+
Wer auf einem Basar wirklich gar nichts kaufen will, sollte auch nicht in der Auslage stöbern - denn das wird gleich als Interesse interpretiert. Foto: Philipp Laage

Beim Basarbesuch: "Nein" hilft bei aufdringlichen Händlern

Besonders in orientalischen Ländern lösen Basarbesuche in Reisegruppen heftige Diskussionen aus. Manche fühlen sich bedrängt und eingeschüchtert von allzu offensiven Händlern. Eine Reiseleiterin erzählt, wie man am besten mit aufdringlichen Verkäufern umgeht.

München (dpa/tmn) - Mit einem klaren "Nein" lassen sich aufdringliche Händler auf Reisen am besten abschütteln. Diesen Tipp gibt Caroline Höckmayr, Vorstandsmitglied im Verband der Studienreiseleiter. Wer kein Interesse hat, überhaupt etwas zu kaufen, sollte die Waren auch nicht begutachten.

Sobald man ein Auge auf die Dinge wirft, wird das als Interesse aufgefasst. Wer sich auf Basarbesuchen bedrängt und unwohl fühlt, sollte diese Orte meiden. Die Expertin rät, dann eher weniger frequentierte Seitengassen aufzusuchen - dort ist der Verkauf in der Regel weniger offensiv. Ein weiterer Vorteil: "Da gibt es die gleichen Waren wie auf dem Hauptmarkt oft günstiger."

Besonders aufdringliche Verkäufer gibt es Höckmayr zufolge vor allem in der arabischen Welt und in Teilen Asiens. Dort hat das Handeln und Feilschen einen besonderen kulturellen Stellenwert. Und den sollten Reisende nicht unterschätzen. Den Verkauf als Spiel zu betrachten, hält die Reiseleiterin für unangemessen. "Das könnte in die falsche Richtung gehen."

Der Verkäufer nennt seinen Preis, der Käufer nennt seinen Preis, und wieder von vorne, bis man sich einig ist: Dieser Ablauf werde von Urlaubern oft belächelt. "In einigen Ländern wird aber das ernsthafte Handel und Feilschen vom Gegenüber erwartet", sagt Höckmayr. "Damit keine der beiden Seiten das Gesicht verliert."

Auf Caroline Höckmayrs Reisen ist das Thema Souvenirs und Einkäufe stets ein Thema - weil die Urlauber gerne Geschenke und Erinnerungsstücke nach Hause nehmen. In den Gesprächen gehe es immer wieder auch um die richtige Einschätzung des Preises. Ein Tipp: "Nennen Sie zunächst grundsätzlich die Hälfte des geforderten Preises und gehen Sie dann nur langsam höher." Auch in diesem Fall sei aber Rücksichtnahme darauf wichtig, dass das Gegenüber sein Gesicht wahren kann, erklärt die Reiseleiterin.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Flusskreuzfahrten boomen - Die Schattenseite des Erfolgs

Sie kommen zu Hunderten, schieben sich wenige Stunden durch historische Altstädte und ziehen dann wieder ab: Die steigende Zahl an Flusskreuzfahrt-Touristen sorgt …
Flusskreuzfahrten boomen - Die Schattenseite des Erfolgs

Kein Fährverkehr in der Ägäis am Freitag und Samstag

Wer sich derzeit an der Ägäis aufhält, sollte vorerst keine Fahrten mit der Fähre planen. Denn die Fähren werden bis Sonntag nicht ablegen. Grund ist ein Streik der …
Kein Fährverkehr in der Ägäis am Freitag und Samstag

Im Erzgebirge startet die Skisaison

Am Samstag werden die ersten Skilifte und -pisten in Sachsen in Betrieb genommen. Kunstschnee macht es möglich. Doch der Deutsche Wetterdienst verspricht auch gute …
Im Erzgebirge startet die Skisaison

Luther und Weihnachtsparaden im Januar

Wem die Adventszeit zu kurz ist, der kann sie in Brasilien verlängern. Auch im Januar gibt es dort noch einige Weihnachtsevents. Der Berliner Gropius-Bau beschäftig sich …
Luther und Weihnachtsparaden im Januar

Kommentare