Kurhaus mit Ostseeblick - zum Erholen und Entspannen kommen die Gäste schon seit vielen Jahrzehnten nach Haapsalu.
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Kurhaus mit Ostseeblick - zum Erholen und Entspannen kommen die Gäste schon seit vielen Jahrzehnten nach Haapsalu.
Die legendenträchtige Bischofsburg von Haapsalu - hier soll die Weiße Frau umgehen und in manchen Sommernächten am Fenster stehen.
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Die legendenträchtige Bischofsburg von Haapsalu - hier soll die Weiße Frau umgehen und in manchen Sommernächten am Fenster stehen.
Blick von der Burg über Haapsalu - die kleine Kreisstadt im Nordwesten Estlands erstreckt sich bis ans Ufer der Ostsee.
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Blick von der Burg über Haapsalu - die kleine Kreisstadt im Nordwesten Estlands erstreckt sich bis ans Ufer der Ostsee.
Die Domkirche von Haapsalu - in Vollmondnächten soll am Fenster der benachbarten Taufkapelle eine Frau zu sehen sein. Der Legende nach war sie die Geliebte eines Domherren, die hier eines grausamen Todes sterben musste.
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Die Domkirche von Haapsalu - in Vollmondnächten soll am Fenster der benachbarten Taufkapelle eine Frau zu sehen sein. Der Legende nach war sie die Geliebte eines Domherren, die hier eines grausamen Todes sterben musste.
Ilon Wikland hat als Kind in Haapsalu gelebt - Ilons Wunderland, eine Mischung aus Museum und Spielhaus, erinnert daran.
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Ilon Wikland hat als Kind in Haapsalu gelebt - Ilons Wunderland, eine Mischung aus Museum und Spielhaus, erinnert daran.
In Ilons Wunderland ist Ilon Wikland allgegenwärtig - hier ist sie selbst auf einer Fototapete zu sehen.
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In Ilons Wunderland ist Ilon Wikland allgegenwärtig - hier ist sie selbst auf einer Fototapete zu sehen.
Ein Kinderparadis der etwas anderen Art - in Ilons Wunderland in Haapsalu brennt das Feuer im Ofen und auf dem Boden stehen Holzschuhe, wie in den Kinderbüchern von Ilon Wikland.
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Ein Kinderparadis der etwas anderen Art - in Ilons Wunderland in Haapsalu brennt das Feuer im Ofen und auf dem Boden stehen Holzschuhe, wie in den Kinderbüchern von Ilon Wikland.
Haapsalu liegt direkt an der Küste im Westen Estlands. Als Kurort hat es eine lange Tradition.
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Haapsalu liegt direkt an der Küste im Westen Estlands. Als Kurort hat es eine lange Tradition.

Haapsalu in Estland - Berühmt für Schlamm und Schals

Haapsalu liegt im Nordwesten Estlands. Ilon Wikland stammt von dort, die Künstlerin, die Astrid Lindgrens Bücher illustriert hat. Bekannt ist der Kurort aber auch für seinen Schlamm, seine Handarbeiten und für das grausame Ende einer jungen Liebe.

Nicht viele kennen Haapsalu. Aber fast jeder weiß, wie es in Bullerbü aussieht. Der Nordhof, der Mittel- und der Südhof reihen sich dort aneinander. Und mittendrin toben Lasse, Bosse, Ole, Inga, Britta und Lisa.

Für das Bild von Bullerbü ist Ilon Wikland verantwortlich - sie hat all die Illustrationen gezeichnet, welche die Kinder von Bullerbü beim Keksebacken, Höhlenbauen oder Blumenpflücken zeigen. Dabei ist Wikland eigentlich gar keine Schwedin. Sie stammt aus Haapsalu. Das ist ein kleiner Ort im Nordwesten Estlands, eine Autostunde von Tallinn entfernt.

