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Rüdiger Kruse ist einer der Bewerber um den Hamburger CDU-Vorsitz.

Kruse und Heintze

Zwei Bewerber um Hamburger CDU-Vorsitz

Hamburg - Nach dem historischen Wahldebakel der Hamburger CDU bewerben sich gleich zwei Kandidaten um den freigewordenen Vorsitz der Landespartei.

Sowohl der Bundestagsabgeordnete und bisherige Stellvertreter Rüdiger Kruse  als auch der ehemalige Vizechef der Bürgerschaftsfraktion, Roland Heintze, warfen für die Nachfolge des zurückgetretenen Marcus Weinberg ihren Hut in den Ring. Die CDU hatte am vergangenen Sonntag mit 15,9 Prozent das bislang schlechteste Ergebnis bei einer Bürgerschaftswahl eingefahren. Kommendes Wochenende will der Landesvorstand über die Vorsitzendenwahl beraten.

Der 53-jährige Kruse sagte bei einer Pressekonferenz in Hamburg, nach der „erschütternden Wahl“ gehe es darum, die rot-grünen Koalitionsverhandlungen kritisch zu begleiten und das eigene Profil zu entwickeln. Es gelte, das Leitbild einer Stadt zu entwerfen, die auf Innovation und Wachstum setze, Industrie, Handel und Gewerbe stärke und daran arbeite, dass Hamburg Nummer eins unter den deutschen Universitätsstandorten werde. „Der christdemokratische Kompass muss wieder erkennbar sein“, forderte er.

Der 41-jährige Heintze, der einen Wiedereinzug in das Landesparlament verpasst hatte, betonte seine Präsenz in der Stadt. „Die Partei braucht jetzt einen Vorsitzenden, der vor Ort ist und zuhört sowie die nötigen Veränderungen einleitet“, sagte er der Tageszeitung „Die Welt“. „Bis 2017, spätestens 2020, müssen wir wieder kampagnenfähig sein. Wir brauchen jetzt eine echte Aufarbeitung mit vernünftigen Schlüssen.“

dpa

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