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Der neueste und bisher größte Kreuzfahrtschiff-Neubau "Quantum of the Seas" der Meyer-Werft verlässt das Baudock.

Kreuzfahrtriese

"Quantum of the Seas" erreicht Nordsee

Das bisher größte in Deutschland gebaute Kreuzfahrtschiff hat seine erste Fahrt gemeistert. Die Meyer Werft in Papenburg hat die „Quantum of the Seas“ in die Nordsee gebracht.

Das bisher größte in Deutschland gebaute Kreuzfahrtschiff hat seine erste Fahrt über die schmale Ems in die Nordsee problemlos gemeistert. Tausende Schaulustige beobachteten es dabei. Die 348 Meter lange „Quantum of the Seas“ wurde im Binnenland bei der Meyer Werft im emsländischen Papenburg gebaut. Für die erste Fahrt in die rund 40 Kilometer entfernte Nordsee musste die enge Ems aufgestaut werden - Umweltschützer hatten das im Vorfeld scharf kritisiert, weil die Wasserqualität des Flusses darunter leide.

Das Schiff startete Montag im Schritttempo, es fuhr rückwärts, weil es sich so besser manövrieren lässt. So passierte es am Dienstag deutlich später als geplant das Ems-Sperrwerk in Gandersum, bevor es über den Dollart die offene See erreichte.

Das Schiff habe die Fahrt problemlos gemeistert, sagte der Sprecher der Meyer Werft, Peter Hackmann. Nun wird die schwimmende Kleinstadt, die Platz für 4100 Gäste bietet, an den neuen Eigentümer geliefert.

Kreuzfahrtriese auf der Erfolgswelle

Das Schiff ist aktuell der drittgrößte Kreuzfahrtriese der Welt. Er wurde für die US-Reederei Royal Caribbean International gebaut, der Heimathafen der „Quantum of the Seas“ wird New York sein.

Um den Standort der Meyer Werft im Binnenland gibt es seit Jahrzehnten Streit. Bisher wurden dort 37 Kreuzfahrtschiffe für Kunden aus aller Welt gebaut. Wegen der Schiffsüberführungen in die Nordsee muss die Ems aber regelmäßig ausgebaggert und aufgestaut werden. Das belastet den Fluss und führt nach Ansicht der Naturschutzverbände zu vielen Umweltproblemen, etwa einem zu hohen Salz- und einem zu geringen Sauerstoffgehalt im Fluss.

Quantum of the Seas

„Quantum of the Seas“

dpa

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