Vom Aussichtspunkt des Besucherzentrums Miraflores beobachten Touristen die Schiffe, die durch den Panamakanal fahren - die berühmte Passage ist aber längst nicht die einzige Attraktion in dem mittelamerikanischen Land. Foto: Marcus Teply
1 von 6
Vom Aussichtspunkt des Besucherzentrums Miraflores beobachten Touristen die Schiffe, die durch den Panamakanal fahren - die berühmte Passage ist aber längst nicht die einzige Attraktion in dem mittelamerikanischen Land. Foto: Marcus Teply
Um zwischen Atlantik und Pazifik passieren zu können, überwinden die Schiffe im Panamakanal 27 Meter. Foto: Marcus Teply
2 von 6
Um zwischen Atlantik und Pazifik passieren zu können, überwinden die Schiffe im Panamakanal 27 Meter. Foto: Marcus Teply
Ausblick über den Regenwald vom Canopy Tower - Panama ist Heimat tausender endemischer Arten. Foto: Marcus Teply
3 von 6
Ausblick über den Regenwald vom Canopy Tower - Panama ist Heimat tausender endemischer Arten. Foto: Marcus Teply
Mit dem Fernglas halten Besucher Ausschau vom Canopy Tower. Von dem Turm aus versuchten die Amerikaner früher, die Flugzeuge von Drogenschmugglern aufzuspüren - heute geht es freilich friedlicher zu. Foto: Marcus Teply
4 von 6
Mit dem Fernglas halten Besucher Ausschau vom Canopy Tower. Von dem Turm aus versuchten die Amerikaner früher, die Flugzeuge von Drogenschmugglern aufzuspüren - heute geht es freilich friedlicher zu. Foto: Marcus Teply
Koloniale Eisengeländer und Verputz an den Häusern in Panama-Stadt erinnern an vergangene Zeiten der Pracht, doch sie sind auch Zeichen des heutigen Verfalls. Armut ist in der Hauptstadt verbreitet. Foto: Marcus Teply
5 von 6
Koloniale Eisengeländer und Verputz an den Häusern in Panama-Stadt erinnern an vergangene Zeiten der Pracht, doch sie sind auch Zeichen des heutigen Verfalls. Armut ist in der Hauptstadt verbreitet. Foto: Marcus Teply
Im historischen Stadteil Casco Viejo in Panama-Stadt herrscht Kolonialidylle, wie sie viele Reisende suchen. Die Gebäude wurden restauriert. Foto: Marcus Teply
6 von 6
Im historischen Stadteil Casco Viejo in Panama-Stadt herrscht Kolonialidylle, wie sie viele Reisende suchen. Die Gebäude wurden restauriert. Foto: Marcus Teply

Kanal und mehr: Panama bietet Regenwald und Kolonialviertel

Der Kanal hat Panama weltberühmt gemacht. Doch das Land in Mittelamerika hat mehr zu bieten. Wunderschöne Natur, schmucke Gassen und eine malerische Altstadt aus Kolonialzeiten in Panama-Stadt locken Besucher aus aller Welt.

Panama-Stadt (dpa/tmn) - Affengebrüll hallt in der Morgendämmerung durch den dichten mittelamerikanischen Regenwald. Ein Papageienruf und das Zwitschern eines Türkisnaschvogels übertönen das Geschrei der Brüllaffen in Panamas Nationalpark Soberanía.

Vor Sonnenaufgang ist der Park vor allem ein Geräusch-Spektakel. Der Sonnenaufgang gibt schließlich auch einen Blick auf seine Farbpracht frei: rötlich schillernde Kolibris, das knallige Rot, Blau und Orange des Tukan-Schnabels und die vielen Grüntöne des Regenwalds.

Der Soberanía Nationalpark liegt nur 30 Kilometer von Panama-Stadt entfernt und bietet Abwechslung zum regen Treiben und der Hitze der Hauptstadt. Über den Baumkronen des Regenwaldes erhebt sich das parkeigene Denkmal: der vierstöckige Canopy Tower. Jahrzehntelang überwachte man in der ehemaligen US-Radarstation den Panamakanal und ortete Flugzeuge von Drogenschmugglern. Seit 1995 ist der Turm für derartige Zwecke nicht mehr in Betrieb.

