Beate Zschäpe im Gerichtssaal in München mit ihren Anwälten Anja, Wolfgang Stahl und Wolfgang Heer (v.l.). Foto: Peter Kneffel/Archiv
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Beate Zschäpe im Gerichtssaal in München mit ihren Anwälten Anja, Wolfgang Stahl und Wolfgang Heer (v.l.).

Brief ans Gericht

Zschäpe wirft Verteidigern bewusste Schädigung vor

München - Im Streit mit ihren drei Verteidigern Wolfgang Heer, Wolfgang Stahl und Anja Sturm hat die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe neue, teils schwere Vorwürfe erhoben.

In einem handgeschriebenen Brief an das Gericht wirft Zschäpe den Anwälten vor, sie bewusst geschädigt zu haben. Zschäpe wirft den drei Juristen vor, sie hätten im Gerichtssaal "abfällige Gesten" gezeigt, als ihr vierter Pflichtverteidiger Mathias Grasel vor zwei Wochen ihre Aussage verlas. "Dieses Verhalten werte ich als bewusst schädigend", schrieb Zschäpe an das Münchner Oberlandesgericht. Heer, Stahl und Sturm wollten sich auf Anfrage nicht dazu äußern. 

Mit ihrer Einlassung hatte sie ihr jahrelanges Schweigen gebrochen und erstmals ihre Sicht auf die zehn Morde des "Nationalsozialistischen Untergrunds" und ihr Leben mit Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt im Untergrund beschrieben. Ihr Brief liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Zschäpe hatte diesen Monat erneut die Abberufung von Heer, Stahl und Sturm beantragt. Sie bat das Gericht außerdem, ihr stattdessen den Münchner Anwalt Hermann Borchert als weiteren Pflichtverteidiger zu engagieren. Über ihre Anträge haben die Richter noch nicht entschieden. Zschäpe bat sie darum, ihre jetzt nachgereichten Gründe zu berücksichtigen.

dpa

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