Sie sind rund, haben Teddyaugen und sehen ganz schön ungewöhnlich aus: Wombats sind die heimlichen Stars der australischen Tierwelt. Foto: Tourism Tasmania
1 von 10
Sie sind rund, haben Teddyaugen und sehen ganz schön ungewöhnlich aus: Wombats sind die heimlichen Stars der australischen Tierwelt. Foto: Tourism Tasmania
Der Cradle Mountain ist mehr als 1500 Meter hoch und zählt zu den beliebtesten Wanderzielen in Tasmanien. Foto: Steffen Trumpf
2 von 10
Der Cradle Mountain ist mehr als 1500 Meter hoch und zählt zu den beliebtesten Wanderzielen in Tasmanien. Foto: Steffen Trumpf
Der Lake St. Clair ist mit einer Tiefe von 167 Metern Australiens tiefster See. Foto: Tourism Tasmania
3 von 10
Der Lake St. Clair ist mit einer Tiefe von 167 Metern Australiens tiefster See. Foto: Tourism Tasmania
Auf den Pfaden des Cradle Mountain St. Clair National Parks können Besucher mit etwas Glück Tiere beobachten, die es nur in Australien gibt. Foto: Steffen Trumpf
4 von 10
Auf den Pfaden des Cradle Mountain St. Clair National Parks können Besucher mit etwas Glück Tiere beobachten, die es nur in Australien gibt. Foto: Steffen Trumpf
Ein Wallaby ist ein kleiner Vertreter der Kängurus - und in Tasmanien häufig zu sehen. Foto: Tourism Tasmania
5 von 10
Ein Wallaby ist ein kleiner Vertreter der Kängurus - und in Tasmanien häufig zu sehen. Foto: Tourism Tasmania
Der Tasmanische Teufel trägt den Namen nicht von ungefähr: Mit den spitzen Zähnen kann er einem Urlauber aus Europa schon etwas Angst machen. Foto: Tourism Tasmania
6 von 10
Der Tasmanische Teufel trägt den Namen nicht von ungefähr: Mit den spitzen Zähnen kann er einem Urlauber aus Europa schon etwas Angst machen. Foto: Tourism Tasmania
Direkt vor den Besuchern - und dann auch noch im Tageslicht: Einem Wombat zu begegnen, ist nicht immer so leicht. Foto: Tourism Tasmania
7 von 10
Direkt vor den Besuchern - und dann auch noch im Tageslicht: Einem Wombat zu begegnen, ist nicht immer so leicht. Foto: Tourism Tasmania
Moosbehangenen Bäume und schmale Pfade: Der Enchanted Walk mutet an wie aus einer Märchenwelt. Foto: Tourism Tasmania
8 von 10
Moosbehangenen Bäume und schmale Pfade: Der Enchanted Walk mutet an wie aus einer Märchenwelt. Foto: Tourism Tasmania

Heimlicher Star - Wombats auf Tasmanien

Als Vorzeigetiere Australiens halten meist Koalas und Kängurus her. Dabei gibt es noch ein anderes Beuteltier, das zum Star von Down Under taugt: Nur muss man den Wombat auf Tasmanien erst einmal finden.

Hobart (dpa/tmn) - Die moosbehangenen Bäume und der schmale Weg, der in der Ferne leicht im Dunst eines kleinen Wasserfalls verschwindet, muten an wie aus einem Märchen der Gebrüder Grimm. Noch geheimnisvoller macht den Spaziergang durch die Wälder Tasmaniens ein Lebewesen mit Teddyaugen: der Wombat.

Die Tierwelt in Down Under ist international so berühmt wie berüchtigt. Einerseits leben hier solch außergewöhnliche Kreaturen wie Koalas und Kängurus, andererseits beherbergt Australien giftige Schlangen und Spinnen, gefräßige Krokodile und Haie.

Die Gefahr, die von den Tieren Tasmaniens ausgeht, ist eine etwas andere. Am Flughafen von Hobart warnt Mister Smith, wie er sich vorstellt, bei der Autovermietung: "Passt bei Dunkelheit bloß auf, dass ihr keine Tiere anfahrt. Das wird teuer." Besonders vor einer Gattung nachtaktiver Vierbeiner soll man sich in Acht nehmen: "Sie sind wie Felsen, diese bösen Wombats", sagt Smith.

