Schlagerstar Helene Fischer wird den „Diamanten auf dem Meer“, wie der Neubau mit blauen Glasbalkonen und dem „ersten akustisch optimierten Konzertsaal auf einem Kreuzfahrtschiff“ am 12. Juni in Hamburg taufen. Im September wird sie das zweite Mal auf einem TUI-Schiff ein Konzert geben.
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Schlagerstar Helene Fischer wird den „Diamanten auf dem Meer“, wie der Neubau mit blauen Glasbalkonen und dem „ersten akustisch optimierten Konzertsaal auf einem Kreuzfahrtschiff“ am 12. Juni in Hamburg taufen. Im September wird sie das zweite Mal auf einem TUI-Schiff ein Konzert geben.

Kreuzfahrten

Auf der Erfolgswelle

Die Kreuzfahrtbranche boomt. Das ist, pauschal gesagt, die Nachricht, die vergangene Woche aus den Hallen der großen Reedereien von der Internationalen Tourismusbörse ITB herüberschwappte.

Wo Deutschlands Passagiere am liebsten cruisen, wieviel sie für eine Reise ausgeben und was die Promis mit der ganzen Sache zu tun haben – ein Überblick:

„Jaja so blau, blau, blau ist der Ozean“: Heino, junggerappter Schlageropi, kam ihnen als Markenbotschafter offenbar gerade recht bei der Reederei Peter Deilmann, nachdem die Aurelius Holding sie als Mehrheitseigner im Januar abserviert hatte. Heino reißt das Steuer rum. Starker Auftritt letzte Woche auf der Tourismusmesse ITB in Berlin, starke Wirkung. Das Traumschiff fährt wieder auf Erfolgskurs heißt es aus der neuen Geschäftsleitung. 228 Anlaufhäfen, 69.000 Seemeilen rund um alle Kontinente dieser Welt – der neue Katalog sei ein Glanzstück.

Neuer Passagierrekord

Auch sonst geht es der Kreuzfahrtbranche glänzend, wie die Experten von der ITB vermelden. „Kreuzfahrten bleiben weiter sexy“, sagt Michael Ungerer, Chef von Aida – das sind die Schiffe mit dem Kussmund am Bug. Der deutsche Markt schloss 2013 wieder einmal mit einem Rekord ab. 1,69 Millionen Gäste auf hoher See, 9,2 Prozent mehr als im Jahr davor, da lässt sich ein gleichzeitiger leichter Umsatzrückgang von 2,6 auf 2,5 Milliarden Euro und ein Rückgang des durchschnittlichen Reisepreises von 1710 auf 1492 Euro schon verschmerzen.

Immer größere Schiffe

Der ist dem ständig wachsenden Angebot geschuldet. Immer mehr, immer größere Schiffe wollen gefüllt werden. Ein Ende ist nicht in Sicht. Royal Caribbean schickt mit der Quantum of the Seas einen neuen Giganten mit Platz für maximal 4900 Passagiere aufs Meer. Costa überschreitet mit der Diadema, die fast 5000 Gäste fasst, Reederei-intern alle bis dahin dagewesenen Dimensionen. TUI Cruises dagegen setzt mit einer starken Luxus- und Wellnessorientierung bei Mein Schiff 3 auf mehr Klasse als Masse.

Helene Fischer wird Taufpatin

Schlagerstar Helene Fischer wird den „Diamanten auf dem Meer“, wie der Neubau mit blauen Glasbalkonen und dem „ersten akustisch optimierten Konzertsaal auf einem Kreuzfahrtschiff“ am 12. Juni in Hamburg taufen. Im September wird sie das zweite Mal auf einem TUI-Schiff ein Konzert geben.