Inzwischen wurde die Radarkuppel zu einer Beobachtungsplattform umfunktioniert, sagt der Biologe Jenn Sinasac, der am Canopy Tower arbeitet. Der über die Bäume ragende Turm bietet Besuchern einen Blick auf Palmen-Tangare, Leguane, Geoffroy-Perückenaffen und Faultiere. Nach Informationen des Biologen hat Panama mit mehr als 10 000 einheimischen Pflanzen-, rund 1000 Vogel- und mehr als 200 Tierarten eines der reichsten Ökosysteme der Welt.

Durch den Regenwald verläuft der berühmte Panamakanal. Das mehr als 100 Jahre Meisterstück der Technik ist auf das Wassereinzugsgebiet des Regenwaldes angewiesen. Dieses liefert das Wasser, das für den Betrieb der Kanalschleusen benötigt wird. Aus diesem Grund betrachtet das mittelamerikanische Land die Erhaltung des Regenwaldes als nationale Pflicht. Rund 14 000 Schiffe jährlich passieren den Panamakanal, wie Jaime Robleto vom Besucherzentrum Miraflores auf der Pazifikseite des Kanals sagt.

Von dort ist es nur eine 20-minütige Autofahrt nach Panama-Stadt. Die Hauptstadt wurde im 16. Jahrhundert von spanischen Eroberern gegründet. Das Kolonialviertel Casco Viejo ist bis heute erhalten geblieben. Seit 1997 ist es Unesco-Weltkulturerbe. Bonbonfarbene Häuser im Kolonialstil säumen Straßen aus Kopfsteinpflaster. Einige Fassaden wurden aufwendig restauriert, andere hingegen sind baufällig und notdürftig mit Brettern vernagelt. Am Abend spiegeln sich die Lichter der Altstadt im Wasser wider, in der Ferne sind Schiffe zu sehen. Sie warten darauf, am nächsten Morgen durch den Panamakanal geschleust zu werden - der die Vergangenheit des Landes geprägt hat und wohl auch seine Zukunft bestimmen wird.

Canopy Tower (eng.)

Besucherzentrum Miraflores (eng./span.)

Unesco Casco Viejo (eng./fr.)

Anreise: Lufthansa fliegt nonstop ab Frankfurt nach Panama-Stadt.

Einreise: Staatsbürger der EU benötigen für die Einreise bei einer Aufenthaltsdauer bis zu 180 Tagen kein Visum.

Reisezeit: Das Klima in Panama ist das ganze Jahr über tropisch, die Temperaturen liegen im Schnitt zwischen 27 und 32 Grad. Trocken ist es von Mitte Dezember bis in den Mai.

Informationen: Botschaft der Republik Panama, Wichmannstraße 6, 10787 Berlin, Tel.: 030/22 60 58 11, E-Mail: info@botschaft-panama.de

Auch interessant

Meistgesehene Fotostrecken

Limone am Gardasee: Wo Ora Zitronen in die Welt trug

Zitrusfrüchte waren einst der Exportschlager des Örtchens Limone am Gardasee. Dank eines besonderen Windes, der Ora, gelangten sie bis an die kaiserlichen Höfe in Wien …
Limone am Gardasee: Wo Ora Zitronen in die Welt trug

Diamanten liegen im Feld: Die Spur des Glitzerns in Arkansas

Zwischen Kuhweiden und Maisfeldern im Südwesten von Arkansas liegt das große Glück - wenn man es findet. Der "Crater of Diamonds"-Park ist nach Betreiberangaben das …
Diamanten liegen im Feld: Die Spur des Glitzerns in Arkansas

Touristen in der Türkei: Weit weg vom Traumurlaub

Die, die da sind, sind entspannt. Doch viele Urlauber sind gar nicht erst an die türkische Riviera gekommen. Nach dem Putschversuch und der Verhängung des …
Touristen in der Türkei: Weit weg vom Traumurlaub

Wie die Alpen vor 200 Jahren: Das Wanderwunder von Albanien

Die Berge im Norden Albaniens waren lange ein vergessener Winkel, ärmer noch als der Rest des heruntergewirtschafteten Landes. Doch nun wagen sich immer mehr Touristen …
Wie die Alpen vor 200 Jahren: Das Wanderwunder von Albanien

Kommentare