Nach kräftigen Schneefällen herrscht auf dem Feldberg im Schwarzwald Hochbetrieb. Jedoch kam es bereits zu zwei Lawinenabgängen. Foto: Rolf Haid
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Nach kräftigen Schneefällen herrscht auf dem Feldberg im Schwarzwald Hochbetrieb. Jedoch kam es bereits zu zwei Lawinenabgängen. Foto: Rolf Haid

Heftige Schneefälle

Unfälle und Lawinen: Winter kehrt mit Wucht zurück

Offenbach - Starke Schneefälle und eisglatte Straßen haben am Freitag in Deutschland zu gefährlichen Lawinen sowie Unfällen, Behinderungen und sogar Schulausfällen geführt.

In Bayern wurden bei einer Massenkarambolage im Schneesturm zwölf Menschen verletzt. Auf dem Feldberg im Schwarzwald lösten sich zwei Lawinen und begruben zwei Menschen in den Schneemassen. Bis mindestens Ende der kommenden Woche erwarten Meteorologen noch weitere Schneefälle und Temperaturen von bis minus 10 Grad.

AUF DER STRASSE: Auf der Bundesstraße 17 bei Augsburg rasten 15 Fahrzeuge ineinander, als sich im Schneetreiben plötzlich Blitz-Eis bildete. Ein Lastwagenfahrer wurde bei der Massenkarambolage schwer verletzt. Den Schaden schätzt die Augsburger Berufsfeuerwehr auf bis zu 300 000 Euro. Bei einem Unfall in Münster wurde ein 54-jähriger Mann lebensgefährlich verletzt. Ebenfalls in Nordrhein-Westfalen, in Rietberg bei Gütersloh, rutschte ein Schulbus mit etwa 50 Kindern in einen Graben. Niemand wurde verletzt.

AUF DEN HÄNGEN: Bei Lawinenunglücken im Schwarzwald sind zwei Wintersportler ums Leben gekommen. Ein 20 Jahre alter Mann wurde am Freitagnachmittag am Feldberg im Südschwarzwald von einer Lawine verschüttet. Rund eine Stunde später wurde am wenige Kilometer entfernten Berg Herzogenhorn eine 58 Jahre alte Frau von einer Lawine erfasst. Beide lagen jeweils knapp zwei Stunden in den Schneemassen, bis sie von Helfern der Bergwacht befreit werden konnten. Sie starben am Abend an den Folgen ihrer Verletzungen.

Der Deutsche Alpenverein (DAV) warnte vor weiteren Lawinen. In der fränkischen Rhön fiel die Schule aus. In mehr als 60 Orten im Südschwarzwald gab es wegen beschädigter Leitungen immer wieder Stromausfälle.

SO SOLL ES WERDEN: Auch in den kommenden Tagen soll es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) weiter schneien. Dabei werden bis zu 15 Zentimeter Neuschnee erwartet. „Vor allem im Stau der Mittelgebirge kann es auch länger schneien, so dass sich dort ein tiefwinterliches Feeling einstellen wird“, sagte ein Wetterforscher des DWD.

DAS FREUT WINTERSPORTLER: Die Schwarzwald-Tourismus-Gesellschaft in Freiburg rechnet für das Wochenende mit einem Ansturm von Skiläufern und Rodlern. Die Bedingungen seien so gut wie noch nie in dieser Saison. Bislang litten die Wintersportgebiete in Deutschland unter Schneemangel, denn nach dem Temperaturrekordjahr 2014 war auch der Januar nach Angaben des DWD in Deutschland viel zu warm gewesen.

dpa

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