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Luftnummer in Tracht: Auf der Salzburger Gwandhaus-Wiese springen Dirndl im Dirndl vom Drei-Meter-Turm.

Fliegende Dirndl

Reisegeschichten rund um das Oktoberfest

Dirndlflugtag, Oktobärfest oder Weisse Wiesn auf dem Gletscher  - hier haben wir für Sie die schönsten Reisegeschichten rund um das Oktoberfest zusammengestellt.

Luftnummer in Salzburg

Auch wenn man Dirndl und Lederhosn (oder was der internationale Wiesnbesucher darunter versteht) dieser Tage in jedem orientalischen Gemischtwarenladen rund um das Münchner Bahnhofsviertel kaufen kann: Das Original hat seine Wurzeln und eine davon, eine besonders starke, ist in Salzburg geerdet, wo traditionelle Trachtenhersteller wie Gössl daheim sind.

Die veranstalten alle Jahre wieder auf der Wiese vor dem Landschloss Lasser an der Hellbrunner Allee einen Dirndlflugtag, bei dem mutige Madl in Tracht von einem Drei-Meter-Turm in einen Teich springen. Teilnahmeberechtigt sind alle, die in Tracht kommen, und zwar nicht der aus dem orientalischen Gemischtwarenladen.

Der Lasserhof, einst Ordensstift, dann Hotel, heißt übrigens Gwandhaus, seitdem Gössl dort seinen Firmensitz und ein Trachtenmuseum eingerichtet hat. Der nächste Dirndlflugtag findet im August 2015 statt. Infos unter www.goessl.com. Und wer vorher die Dirndl fliegen sehen will stellt sich am besten auf dem Oktoberfest neben das Kettenkarussel.

Hauptstadt der Feierlaune

Oktoberfest auf dem Alexanderplatz.

Die droben in Berlin wollen sich halt so gar nicht damit abfinden, dass sie den Titel der Feier-Hauptstadt für die kommenden zwei Wochen an uns da unten im Süden abgeben müssen. Und deshalb kontern sie mit allen möglichen Oktober- oder Oktobärfesten. Das ist ein lustiges Wortspiel, weil sie ja einen Bären im Stadtwappen haben. Also, das Oktoberfest, oder was die in Berlin darunter verstehen, kann man auf dem Washingtonplatz am Hauptbahnhof besuchen (noch bis 22. September), auf dem Alexanderplatz (26. September bis 12. Oktober), in Spandau an der Zitadelle (10. bis 25. Oktober, immer Freitag und Samstag), im Britzer Garten (3. bis 5. Oktober) und am Kurt-Schumacher-Damm (19. September bis 5. Oktober). Typisch Preißn: Wir in München feiern halt nur ein Oktoberfest, das aber gscheit. Infos über die Oktoberfeste in Berlin unter www.berlin.de/restaurants/oktoberfest.

Hochstimmung am Gipfel

O’zapft wird nicht nur am Samstag Punkt 12 Uhr von München Oberbürgermeister Dieter Reiter im Schottenhamel, sondern auch in 2962 Metern Höhe auf der Zugspitze. Auf Deutschlands höchstem Gipfel dreht sich bis zum 28. September kulinarisch gesehen alles um Bier, Brezen und bayerische Schmankerl und im Panorama-Gipfelrestaurant in der Bergstation der Tiroler Zugspitzbahn herrscht bei zünftiger Oktoberfestmusi Festzeltstimmung. Betriebszeiten der Tiroler Zugspitzbahn während des Gipfel-Oktoberfestes täglich von 8.40 bis 18.30 Uhr, am Freitag bis 22.30 Uhr. Von der Talstation fährt ein kostenloser Bus-Shuttle nach Lermoos. Nähere Infos im Internet unter www.zugspitze.at, Tel. 0043 /5673-2309.

Bierbad im Hopfenland

Den Hopfen, den haben sie nach München geschickt, auf dass er das Münchner Wiesnbier besonders süffig macht. Ein bisserl was davon haben sie sich aber schon behalten daheim im Hopfenland in der Hallertau nördlich der Landeshauptstadt. Dort setzen sie das Naturprodukt nämlich für die Wellness ein. Im Vier-Sterne-Hotel Eisvogel in Bad Gögging zum Beispiel, wo ein Hallertauer Biersudbad kombiniert mit einer Ganzkörper- Hopfenölmassage 69 Euro kostet. Infos unter Tel. 09445/9690, www.hotel-eisvogel.de

Weisse Wiesn am Gletscher

Wiesnstimmung auf dem Stubaier Gletscher.

Wer nicht nur auf das Bier abfährt sondern auch auf frisch beschneite Skihänge und Pistengaudi sollte sich das Wochenende nach dem Münchner Oktoberfest freihalten, also den 11. und 12. Oktober. Da geht es nämlich weiter – mit der Weißen Wiesn auf 2900 Meter Höhe am Stubaier Gletscher. Ab 11 Uhr gibt’s an der Bergstation Eisgrat eine Wiesn-Brotzeit und Oktoberfestmusik, um auf einen perfekten Skitag am Gletscher einzustimmen. Und weil das Oktoberfest ja auch was mit Historie zu tun hat zeigen die Traditionsfahrer von St. Anton von 12 bis 15 Uhr, wie das Skifahren früher ausgesehen hat. Alle Infos dazu im Netz unter www.stubaier-gletscher.com.

Christine Hinkofer

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