Die "Costa Diadema" ist mit 306 Metern Länge das bislang größte Schiff der Flotte.
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Die "Costa Diadema" ist mit 306 Metern Länge das bislang größte Schiff der Flotte.

Italien und Kunst

Traumschiff „Costa Diadema“ legt ab

Es wird das neue Flaggschiff von Costa: Bald geht die „Diadema“ auf große Fahrt. Sie setzt auf klares Design, viel Kunst - und noch mehr Italien an Bord. Was Besucher sonst alles erwartet.

Die Promenade werde das Highlight sein, „die Kirsche auf der Torte“, sagt Massimo Calisto Garbarino. Er redet nicht von einer Hafenstadt, sondern von einem Kreuzfahrtschiff. Garbarino ist der Kapitän der „Costa Diadema“, die jetzt auf große Fahrt geht. Ein Besuch an Bord des neuen Costa-Flaggschiffs.

Das Schiff

Die „Costa Diadema“ ist das bisher größte Schiff in der Flotte der italienischen Reederei. 306 Meter Länge, 19 Decks, davon 14 zugänglich für die Passagiere, und 1862 Kabinen für insgesamt 4947 Gäste - das sind die nackten Zahlen. Gebaut wurde das Schiff in der Fincantieri-Werft bei Venedig für rund 550 Millionen Euro.

Konzept und Design

Die „Diadema“ soll die Botschafterin für „Italy's Finest“ sein. Für den Look ist der Amerikaner Joseph Farcus verantwortlich. Alles soll italienisch aussehen, aber reduzierter und klarer als bei den bisherigen Schiffen. Im Atrium mit seinen vier Aufzügen wird es durch die opulente Beleuchtung aber dann doch sehr strahlend. Auffällig sind die farbigen Glühbirnen, die in großer Zahl die Wände schmücken. Außerdem gibt es an Bord 7874 Kunstwerke zu sehen, die sich majestätischen Motiven widmen.

Die Kabinen

Es gibt 1862 Kabinen, 756 davon sowie 64 Suiten haben einen privaten Balkon. Zum ersten Mal an Bord eines Costa-Schiffes gibt es Premium-Kabinen mit vier oder fünf Betten und zwei getrennten Badezimmern. 130 Kabinen und 11 Suiten liegen im „Samsara“-Bereich, einer Wellnessanlage auf vier Ebenen.

Restaurants und Bars

Für das Essen und Trinken stehen insgesamt sieben Restaurants und elf Bars zur Verfügung. Klassisch italienische Küche gibt es im „Fiorentino“, im „Adularia“ und „Corona Blu“ - in letzterem tagsüber in Buffetform. Es gibt eine Pizzeria und - neu bei Costa - die „Gelateria Amarillo“, die Eis an Bord herstellt.

Freizeit und Sport

Das Highlight ist mit Abstand die mehr als 500 Meter lange Freiluft-Promenade auf Deck fünf - eine Premiere bei Costa. Die „Passeggiata“ ist verbunden mit den Restaurants und Bars, die jeweils einen kleinen, überdachten Außenbereich haben, so dass man das Gefühl hat, direkt über der See zu dinieren.

Der Shopping-Bereich auf der „Diadema“ ist ebenfalls der größte der Costa-Flotte. Abkühlung versprechen drei Swimmingpools. Ganz oben auf Deck gibt es einen Jogging-Rundkurs und einen Sportplatz. Das große Wellnesscenter bietet auf 6200 Quadratmetern und vier Ebenen unter anderem ein Fitnessstudio, einen Spa-Bereich sowie Sauna, türkisches Bad und einen Thalasso-Therapiebereich. Auch hier gilt: So groß gab es das Areal bei Costa noch nie.

Unterhaltung

Für Abwechslung an Bord sorgen neben Kasino, Disco, Fahrsimulator und einem Theater über drei Ebenen ein 4D-Kino und der Country Rock Club. Der Spielbereich für Kinder hat einen eigenen Pool sowie ein künstliches Schloss und Segelboot. Auf dem zentralen Pool-Deck gibt es einen riesigen Bildschirm. Dort ist auch der Ort, wo abends gefeiert und getanzt wird.

Ausflüge

Drei Ausflugstypen bietet Costa den Gästen: Die Sparte „Easy“ umfasst Touren, die weitgehend auf eigene Faust, aber mit einem lokalen Führer unternommen werden. „Discover and Taste“ ist für Urlauber, die an Land regionale Spezialitäten probieren möchten. Die dritte Variante sind Fahrradtouren.

Taufe und Routen

Ausgeliefert wird die Costa „Diadema“ am 30. Oktober. Die Jungfernfahrt startet am 1. November in Triest. Dann werden Dubrovnik, Korfu, Malta und Neapel angesteuert. Am 7. November läuft das Schiff für die Taufe in Genua ein. Am Tag darauf geht es auf die erste reguläre Fahrt, und ab dem 29. November bricht die „Diadema“ wöchentlich ab Savona zu einer 7-tägigen Kreuzfahrt auf - nach Marseille, Barcelona, Palma de Mallorca, Neapel und La Spezia.

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Von Philipp Laage, dpa

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