Hawaii ist ein Surferparadies. Damit auch Kinder Spaß auf dem Brett haben, müssen sie mindestens zehn Jahre alt sein. Foto: Hawaii Tourism Authority/Tor Johnson
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Hawaii ist ein Surferparadies. Damit auch Kinder Spaß auf dem Brett haben, müssen sie mindestens zehn Jahre alt sein. Foto: Hawaii Tourism Authority/Tor Johnson
Hawaii ist ein Surfmekka. Hier am Strand von Waikiki können sich Wassersportler richtig austoben. Foto: Hawaii Tourism Authority/Tor Johnson
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Hawaii ist ein Surfmekka. Hier am Strand von Waikiki können sich Wassersportler richtig austoben. Foto: Hawaii Tourism Authority/Tor Johnson
Der Hafen beim Ala Wai Canal liegt in Honolulu, an der Grenze zum Stadtteil Waikiki. Touristen finden hier abseits vom Trubel auch viele einsame Strände. Foto: Hawaii Tourism Authority/Tor Johnson
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Der Hafen beim Ala Wai Canal liegt in Honolulu, an der Grenze zum Stadtteil Waikiki. Touristen finden hier abseits vom Trubel auch viele einsame Strände. Foto: Hawaii Tourism Authority/Tor Johnson
Legendär in Waikiki: das Hotel "Royal Hawaiian". Foto: The Royal Hawaiian, a Luxury Collection Resort
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Legendär in Waikiki: das Hotel "Royal Hawaiian". Foto: The Royal Hawaiian, a Luxury Collection Resort
Pearl Harbor ist eines der Top-Ausflugsziele auf Hawaii - für Kinder ist die Geschichte des japanischen Angriffs aber nicht gerade leichter Stoff. Foto: Hawaii Tourism Authority/Tor Johnson
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Pearl Harbor ist eines der Top-Ausflugsziele auf Hawaii - für Kinder ist die Geschichte des japanischen Angriffs aber nicht gerade leichter Stoff. Foto: Hawaii Tourism Authority/Tor Johnson
Wer Kaffee mag, ist auf Big Island richtig - und zwar in der Region Kona. Dort gibt es rund 800 Plantagen. Foto: Hawaii Tourism Authority/Tor Johnson
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Wer Kaffee mag, ist auf Big Island richtig - und zwar in der Region Kona. Dort gibt es rund 800 Plantagen. Foto: Hawaii Tourism Authority/Tor Johnson
Spektakuläres Naturschauspiel: Im Volcanoes National Park bekommen Touristen zwar nur selten spritzende Lava zu sehen, aber dafür jede Menge Lavagestein und dampfende Felder. Foto: Big Island Visitors Bureau
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Spektakuläres Naturschauspiel: Im Volcanoes National Park bekommen Touristen zwar nur selten spritzende Lava zu sehen, aber dafür jede Menge Lavagestein und dampfende Felder. Foto: Big Island Visitors Bureau
Bei Hawaii denken die meisten an Strände und Surfen - doch die Inselgruppe hat viele Klimazonen zu bieten. Auf dem Mauna Kea liegt zum Beispiel Schnee. Foto: Hawaii Tourism Authority/Kirk Lee Aeder
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Bei Hawaii denken die meisten an Strände und Surfen - doch die Inselgruppe hat viele Klimazonen zu bieten. Auf dem Mauna Kea liegt zum Beispiel Schnee. Foto: Hawaii Tourism Authority/Kirk Lee Aeder

Ist Hawaii auch für Familien ein Traumziel?

Stell' dir vor, es ist Traumstrand - und niemand geht hin. Es gibt sie wirklich, die weiten Palmenstrände auf Hawaii, an denen kaum ein Mensch ist. Aber funktioniert auf den Inseln auch Familienurlaub?

Hawaii ist ein Sehnsuchtsziel. Weiße Strände und azurblaues Wasser, sich sanft im Wind wiegende Palmen und praktisch das ganze Jahr 28 Grad. Die Inseln im Pazifik gelten vor allem als Ziel für Aktivurlauber. Aber sind sie auch etwas für Familien mit Kindern?

Die Entfernung zu Deutschland und die Kosten dürften die größten Hindernisse für einen Familienurlaub auf Maui oder Kauai sein. Rund 20 Stunden dauert der Flug. Und dann müssen Familien mit Hotelpreisen rechnen, die im Rest der USA nur noch in New York oder San Francisco erreicht werden. Unter 100 Dollar pro Nacht für ein Zimmer ist praktisch nicht zu bekommen. 200 Dollar sind realistischer. Gerade für Familien bieten sich deshalb Ferienwohnungen an.

Warum machen trotzdem jedes Jahr mehr als 40 000 Deutsche die weite Reise? Weil Hawaii fast alles zu bieten hat, was einen Traumurlaub ausmachen kann. Köstliches Essen, faszinierende Natur, fast alle Klimazonen, interessante Geschichte und Strände wie aus dem Reiseprospekt. Der Strand von Waikiki ist immer voll, aber selten überfüllt. Kleine Schneisen verheißen nicht etwa freie Plätze - das sind die Laufrouten für die Surfer. Auch Laien können sich versuchen. Für Kinder sind Schwimmwesten vorgeschrieben. Aber um richtig Spaß auf dem Brett zu haben, sollten die Kleinen schon mindestens zehn Jahre sein.

