Auf einer Wanderung im Needles District des Canyonlands Nationalparks kommen Wanderer an eindrucksvollen Felsformationen vorbei. Foto: Michael Juhran
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Auf einer Wanderung im Needles District des Canyonlands Nationalparks kommen Wanderer an eindrucksvollen Felsformationen vorbei.
Abenteurer Jared Berrett (links) teilt seine Passion für die Schönheit der Four Corners gern mit anderen. Foto: Michael Juhran
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Abenteurer Jared Berrett (links) teilt seine Passion für die Schönheit der Four Corners gern mit anderen.
Manchmal sind tief in den Felsspalten Wasserreservoires versteckt. Hier zu Klettern ist ein Abenteuer. Foto: Michael Juhran
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Manchmal sind tief in den Felsspalten Wasserreservoires versteckt. Hier zu Klettern ist ein Abenteuer.
Die Höhlensysteme sind wie Zisternen mit kühlem Wasser gefüllt - Jareds Tochter Cassidy geht in diesem Labyrinth auf Erkundungstour. Foto: Michael Juhran
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Die Höhlensysteme sind wie Zisternen mit kühlem Wasser gefüllt - Jareds Tochter Cassidy geht in diesem Labyrinth auf Erkundungstour.
Auf dem Newspaper Rock sind rund 650 Petroglyphen eingeritzt - sie zeigen Menschen und verschiedene Tierarten. Foto: Michael Juhran
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Auf dem Newspaper Rock sind rund 650 Petroglyphen eingeritzt - sie zeigen Menschen und verschiedene Tierarten.
Die sogenannte Zitadelle gibt Rätsel auf: Diente das Gebäude als Behausung oder als Stätte für heilige Rituale? Foto: Michael Juhran
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Die sogenannte Zitadelle gibt Rätsel auf: Diente das Gebäude als Behausung oder als Stätte für heilige Rituale?
Manchen Weg muss man sich geradezu erkämpfen. Ein Erlebnis für Offroad-Fans. Foto: Michael Juhran
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Manchen Weg muss man sich geradezu erkämpfen. Ein Erlebnis für Offroad-Fans.
Auf dem Weg durch die Gegend der Four Corners gilt es, enge Schluchten zu durchqueren. Foto: Michael Juhran
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Auf dem Weg durch die Gegend der Four Corners gilt es, enge Schluchten zu durchqueren.

Im Reich der Anasazi

Rote Felsen und tiefe Canyons

Das Reich der untergegangenen Anasazi-Kultur in der Gegend der Four Corners lockt USA-Reisende, die mehr als Monument Valley und Arches Nationapark sehen wollen. Jared Barrett nimmt Touristen mit in eine Landschaft, die immer noch voller Geheimnisse ist.

Ein wenig verrückt ist er schon, dieser Jared Barrett. Wer sonst würde sonst seinen hoch dotierten Lehrjob an der Universität von Salt Lake an den Nagel hängen, um in die Wüste auszuwandern? Vielleicht ein Eremit, aber Jared ist alles andere das.

Er liebt sein Leben, seine Frau und die Kinder. Wenn er sich tatsächlich mal allein in die Wüste zurückzieht, dann nur, um Neues zu entdecken, das er mit anderen teilen kann.

"Urlauber, die in Utah, Arizona, Colorado oder New Mexico unterwegs sind, halten nur selten dort an, wo die vier Bundesstaaten aufeinandertreffen", sagt Jared. "Die meisten fahren die Strecke zwischen der Wildwestkulisse des Monument Valleys und den rotbraunen Natursteinbrücken des Arches Nationalparks durch und verpassen dabei eine Menge." Während seiner Zeit an der Uni hat sich Jared mit der Gegend der Four Corners beschäftigt, die vom 8. bis zum 13. Jahrhundert wahrscheinlich zu den am dichtesten besiedelten Regionen Nordamerikas gehörte. "Bis zu einer halben Million Anasazi lebten damals in den weit verzweigten Canyons der Four Corners."

Noch vor Eintreffen der Spanier mussten die Anasazi wahrscheinlich wegen einer langanhaltenden Dürre die Region verlassen. Zurück blieben architekturhistorisch bemerkenswerte Ruinen, die meist in Form von Felsunterkünften mit Lehmsteinen in Felsnischen und unter Felsüberhänge eingepasst wurden. Während die Wohnkomplexe im Chaco Canyon oder im Mesa Verde Nationalpark längst zu Besuchermagneten avanciert sind, hat man erst wenige Bauten in den Four Corners aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt.

Frühmorgens geht es mit Jeeps in den Needles-District des Canyonlands Nationalparks. Einen ersten Stopp legt der Wagen am Newspaper Rock im San Juan County, etwa 50 Kilometer nordwestlich von Monticello, ein. "Schon vor etwa 2000 Jahren gravierten unterschiedlichste indianische Stämme die ersten Buffalos, Antilopen und Menschenbilder in diesen Stein", erklärt Jared und deutet auf eine riesige Platte mit über 650 Petroglyphen. Die hohe Anzahl von Abbildungen deutet darauf hin, dass es hier einmal von Menschen und Tieren gewimmelt haben muss.

Hinter dem Eingang zum Nationalpark beginnt der schwierige Abschnitt der Expedition: Wie eine Kettenraupe schraubt sich das Gefährt steile Felsen hinauf und hinunter, zwängt sich durch enge Schluchten und zieht an rot-weiß-gestreiften Felsnadeln und Natursteinbögen vorbei. Auf kurzen Wanderungen eröffnen sich Blicke auf den Zusammenfluss des Green Rivers mit dem Colorado, immer wieder passiert man einstige Wohngebäude und Kornkammern der Anasazi.

Noch spektakulärer sind die Wanderungen südlich des Canyonlands Nationalparks am nächsten Tag. Jared führt zu Ruinen, die weitab von heutiger Zivilisation liegen. Keine Menschenseele ist weit und breit zu sehen. Für diese Lage könnten Immobilienmakler Höchstpreise verlangen. Allerdings gibt es ein Problem mit der Wasserversorgung: Ausgetrocknete Flussbetten deuten darauf hin, dass es hier früher Bäche und Flüsse gegeben haben muss. "Die gibt es noch heute an manchen Stellen", sagt Jared. "Wir sehen sie nur nicht."

Die Reise-Infos

Anreise: Mit Lufthansa oder United Airlines über Newark bis nach Grand Junction, von dort mit dem Mietwagen bis Moab. Touren können über Four Corners Adventures gebucht werden.

Reisezeit: Von Mai bis Juni und von September bis Oktober. Die Monate Juli und August bringen oft Extremtemperaturen.

Mehr Infos: Utah Office of Tourism c/o Aviareps Tourism, Josephspitalstraße 15, 80331 München, Telefon: 089/55 25 33 835, E-Mail utah.germany@aviareps.com.

dpa

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