Adventslichter und das barocke Stadtbild sorgen für eine besondere Atmosphäre. Foto: Anja Köhler
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Adventslichter und das barocke Stadtbild sorgen für eine besondere Atmosphäre. Foto: Anja Köhler
Schauspielerin Anna Schlegel hat sich als Türmerin Regina Nabholzin verkleidet. Foto: Daniela David
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Schauspielerin Anna Schlegel hat sich als Türmerin Regina Nabholzin verkleidet. Foto: Daniela David
Der Autor Christoph Martin Wieland galt in der Barockzeit als Sittenverderber. Foto: Daniela David
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Der Autor Christoph Martin Wieland galt in der Barockzeit als Sittenverderber. Foto: Daniela David
Tamara Prinz hat sich als Sophie La Roche verkleidet. Foto: Daniela David
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Tamara Prinz hat sich als Sophie La Roche verkleidet. Foto: Daniela David
"Gott zum Ruhme, den Menschen zur Freude" - in der Wallfahrtskirche in Steinhausen ist dieses Motto des Barock offensichtlich. Foto: Oberschwaben Tourismus
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"Gott zum Ruhme, den Menschen zur Freude" - in der Wallfahrtskirche in Steinhausen ist dieses Motto des Barock offensichtlich. Foto: Oberschwaben Tourismus
Der Bibliothekssaal im Kloster Schussenried aus dem Jahr 1757.
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Der Bibliothekssaal im Kloster Schussenried aus dem Jahr 1757.
Die Josef-Gabler-Orgel in Ochsenhausen ist Zeugnis einer vergangenen Epoche voller Prunk.
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Die Josef-Gabler-Orgel in Ochsenhausen ist Zeugnis einer vergangenen Epoche voller Prunk.
Kostümführer Wilfried Buck präsentiert sich als Pater Caspar Mohr - mit dem Fluggerät des barocken Mönchs.
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Kostümführer Wilfried Buck präsentiert sich als Pater Caspar Mohr - mit dem Fluggerät des barocken Mönchs.

Barocke Lebenslust

7 Ideen für Oberschwaben im Advent

Oberschwaben steht für Barock. Weltbekannt ist die Oberschwäbische Barockstraße. Besonders in der Vorweihnachtszeit lässt sich gut in das Lebensgefühl der prachtvollen Epoche eintauchen. Sieben Tipps für einen stimmungsvollen Besuch in Oberschwaben.

In der Adventszeit herrscht in Oberschwaben Hochbetrieb. Das liegt nicht nur an der weihnachtlichen Stimmung, sondern auch an den vielen Barock-Bauten - in der besinnlichen Zeit des Jahres kommen sie besonders zur Geltung. Ein Besuch.

Oberschwäbischer Christkindlesmarkt

Vor der Kulisse historischer Hausfassaden reihen sich in Ravensburg über hundert Stände aneinander. Wenn es dunkel wird, wirkt die Altstadt besonders idyllisch. Dann sind die vielen Türme atmosphärisch angestrahlt, Kerzen brennen hinter den Stubenfenstern, Kirchen leuchten geheimnisvoll. Der Weihnachtsmarkt in der alten Handelsstadt geht bis bis in die Barockzeit zurück.

"Stadt-Schau-Spiel" mit der Türmerin

Im bunten, bodenlangen Kleid erscheint die Türmerfrau Regina Nabholzin. Für eineinhalb Stunden tauchen die Teilnehmer des "Stadt-Schau-Spiels" in Ravensburg ins Jahr 1786 ein. Bei der Stadtführung mimt eine Schauspielerin die historische Türmerfrau. In unverblümter Sprache erzählt sie vom Alltagsleben der Patrizier und Bettler, von betagten Tuchhändlern und der stinkenden Arbeit der Gerber und Färber.

Auf der Spuren des lüsternen Dichters durch Biberach

Information:  Oberschwaben-Tourismus GmbH
Neues Kloster 1
88427 Bad Schussenried
Tel: 07583/331060
Web: www.oberschwaben-tourismus.de

"Zu seiner Zeit war Christoph Martin Wieland ein Bestsellerautor", erklärt Stadtführerin Tamara Prinz und führt Interessierte durch die oberschwäbische Stadt Biberach. Trotz seines Erfolges galt der in der Barockzeit geborene Wieland (1733-1813) als Sittenverderber, den man "vor unbemannten Weibern wegsperren sollte". Ruhe zum Schreiben fand der Dichter in seinem Gartenhaus, das heute das Wieland-Museum birgt.

Dinner mit Madame La Roche

Abends schlüpft Stadtführerin Prinz in ein Rokoko-Kostüm und zugleich in die Rolle der Madame Sophie La Roche, Wielands unglücklicher, großer Liebe. Die Gäste nehmen ein speziell zubereitetes barockes Menü mit Weinschaumsuppe, geschmorten Schweinebäckchen und gefüllter Maispoularde zu sich. Währenddessen parliert Madame auf unterhaltsame Weise über die Gepflogenheiten im Barock, etwa über das Tanzen, Fechten und Reiten.

Kloster Schussenried und Barockkirche St. Peter und Paul

Der Bibliothekssaal im Kloster Schussenried aus dem Jahr 1757.

"Mit wenig Gold lässt sich viel Illusion erschaffen, damals wie heute", meint Monika Ströbele, Gästeführerin im Kloster Schussenried. Unter ihrer Anleitung vergolden Touristen Gipsputten und gestalten Goldengel im Barock-Look. Anregung finden sie in der barocken Bibliothek, im prächtigen Saal von 1757. Keine Barock-Tour ohne den Besuch einer Kirche, dem Ort üppigster barocker Prachtentfaltung. Als Juwel in Oberschwaben gilt die Wallfahrtskirche St. Peter und Paul im Dorf Steinhausen. Illusionsmalerei und Stuckaturen zeigen Tiere, Blumen und Kinderengel - das barocke Motto "Gott zum Ruhme, den Menschen zur Freude" wird hier sehr anschaulich.

Barocke Musik in Ochsenhausen

Die Josef-Gabler-Orgel in Ochsenhausen ist Zeugnis einer vergangenen Epoche voller Prunk.

Barocke Orgelmusik erklingt in der verdunkelten Klosterkirche St. Georgen in Ochsenhausen. Vor dem Altar steigt Trockennebel auf und wird von buntem Laserlicht mysteriös erleuchtet. Nach dem Konzert geht es durch den Dachstuhl in den Balkraum. Organist Ulrich Werther zeigt das Herz seiner Barockorgel mit über 3100 Pfeifen. Sie stammt von dem bedeutenden Ochsenhauser Orgelbauer Joseph Gabler. "Hier oben bei der Orgel ist man dem Herrgott näher", schwärmt der Orgelspieler. "Die Seele geht auf, und das Hirn bleibt stehen."

Führungen in "Humpis-Quartier"

Im Ravensburger Museum "Humpis-Quartier" können Besucher die Geschichte der Stadt durchwandern. Viele Exponate zu Wohnkultur und Alltag stammen aus der Barockzeit. Die Musikinstrumentensammlung im Musikhaus Lange in Ravensburg kann auf Anfrage besichtigt werden. Das neue Museum von Kloster Schussenried zeigt die Rolle von Wissenschaft und Religion auch im Barock. Das Angebot der Stuckengel-Gestaltung, die Führungen (Wieland, Türmerin) und das Barockessen müssen vorab gebucht werden.

dpa

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