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Auch Kleinkind steht Ausgleichszahlung für verspäteten Flug zu.

Ausgleichszahlungen

Flugverspätung: Kleinkind bekommt Entschädigung

Ist ein Flug mehr als drei Stunden verspätet, stehen Passagieren nach der EU-Fluggastverordnung Ausgleichzahlungen zu. Doch auch Kinder können einen Anspruch auf Entschädigung haben. 

Auch einem Kleinkind steht bei einer großen Flugverspätung oder Annullierung eine Ausgleichszahlung zu. Einzige Bedingung: Die Eltern müssen etwas für das Kind bezahlt haben und eine Buchungsbestätigung besitzen. Es komme dagegen nicht darauf an, ob das Kind einen eigenen Sitzplatz hatte, entschied das Landgericht Stuttgart (Az.: 13 S 95/12). Das berichtet die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in ihrer Zeitschrift „ReiseRecht aktuell“.

In dem Fall hatte eine Familie einen Flug von Stuttgart nach Palma de Mallorca gebucht. Die Ankunft verspätete sich um mehr als drei Stunden. Die Familie verlangte deshalb auch eine Ausgleichszahlung für die 16 Monate alte Tochter. Die Airline wollte jedoch nicht zahlen.

Das Amtsgericht hatte der Familie bereits Recht gegeben, das Landgericht bestätigte das Urteil. Das Kind habe eine Buchungsbestätigung besessen, in der es namentlich genannt war. Zudem habe es einen - wenn auch reduzierten Preis - gezahlt.

dpa

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