Horst Seehofer, Politischer-Aschermittwoch-csu-dpa
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Parteichef Horst Seehofer beim politischen Aschermittwoch der CSU in Passau 2015. 

Seehofer besucht Unglücksort

Politischer Aschermittwoch: Parteien sagen Kundgebungen ab

München – Nach dem Zugunglück bei Bad Aibling hat die CSU die politische Aschermittwochskundgebung in Passau abgesagt. Diesem Beispiel folgten auch die anderen Parteien.

Bleiben Sie über die aktuellen Entwicklungen nach dem Zugunglück von Bad Aibling in unserem Live-Ticker auf dem Laufenden.

Nach dem Unglück bei Bad Aibling sagen alle Parteien kurzfristig ihre Aschermittwochskundgebungen ab. CSU, SPD, Grüne, Freie Wähler, Linke, FDP und ÖDP gaben am Dienstagnachmittag bekannt, aus Respekt vor den Opfern keinen politischen Schlagabtausch zu veranstalten. Auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte am Abend einen Auftritt in Ostdeutschland ab. 

Als erste Partei hatte die CSU ihre Großveranstaltung gekippt. In einer Telefonschalte mit drei Ministern, Generalsekretär Andreas Scheuer sowie seiner Staatskanzlei-Amtschefin entschied sich der Parteivorsitzende Horst Seehofer zur Absage. Die SPD, die zunächst lediglich eine Schweigeminute in Vilshofen einschieben wollte, schloss sich der Absage an. „Der Politische Aschermittwoch lebt von der Auseinandersetzung“, dafür sei heute „kein Raum“, sagte Landeschef Florian Pronold. Die AfD, die laut Berichten zunächst wegen der hohen Investitionen in den Auftritt nicht absagen wollte, folgte dann auch.

Für viele weiter gereiste Besucher kam die Entscheidung zu spät – sie waren bereits in Niederbayern. Ursprünglich war eine heftige Kontroverse um die deutsche Flüchtlingspolitik zu erwarten gewesen. Seehofer selbst wollte die Kritik an der Grenz-Politik der Bundesregierung noch verschärfen. In einem Interview, das vor dem Unglück geführt wurde, sagte er, an den Grenzen gebe es „im Moment keinen Zustand von Recht und Ordnung“, sondern „eine Herrschaft des Unrechts“ („PNP“).

Horst Seehofer will am Aschermittwoch den Unglücksort bei Bad Aibling besuchen

Horst Seehofer will am Aschermittwoch den Unglücksort vormittags besuchen. Er plant ein Treffen mit Helfern und eventuell mit Angehörigen der Opfer, verlautete aus der Staatsregierung. „Das ist eine Tragödie für unser ganzes Land, die uns mit Trauer und Entsetzen erfüllt“, sagte Seehofer.

Schweres Zugunglück bei Bad Aibling - Die Bilder

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