Selbst eingefleischte Bullerbü-Fans wissen das meistens nicht. Was durchaus schade ist. Denn Haapsalu ist einen Abstecher wert. Ilon Wikland lebte hier als Kind bei ihren Großeltern, im Alter von 9 bis 14 Jahren, weil sich ihre Eltern getrennt hatten. Dann floh sie 1944 in der Spätphase des Zweiten Weltkriegs nach Stockholm, wo ihr Vater und eine Tante wohnten und wo sie später auch Astrid Lindgren kennenlernte. "Sie hat die meisten ihrer Bücher illustriert", sagt Liina Valdmann, die als Pädagogin im Iloni Imedemaa arbeitet. Das ist Estnisch und heißt Ilons Wunderland. Es startete 2006 als Galerie und ist inzwischen viel mehr als das, eine Mischung aus Museum und Mitmachzentrum, in dem man Ilon Wikland näherkommen kann.

Manche alten Gebäude, die in Haapsalu stehen, sehen so aus, als stammten sie aus Astrid Lindgrens Kinderbüchern. Das Holzhaus in der Linda-Straße 2, in dem Ilon Wikland damals lebte, ist auch so eines: flach, mit gelbem Anstrich und kleinem Garten.

Heute ist Haapsalu gleichzeitig Kurort und Kreisstadt und hat gut 10 000 Einwohner. In Estland ist es bekannt für seinen Schlamm, seine Schals und seine Spukgeschichten. Für den Heilschlamm reisten schon russische Adlige im Zarenreich an. Nach Haapsalu zur Kur zu fahren, war im 18. Jahrhundert geradezu schick. Aus dieser Zeit stammen einige der ältesten Holzhäuser. In einem hat Zar Peter I. übernachtet, als er 1715 in Haapsalu war.

Die Schals, für die der Kurort in ganz Estland berühmt ist, sind immer Handarbeit. Eine Ausstellung dazu gibt es in der Karja-Straße 25. Dort findet sich ein  Handarbeitszentrum, eine Institution: Das Gebäude, in dem das Zentrum seinen Sitz hat, war in früheren Zeiten das erste Kaufhaus des Ortes. Heute treffen sich dort jeden Dienstag eine Handvoll Vereinsmitglieder zum Stricken.

Und die Spukgeschichten? Die erzählt man sich in Haapsalu schon lange und immer wieder gerne. Sie drehen sich um die Weiße Frau und die Burg am Lossiplats. Sie stammt ursprünglich aus dem 13. Jahrhundert und ist noch in weiten Teilen erhalten.

Vielen Besuchern bleibt vor allem die Geschichte von der Weißen Frau in Erinnerung: Es heißt, im Mittelalter habe sich einer der jungen Domherren unsterblich in eine genauso junge Frau verliebt und sie sich wiederum in ihn - dabei war Frauen schon das Betreten der Burg verboten. Der Domherr schmuggelte seine Geliebte als Mann verkleidet in den Kirchenchor. Natürlich flog das auf, er landete im Burgverlies, sie ließ der Bischof in die Wand der Kapelle einmauern, die damals noch im Bau war. Und so starb sie dort einsam eines grausamen Todes. Wer in Augustnächten genau aufpasst, kann sie noch immer jammern hören, sagen die Leute.

Reiseziel: Haapsalu ist eine Kreisstadt im Nordwesten Estlands, direkt an der Ostsee.

Anreise: Flüge aus Deutschland gibt es in die estnische Hauptstadt Tallinn. Ab Frankfurt am Main dauert es rund zweieinhalb Stunden. Haapsalu liegt etwa eine Autostunde entfernt in südwestlicher Richtung.

Geld: Estland gehört seit 2004 zur Europäischen Union (EU) und hat auch den Euro eingeführt.

Informationen: Haapsalu Touristeninformation, Karja tn 15, Tel.: 0372/473 32 48, E-Mail: haapsalu@visitestonia.com.

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