonstranten hielten blaue Pappschilder hoch, um auf die Gefahr eines ansteigenden Meeresspiegels hinzuweisen. Die Polizei griff kaum ein. Ansonsten blieben die Straßen wegen des Ausnahmezustandes weitgehend leer.

Offiziell erlaubt war eine Aktion auf dem Platz der Republik im Zentrum von Paris. Die Bürgerbewegung Avaaz stellte dort Tausende alte Schuhe auf. Sie sollten Hunderttausende Demonstranten symbolisieren, die wegen des Kundgebungsverbots nicht kommen konnten. Eine als Engel verkleidete Frau hielt ein Schild mit der Aufschrift „Kohle tötet“.

Zur Vorbereitung des Klimagipfels empfing der französische Präsident und Gastgeber François Hollande am Sonntag den UN-Generalsekretär Ban Ki Moon. Da sich für den Eröffnungstag am Montag 147 Staats- und Regierungschefs angekündigt haben, müssen diese ihre Reden aus Zeitgründen gleichzeitig in zwei verschiedenen Sälen halten.

Ausnahmezustand beim Klimagipfel in Paris

dpa

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