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Von der Geologie her ist Island eines der jüngsten Länder der Erde und damit auch die Heimat vieler aktiver Vulkane.

Bibel-Epos „Noah“

Island - Hollywoods schönste Kulisse

Große Filme haben großartige Kulissen. Die kann man bauen – oder man reist mit einem Tross von Kameraleuten und Schauspielern nach Island, wie Regisseur Darren Aronofsky es für „Noah“ getan hat.

Die Drehorte des Sintflut-Dramas, das gerade in den Kinos anlief:

Reynisfjara – der schwarze Strand

Bibel-Epos „Noah“ mit Russell Crowe in der Hauptrolle.

Im Süden, etwa 180 Kilometer von Reykjavik entfernt liegt die Stadt Vík mit einem der schönsten Strände des Landes – dem Reynisfjara. Reynisfjara ist mit lavaschwarzen Kieseln bedeckt und wird begrenzt von einer Wand aus stufenförmigen Klippen. Tausende von Seevögeln, vor allem Papageientaucher, nisten dort. Spitze Basaltsteine ragen direkt vor der Küste aus dem Meer. Der Legende nach sind sie Überreste eines Schiffes, das zwei Trolle versuchten an Land zu ziehen. Als das Tageslicht die Trolle überraschte, verwandelten sie sich und das Schiff in Stein. Stürmisch ist das Wetter hier im Süden Islands, mit einer starken Brandung, deren weiße Gischt vor dem schwarzen Vulkansand einen besonders Kontrast bietet.

Dyrholaey – die Türlochinsel

Die 120 Meter hoch aufragende Halbinsel im Süden Islands entstand durch einen Vulkanausbruchs unter dem Meeresspiegel. Die Türlochinsel verdankt ihren Namen einem gewaltigen Felstor, das die Brandung in Jahrtausenden geschaffen hat und durch das bei ruhiger See auch größere Boote fahren können. Eine besondere Aussicht hat man von einem alten Leuchtturm oberhalb des Felsplateaus.

Kinokritik zum Bibel-Epos

Hier gibt es den Kinotrailer und Kritik zum Bibel-Epos mit Russell Crowe.

Mývatn – der Mückensee

Sprudelnde Schlammtöpfe, seltsam anmutende Lavaformationen, dampfende Vulkankrater und mittendrin ein smaragdgrüner See, der den Namen Myvatn – Mückensee trägt. Das ist in Kurzbeschreibung das Gebiet im Nordosten Islands – Landschaften, die aussehen, als wären sie nicht von dieser Welt.

Mýrdalssandur – die verflucht schöne Wüste

Die schwarzen Lavasand-Ebenen von Mýrdalssandur liegen bei Vík im Süden Islands. Die 700 Quadratkilometer große Wüste mutet trostlos und öde an, es gibt sogar Menschen auf Island, die denken, sie sei verflucht. Auf den ersten Blick wirkt das Gebiet unbewohnt, in Wirklichkeit aber gehört es den Tieren. Hier sagen sich die arktischen Füchse gute Nacht.

Raufarhólshellir – Höhlenrohr

Sie ist knapp eineinhalb Kilometer lang, zehn bis 30 Meter breit, bis zu zehn Meter hoch, und das Dach ist zwölf Meter dick. Die Raufarhólshellir-Lavahöhle ist die viertlängste Höhle Islands. Sie bildete sich durch eine Eruption, die vor 4600 Jahren stattfand, und hat die Form eines Rohres. Im Film stellt sie ein prähistorisches Haus dar. Die Lavahöhle liegt nördlich von Þorlákshöfn nahe der Südküste Islands, zum Teil unter der Straße 39 nach Reykjavík.

Kleifarvatn - See mit Monster

Fast 80 Prozent von Island sind unbewohnt und bestehen aus Hochebenen, Bergen und fruchtbaren Ebenen.

25 Kilometer von Reykjavik entfernt, und ganz in der Nähe des Vulkangebiets bei Krýsuvík Seltún liegt der Kleifarvatn-Sees. Die Gegend ist beliebt für einsame Spaziergänge auf dem kleinen Pfad, der den See umrundet. Wie Loch Ness in Schottland soll der malerische See auf der Halbinsel Reykjanes von einem Monster bewohnt sein, einer Kreatur von der Größe eines Wales. 2004 erschien der Kriminalroman „Kleifarvatn“ von Arnaldur Indridason. In Deutschland trägt er den Titel „Kältezone“.

Sandvík – zwei Kontinente

Sandvik an der Südwestspitze der Halbinsel Reykjanes ist vor allem für seine Kontinentalbrücke bekannt. Die Reykjanes-Halbinsel ist eine Fortsetzung des Mittelatlantischen Rückens und die Brücke ist ein Symbol für die Begegnung der amerikanischen und der eurasischen Platte (Kontinentaldrift). Die Halbinsel ist der einzige Ort auf der Welt, an dem Besucher den Anstieg des Mittelatlantischen Rückens über dem Meeresspiegel sehen können und Wissenschaftler beobachten können, wie die tektonischen Platten (Amerika und Eurasien) auseinanderdriften.

Die Reise-Infos zu Island

REISEZIEL Island liegt knapp südlich des nördlichen Polarkreises und ist mit 103.000 Quadratkilometern nach dem Vereinigten Königreich der flächenmäßig zweitgrößte Inselstaat Europas. Die Hauptinsel ist die größte Vulkaninsel der Erde. Der Name Island kommt von Eis. Das Klima auf Island ist ozeanisch kühl, wird aber an der Südküste vom relativ warmen Irmingerstrom beeinflusst.

ANREISE Icelandair bietet regelmäßig Flugspecials ab München an, ab etwa 300 Euro für Hin- und Rückflug, in der Hochsaison ein wenig teurer: aktuell z.B. Ende Aug/Sept: 438 Euro. Neben den Flügen bietet Icelandair auch Kurzreisen an, z.B. Flug plus drei Hotelübernachtungen und Frühstück ab München ab 349 Euro in der Nebensaison. Buchbar online auf www.icelandair.de.

REISE-SPEZIALISTEN Veranstalter, die maßgeschneiderte Island-Touren anbieten sind Arktische Abenteuer (Tel. 030/364283620, www.arktischeabenteuer.de), Katla Travel, c/o Crystal Communications in München (Tel. 089/61465227, www.katla-travel.is), Iceland Pro Travel (Tel. 040/43215110, www.islandprotravel.de), Island Erlebnisreisen (Tel. 04103/9000770, www.islanderlebnis.de) und Wikinger Reisen (Tel. 02331/9046, www.wikinger-reisen.de).

WEITERE INFOS über Island Tourismus unter www.visiticeland.com.

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