Bei Anbruch der Dunkelheit wagen sich aber zuerst kleine Wallaby-Kängurus aus den Gebüschen am Straßenrand. Autofahrer auf Tasmanien müssen ihr Tempo in der Nacht halbieren - schneller als mit 50 km/h zu fahren, würde die einzigartige Tierwelt in Gefahr bringen.

Die Tour zum Cradle Mountain, dem wohl berühmtesten Berg Tasmaniens, und dem benachbarten Lake St. Clair, dem tiefsten See Australiens, wird damit zur Geduldsprobe. Neben etlichen Wallabys springt in der Dunkelheit ein junger Tasmanischer Teufel vor die Motorhaube, um im Zickzackkurs vor dem Wagen die Straße entlangzulaufen. Wombats halten sich in dieser Nacht eher im Dickicht am Straßenrand. In die Herberge der Nacht schafft man es so unfallfrei - um gleich am nächsten Morgen bei der Einfahrt in den Cradle Mountain-Lake St. Clair National Park von einem quer über die Straße daherwatschelnden Ameisenigel, einem sogenannten Echidna, empfangen zu werden.

Echidnas sind auf Wandertouren wie dem sechstägigen Overland Track immer mal wieder Begleiter am Wegesrand. Wombats aber sind nachtaktiv. Damit ist es fast unmöglich, einen der Vierbeiner am Tage zu sehen - wäre da nicht der Enchanted Walk. Durch die dichten Baumwipfel dringt kaum Tageslicht. Wombats glauben so auch tagsüber, es sei Nacht.

Lucy und ihre Mutter harren lange bei einem der Wombats aus. "Wombats sind schon immer meine Lieblingstiere", sagt die Zehnjährige und berichtet stolz, was sie alles über die Beuteltiere weiß. Dass sie die größten grabenden Säugetiere der Welt sind. Und dass die Öffnung ihres Beutels unten ist, damit beim Wühlen kein Dreck hineinkommt.

Als sich ein Tourist mit seiner Kamera an ihr vorbeiquetscht, um möglichst nahe an das Tier heranzukommen, seufzt sie verärgert - der Wombat, der eben noch einen Meter neben ihr am Wegesrand stand, hat sich zügig ins Dickicht zurückgezogen.

Informationen zum Cradle Mountain-Lake St Clair National Park

Infos zum Enchanted Walk

Wildlife Service über Wombats

Anreise: Von Deutschland aus meist mit Zwischenstopps in Asien oder den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie in Australien in Sydney oder Melbourne erreichbar. Die meisten Flüge gehen in die tasmanische Hauptstadt Hobart, näher am Cradle Mountain liegt Launceston. Am Flughafen bietet sich die Buchung eines Mietwagens an.

Einreise: Deutsche benötigen neben einem Reisepass ein Touristenvisum für Australien.

Informationen: Tourism Tasmania, Level 2, 22 Elizabeth Street, Hobart, TAS 7000, Telefon: 0061/3/6165 5334, E-Mail: reception@tourism.tas.gov.au

Cradle-Mountain-Besucherzentrum: 4057 Cradle Mountain Rd, Cradle Mountain, TAS 7310, Telefon: 0061/3/6289 1172

Mehr zum Thema

Meistgesehene Fotostrecken

Magenta ohne Morphine: Wandern zwischen Mohn und Märchen

Einmal im Jahr können Urlauber im Norden Hessens die Mohnblüte erleben - freilich ohne davon high zu werden. Berauschend ist allein das Farbenspiel. Und um sich …
Magenta ohne Morphine: Wandern zwischen Mohn und Märchen

Mit beheiztem Badezuber: Berghütten bieten mehr Komfort

Der Anspruch der Gäste in den Alpen steigt. Berghütten müssen heute mehr bieten als Massenlager und Würstel-Suppe. Der Trend geht zu Komfort und moderner Haustechnik. …
Mit beheiztem Badezuber: Berghütten bieten mehr Komfort

Leben wie die Pioniere: Im kanadischen Fort St. James

Im kanadischen Fort St. James können Besucher den Spuren der frühen Trapper und Pelzhändler folgen - und sogar in einem historischen Fort der Hudson's Bay Company …
Leben wie die Pioniere: Im kanadischen Fort St. James

Langsamkeit genießen: Hausbooturlaub auf dem Canal du Midi

Es war ja klar, dass die Radler auf dem Uferweg schneller sind. Aber die Jogger auch? Daran muss man sich als Hausbootkapitän erstmal gewöhnen. Eine Reise auf dem Canal …
Langsamkeit genießen: Hausbooturlaub auf dem Canal du Midi

Kommentare