Kolosseum
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Immer wieder beschädigen Touristen das Kolosseum.

Kein Kavaliersdelikt

Buchstabe ins Kolosseum geritzt: 20.000 Euro Strafe

Rom - Weil er den Anfangsbuchstaben seines Namens in eine Wand des römischen Kolosseums geritzt hat, ist ein russischer Tourist zu 20.000 Euro Bußgeld verurteilt worden.

Ein Gericht in Rom verhängte zudem am Samstag eine viermonatige Haftstrafe auf Bewährung gegen den 42-Jährigen, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa meldete.

Der Urlauber war am Freitag von Polizisten auf frischer Tat dabei ertappt worden, wie er mit einem spitzen Stein ein 25 Zentimeter hohes und 17 Zentimeter breites K in eine Ziegelsteinmauer im Inneren des berühmten Amphitheaters ritzte. Er war bereits der fünfte Kolosseums-Besucher in diesem Jahr, der wegen Beschädigung des nationalen Kulturerbes bestraft wurde.

Laut der Zeitung "Il Messaggero" soll nach dem jüngsten Vorfall die Zahl der Überwachungskameras im Kolosseum erhöht werden, um auch versteckte Ecken zu erfassen. Lautsprecherdurchsagen in sechs Sprachen sollen Besuchern bereits am Eingang Verhaltenstipps geben. Schilder an den Eingängen sollen vor den auf Vandalismus stehenden Strafen warnen.

Das Kolosseum, das größte Amphitheater des Römischen Reichs, zieht im Jahr rund sechs Millionen Besucher an. Seit September 2013 wird es dank einer Millionenspende des Schuhfabrikanten Diego della Valle restauriert. Die Arbeiten sollen im Frühling 2016 vollendet sein.

AFP

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