Erst zum Arzt und dann unbeschwert das Strandleben genießen.
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Erst zum Arzt und dann unbeschwert das Strandleben genießen.

Viren und Co.

Fernreise-Urlauber unterschätzen Krankheiten

Ebola, Malaria, Gelbfieber, HIV: Die Liste der potenziellen Krankheiten für Fernreisende ist lang. Nach Ansicht von Experten holen aber zu wenige Menschen vor dem Start ärztlichen Rat ein.

Trotz vieler Gefahren lassen sich nach Expertenangaben noch immer zu wenige Fernreisende zuvor von einem Mediziner beraten. „Nur etwa jeder Zweite informiert sich vor Reisebeginn über die persönlichen Risiken am jeweiligen Ort“, berichtete Tomas Jelinek vom Berliner Centrum für Reisemedizin am Freitag in Nürnberg.

Der Reisemediziner beruft sich dabei auf eine nicht repräsentative Befragung von 2000 Reisenden auf dem Münchner Flughafen. Reiseveranstalter kämen nach seinem Wissen zu ähnlichen Zahlen.

Nach Jelineks Beobachtungen unterschätzen viele Menschen die Gefahr, im Ausland zu erkranken. Die Situation sei für jeden Menschen unterschiedlich, was eine individuelle Beratung durch einen spezialisierten Arzt erforderlich mache.

Selbst bei Pauschalreisen in Länder wie die Türkei könne ein Gespräch mit Medizinern hilfreich sein. Des Weiteren wären viele Menschen mit Vorerkrankungen wie Diabetes oder Herzschädigungen im Ausland erhöhten Risiken ausgesetzt.

Malaria, Gelbfieber oder Tripper sind immer eine Gefahr

Im Schatten der Ebola-Epidemie gerieten außerdem andere Krankheiten in Vergessenheit. Malaria, Gelbfieber oder Tripper und HIV sind nach Ansicht des Mediziners aber weiter eine permanente Gefahr für Touristen. „Objektiv betrachtet besteht ein höheres Risiko an Malaria und HIV zu erkranken als an Ebola“, erklärte der Düsseldorfer Reisemediziner Burkhard Rieke.

Wichtig sei es, die Menschen für die „realen Gefahren“ zu sensibilisieren. Im Anfangsstadium sei Ebola wenig infektiös, erst nach etwa einer Woche steige die Ansteckungsgefahr stark an. Die schlimme Situation in Westafrika sei vor allem auf den dortigen Umgang mit der Seuche zurückzuführen. Mangelnde Infrastruktur und die Beisetzung von Toten in unmittelbarer Nähe der Häuser steigerten die Gefahren.

Im Internet finden Reisende unter der Adresse www.crm.de eine Suchmaschine, die Auskunft über Experten in der jeweiligen Stadt oder Region gibt. Hinsichtlich der entstehenden Kosten sollten Ratsuchende vorher die Krankenkasse kontaktieren. Die reine ärztliche Beratung koste aber nicht mehr als 10 bis 20 Euro, sagte Jelinek.

Reisekrankheiten - Souvenirs die unter die Haut gehen

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dpa

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