An den Audio Spots der Liberation Route können Besucher sich Infos zur Geschichte des Ortes anhören. Sie sind durch große Felsblöcke mit Gedenktafeln gekennzeichnet.
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An den Audio Spots der Liberation Route können Besucher sich Infos zur Geschichte des Ortes anhören. Sie sind durch große Felsblöcke mit Gedenktafeln gekennzeichnet.

Geschichte am Leben halten:

Liberation Route mit App erleben

Eine App fürs Smartphone und große Felsblöcke: An der Liberation Route Europe trifft Zukunft auf Vergangenheit. Die Route ist der Weg, den die Alliierten im Zweiten Weltkrieg nahmen. Heute können Besucher die Geschichte entlang der Route nachempfinden.

Elst - Kent, Paris, Arnheim oder Berlin: Auf den ersten Blick scheinen diese Orte wenig gemeinsam zu haben. Doch sie sind Teil der sogenannten Liberation Route Europe. Sie ist der Weg, den die Alliierten Ende des Zweiten Weltkriegs nahmen, um Europa von der deutschen Besatzung zu befreien.

Die Stiftung Liberation Route Europe (SLRE) möchte diesen Weg für Besucher sichtbar machen: Sie kooperiert dafür mit Museen und Regierungsorganisationen. Besucher können so Ausstellungen, historische Orte, Denkmäler oder Soldatenfriedhöfe besuchen. "Wir möchten die Geschichte am Leben halten", sagt Jeroen van Wieringen von der SLRE.

Mit Hilfe einer kostenfreien App können Besucher entlang des Weges herausfinden, wo es interessante Orte im Zusammenhang mit der Liberation Route gibt. Zusätzlich gibt es sogenannte Audio Spots, die Reisende ebenfalls über die App finden. Gekennzeichnet sind sie in der Regel durch große Felsblöcke mit Informationstafeln. An jedem Audio Spot können Besucher sich die Geschichte des Ortes anhören. Die entsprechenden Audio Spots finden sie über einen QR-Code oder eine Telefonnummer auf den Gedenktafeln. Insgesamt führt die Route durch sechs Länder: Großbritannien, Frankreich, Belgien, die Niederlande, Deutschland und Polen.

"Die Route ist allerdings nicht so gedacht, dass Besucher sie vom Anfang bis zum Ende abfahren - dafür ist sie viel zu lang", erklärt van Wieringen. Die Idee ist, dass Besucher, die sich irgendwo entlang der Route aufhalten, über die App erfahren, wo es etwas Spannendes zu sehen gibt. "Dann kann die App dir sagen: Vier Kilometer entfernt ist ein Museum zu diesem oder jenem Thema." Auch über die Website www.liberationroute.de erhalten Besucher entsprechende Informationen.

Die SLRE ist eine niederländische Organisation. Sie entwickelt das Konzept der Route weiter und arbeitet dabei mit Tourismuseinrichtungen oder Reiseveranstaltern zusammen. "Die Route dient als verbindendes Element zwischen verschieden Museen, Denkmälern und Geschichten", sagt van Wieringen. Martin Schulz, Präsident des Europaparlaments, ist Schirmherr der Liberation Route Europe.

Internetauftritt Liberation Route Europe

Liberation Route Europe App

dpa

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