Abseits des Strandes ist Pearl Harbor der wichtigste Besuchermagnet. Am 7. Dezember 1941 vernichtete ein japanischer Angriff mitten im Frieden nicht nur die Schlachtschiffe der Pazifikflotte, sondern zog das Land in den Zweiten Weltkrieg hinein. Bevor man in kleinen Booten zum knapp unter der Wasseroberfläche liegenden Wrack der "USS Arizona" gefahren wird, gibt es einen kurzen Dokumentarfilm. Der ist sehr fair gegenüber dem Angreifer - aber nichts für kleinere Kinder. Eines von Honolulus beliebtesten Ausflugszielen für Familien ist das Aquarium. Kinder rennen schreiend durch die Gänge und bleiben dann plötzlich vor einem großen Tintenfisch stehen, der sich an die Scheibe saugt.

Auf Hawaii nur eine Insel zu sehen, wäre Verschwendung. Zwischen den Inseln fliegen ständig große und kleine Maschinen hin und her. Die größte Insel, die der Kette ihren Namen gab, wird einfach Big Island genannt. Es sieht aus, als sei alles frisch gepflügt. Doch die schwarzen Furchen sind nicht Ackererde, sondern aufgebrochene Lava. Die Inselkette verdankt ihre Existenz Vulkanen. Nirgendwo sieht man es besser als auf der größten Insel, Hawaii. Entsprechend ist der Vulkan-Nationalpark eines der wichtigsten Ziele für Touristen.

Vor genau 100 Jahren wurde der Volcanoes National Park gegründet, dessen Attraktionen sind aber Millionen Jahre alt. Spritzende Lava bekommt man nur selten zu sehen, dafür aber gewaltige Krater, von Lavaflüssen gebildete Höhlen und dampfende Felder. Hawaii ist immer noch aktiv, an jeder Ecke findet man Lavagestein. Kinder lieben es, durch die von der Lava gegrabenen Höhlen zu laufen. Und ganz nebenbei bekommen sie noch etwas Geologie mit auf den Weg.

Big Island bietet fast alle Klimazonen dieser Erde, selbst Schnee auf dem Mauna Kea, dem höchsten Berg der Inselgruppe. Die östliche Region der Insel heißt Kona. Dieser Name ist Musik in den Ohren von Kaffeetrinkern. Kona-Kaffee gilt als einer der besten - und teuersten - der Welt. 800 Plantagen gibt es in der Region - und eine ist das perfekte Ziel für Familien mit Kindern.

"Der Kaffee ist Teil unserer Kultur, und wir wollen den Kindern zeigen, wie er gemacht wird und wie die Menschen damals gelebt haben", sagt Ku'ulani Auld von der Kona Historical Society. "Unsere kleine Plantage produziert nach wie vor Kaffee. Wir haben auch Tiere, vor allem soll aber jedes Kind sehen, wie die Urgroßeltern ohne Strom und Wasserleitung gelebt haben." Die Kinder können auch Brot backen und erfahren, warum die Beine des Vorratsschranks in ölgefüllten Dosen stehen - damals eine einfache Methode gegen Kakerlaken.

Maui ist für viele die Trauminsel schlechthin. Und in der Tat bietet sie die längsten Strände Hawaiis. Aber auch den mit Abstand meisten Regen. Weite Teile sind von Regenwald bedeckt. Baldwin Beach ist ein Klischee-Strand: breit, weiß und trotzdem nie überlaufen. Die Brandung ist beträchtlich, selbst größere Kinder sollten nie außerhalb der Zonen mit Rettungsschwimmern sein. Aber auch die sind nicht übervölkert. Und das ist das seltsame an Hawaii: Obwohl jede Woche Dutzende Kreuzfahrtriesen anlegen, obwohl jeden Tag Flugzeuge Zehntausende Touristen bringen, findet man überall weiße Strände mit türkisem Wasser, an denen kaum Menschen sind. Das ist vielleicht das Geheimnis des Traumziels Hawaii - auch für Familien.

Klima und Reisezeit

In wenigen Regionen der Welt ist das Wetter so stabil wie auf Hawaii: Fast ganzjährig sind es tagsüber etwa 28, nachts 22 Grad. Regenschauer kommen zwar oft vor, sind aber in der Regel schnell vorbei. Fast immer weht Wind.

Anreise

Der Flug nach Hawaii ist lang. In der Regel muss man gleich mehrfach umsteigen. Normalerweise wird Honolulu angeflogen, es gibt aber auch Flüge nach Maui. Zwischen den Inseln fliegt Hawaiian Airlines mit Jets, Mokulele Airlines mit kleinen Propellerflugzeugen. Die sind langsamer, fliegen aber tiefer und bieten einen guten Blick. Eine Fähre gibt es nur zwischen Maui und Molokai.

Einreise

Deutsche Urlauber brauchen in den USA kein Visum, sie müssen aber unter https://esta.cbp.dhs.gov eine elektronische Einreiseerlaubnis (Esta) einholen. Diese kostet 14 US-Dollar (etwa 13,70 Euro) und gilt zwei Jahre lang.

Informationen

Hawaii Tourism Europa, c/o Aviareps Tourism, Josephspitalstraße 15, 80331 München, Tel.: 089/55 25 33 812, E-Mail: hawaii@aviareps.org.

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