Thailands Hauptstadt Bangkok
+
In Thailands Hauptstadt Bangkok gehen die Proteste trotz Verhängung des Ausnahmezustands weiter.

Ausnahmezustand

Bangkok-Urlaub: Umbuchen jetzt kostenlos?

Die Lage in Bangkok ist extrem angespannt. In Thailands Hauptstadt gehen die Proteste trotz Verhängung des Ausnahmezustands weiter. Sollen Urlauber jetzt umbuchen oder stornieren?

Ist der wesentliche Teil einer anstehenden Thailand-Reise ein Bangkok-Aufenthalt, können Kunden den Vertrag mit ihrem Veranstalter jetzt kostenlos kündigen. Sie müssten keine Stornierungsgebühren befürchten, sagt der Reiserechtler Paul Degott aus Hannover.

Das Auswärtige Amt hat zwar noch keine Reisewarnung ausgesprochen, bislang wird Reisenden nur empfohlen Demonstrationen und jegegliche Menschneansammlungen im Bangkoker Stadtgebiet zu meiden. 

Am Dienstag verhängte die thailändische Regierung wegen der anhaltenden Proteste den Ausnahmezustand in der Hauptstadt. Da der allerdings nur für Bangkok gilt, ist es nicht möglich, eine Reise zu stornieren, die hauptsächlich in andere Teile des Landes führt. Wer dann trotzdem vom Vertrag mit dem Reiseanbieter zurücktritt, muss mit Gebühren rechnen.

Storno nur für Reisen nach Bangkok

Ab wann ein Bangkok-Aufenthalt den wesentlichen Teil einer Thailand-Reise ausmache, sei nicht genau abzugrenzen, sagt Degott. Er geht von einem Anteil von ungefähr 50 Prozent aus. Denn soll der Kunde etwa die Hälfte seines Trips in Bangkok verbringen, ist die Einschränkung durch den Ausnahmezustand so massiv, dass er kostenlos vom Vertrag zurücktreten darf. Er bekommt den Reisepreis zu 100 Prozent zurück. Anspruch auf Schadenersatz wegen entgangener Urlaubsfreuden habe er nicht. Der Ausnahmezustand sei höhere Gewalt.

Thailand: Die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise vom Auswärtigen Amt finden Sie hier.

Mehr zum Thema:

Die Reise-Infos zu Thailand auf einen Blick

„Lonely Planet“: Die zehn besten Reiseziele 2014

„Lonely Planet“: Die zehn besten Reiseziele 2014

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Reiseschecks: Nicht mehr überall akzeptiert

Früher waren Reiseschecks ein gängiges Zahlungsmittel im Urlaub. Mittlerweile ist das anders. Urlauber sollten sich daher vorher informieren, in welchen Ländern …
Reiseschecks: Nicht mehr überall akzeptiert

Straßensperrungen: Waldbrände in Kalifornien

Waldbrände in Kalifornien verhindern einige Reise-Routen. Wer derzeit in dem US-Bundesstaat unterwegs ist, sollte sich darauf einstellen, dass es auf verschiedenen …
Straßensperrungen: Waldbrände in Kalifornien

Nur bis 430 Euro: Diese Grenzen gelten beim Zoll

Wer kostbare Gegenstände wie Schmuck oder Elektronik aus dem Urlaub mitbringt, sollte unbedingt auf die Zollgrenzen achten. Hier gibt es je nach Verkehrsweg und …
Nur bis 430 Euro: Diese Grenzen gelten beim Zoll

Ausnahmezustand Türkei: Was das für Urlauber bedeutet

In der Türkei gilt der Ausnahmezustand. Nach dem Putschversuch dürfte die Verunsicherung vieler Touristen nun noch größer werden. Können sie ihren Urlaub kostenlos …
Ausnahmezustand Türkei: Was das für Urlauber bedeutet

Kommentare