Bevorzugt Mittelmeer

Am liebsten kreuzen die Deutschen übrigens laut Studie des Deutschen Reiseverbandes DRV im Mittelmeer. Jeder dritte Passagier startet seine Kreuzfahrt in einem Hafen zwischen Genua, Gibraltar und den griechischen Inseln, zwischen der ligurischen und der libyschen Küste. Platz zwei auf der Beliebtheitsskala der Kreuzfahrer-Reviere belegen das Nordmeer, die Region um Norwegen, Island, Grönland und Spitzbergen. 14,5 Prozent aller Kreuzfahrten der Deutschen führen dorthin. Die Ostsee kommt auf 9,5 Prozent.

Neuer Trend zum Norden

191 Schiffsanläufe mit insgesamt 600.000 Passagieren werden in diesem Jahr in Hamburg erwartet.

Ein Trend, auf den die Reedereien reagieren: Costa setzt in diesem Sommer zum ersten Mal drei Schiffe für die Nordregion ab Kiel und Hamburg ein. Aida Cruises startet am 8. März mit der Aida Sol in die neue Kreuzfahrtsaison in Hamburg. Insgesamt sind sechs Aida-Schiffe von Hamburg, Kiel und Warnemünde aus auf 13 verschiedenen Routen unterwegs. Für MSC fährt heuer noch die kleinere MSC Magnifica mit maximal 2500 Passagieren ab Hamburg nach Norwegen, Island, Spitzbergen, in die Ostsee und zu den britischen Inseln. Ab 2015 kommt die MSC Splendida für rund 3200 Passagiere zum Einsatz. Man reagiere damit auf die gute Buchungslage. Auch Royal Caribbean stationiert im Sommer mit der Legend of the Seas erstmals ein Schiff in Hamburg. Es stehen vier Sieben-Nächte-Fahrten in die norwegischen Fjorde auf dem Programm, bevor es wieder über den Atlantik geht.

Aufgrund der großen Nachfrage nach Nordland-Reisen setzt auch TUI Cruises im Sommer 2014 zwei Schiffe in dieser Region ein. Ab Juni gehen die Mein Schiff 1 und Mein Schiff 2 von Hamburg beziehungsweise Kiel auf Kurs Richtung Südnorwegen, Nordkap, Spitzbergen und Island.

„Quantum of the Seas“

„Quantum of the Seas“

Neues Terminal in Hamburg

Angesichts des Booms wird es vor allem im Hamburger Hafen mit seinen bislang zwei Kreuzfahrtterminals eng. In diesem Jahr sind 191 Schiffsanläufe geplant, 2013 waren es noch 177. Gut 600.000 Passagiere werden ein neuer Rekord sein. Deshalb hat die Bürgerschaft Anfang des Jahres den Bau eines dritten Terminals auf der südlichen Elbseite beschlossen. Dieses könnte bereits 2015 in Betrieb gehen. Mittelfristig rechnen Experten mit mehr als einer Million Passagiere, die auf immer größeren Schiffen die Hansestadt ansteuern.

ch

Hamburger Hafenfeste für See- und Sehleute

191 Schiffsanläufe mit insgesamt 600.000 Passagieren werden in diesem Jahr in Hamburg erwartet, und allein zum Hafengeburtstag werden vom 9. bis 11. Mai 1,5 Millionen Zuschauer in Hamburg am Elbufer stehen, wenn die berühmtesten Schiffe dieser Welt in die Hansestadt einlaufen. Die legendäre Queen Elizabeth lässt zu diesem Ereignis sogar die Gangway für Besucher herunter und darf besichtigt werden. Eine exklusive Führung mit Lunch im Bordrestaurant kann inklusive zwei Übernachtungen in einem Hamburger Vier-Sterne-Hotel ab 249 Euro gebucht werden. Infos bei Hamburg Tourismus unter Tel. 040/30052720, www.hamburg-tourismus.de/maritim. Ein weiterer maritimer Höhepunkt des Sommers sind die Hamburg Cruise Days vom 1. bis 3. August.

Mehr zum Thema:

Die neuen Kreuzfahrtschiffe 2013

Christine Hinkofer

Christine Hinkofer

E-Mail:Christine.Hinkofer@tz.de

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