Urteil des Bundesgerichtshofes

Verpasster Anschlussflug: Recht auf Entschädigung

Karlsruhe - Kommen Fluggäste wegen eines verpassten Anschlussfluges mit mehr als drei Stunden Verspätung am Zielort an, steht ihnen eine Entschädigung zu. Das entschied jetzt der Bundesgerichtshof.

 Verpassen Fluggäste einen Anschlussflug und erreichen sie daher ihren Zielort mit mehr als drei Stunden Verspätung, haben sie Anspruch auf Entschädigung. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) am Dienstag entschieden.

Der BGH bekräftigte damit seine bisherige Rechtsprechung. Danach kommt es für den Anspruch auf Ausgleichszahlung nach einem BGH-Urteil vom Mai nur auf die letztendliche Verspätung am Zielort an und nicht auf die eines der Teilflüge. Der BGH hatte damit Vorgaben des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) in Luxemburg umgesetzt.

Im konkreten Fall gaben die BGH-Richter mehreren Reisenden recht, die bei der spanischen Fluglinie Iberia einen Flug von Miami über Madrid nach Düsseldorf gebucht hatten. Da sich der Abflug in Miami um fast eineinhalb Stunden verspätete, verpassten sie ihren Anschlussflug in Madrid und kamen mit insgesamt siebeneinhalb Stunden Verspätung in Düsseldorf an. Die Kläger verlangten von Iberia dafür 600 Euro Entschädigung pro Person.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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