Hier ist man stolz auf den berühmten Sohn des Orts - Weltmeister Michael Walchhofer - die Familie betreibt auch eine Skischule. Foto: Verena Wolff
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Hier ist man stolz auf den berühmten Sohn des Orts - Weltmeister Michael Walchhofer - die Familie betreibt auch eine Skischule.
Michael Walchhofer war lange Jahre als Profi auf der Piste unterwegs - wie hier bei der Ski-Weltmeisterschaft in Val d&#39Isere im Jahr 2009. Foto: Karl-Josef Hildenbrand
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Michael Walchhofer war lange Jahre als Profi auf der Piste unterwegs - wie hier bei der Ski-Weltmeisterschaft in Val d'Isere im Jahr 2009.
Nach dem Pistenvergnügen lässt es sich beim Après-Ski entspannen. Foto: Tourismusverband Altenmarkt-Zauchensee
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Nach dem Pistenvergnügen lässt es sich beim Après-Ski entspannen.
Zauchensee im Winter 1964/65: Hier gab es lange keine Infrastruktur oder Hotels. Früher Heute ist Zauchensee ein kleines Hoteldorf. Foto: Zauchensee Liftgesellschaft
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Zauchensee im Winter 1964/65: Hier gab es lange keine Infrastruktur oder Hotels. Früher Heute ist Zauchensee ein kleines Hoteldorf.
Der Blick von dem kleinen Plateau, auf dem die Weltcupabfahrt startet, auf die Radstädter Tauern. Foto: Verena Wolff
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Der Blick von dem kleinen Plateau, auf dem die Weltcupabfahrt startet, auf die Radstädter Tauern.
Der Schrägaufzug Weltcup-Express führt Wintergäste zum Gamskogel, dem Start der Weltcupstrecke von Zauchensee. Foto: Verena Wolff
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Der Schrägaufzug Weltcup-Express führt Wintergäste zum Gamskogel, dem Start der Weltcupstrecke von Zauchensee.
Innehalten für ein Foto - das muss Michael Walchhofer trotz der Liebe zur Geschwindigkeit häufig, wenn ihn Fans ansprechen. Foto: Verena Wolff
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Innehalten für ein Foto - das muss Michael Walchhofer trotz der Liebe zur Geschwindigkeit häufig, wenn ihn Fans ansprechen.
Keine langen Wege: Von der Piste gleitet man direkt in den Ort Zauchensee. Foto: Verena Wolff
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Keine langen Wege: Von der Piste gleitet man direkt in den Ort Zauchensee.

Wintersport

Skifahren mit dem Weltmeister: Zur Abfahrt in Zauchensee

In Zauchensee geht ein früherer Abfahrts-Profi mit seinen Gästen auf die Piste: In dem Skigebiet im Salzburger Pongau hat Michael Walchhofer die ersten Schwünge gemacht.

Zauchensee - Langsam kann er nicht. Zwar spricht Michael Walchhofer immer wieder davon, die Pisten in Zauchensee gemütlich hinunterzufahren. So, dass jeder seiner Mitfahrer ihm hinterherkommt - nicht nur die furchtlosen Rennfahrer, die seit Kindertagen auf den Skiern stehen.

Doch Walchhofer ist Profi im Ruhestand, Abfahrts-Weltmeister, Weltcup-Sieger. Von weiten Bögen hält er nichts. Seine Disziplin ist der Speed. Und: Er kennt das Skigebiet im Salzburger Land wie seine sprichwörtliche Westentasche. Denn hier hat er das Skifahren gelernt.

Im Winter geht er gelegentlich mit den Gästen auf die Piste. Die Familie Walchhofer gehört zu den Urgesteinen in dem kleinen Ort. Das ganze Jahr über wohnen exakt 51 Menschen hier auf 1350 Metern Höhe. Im Winter stehen gut 1800 Hotelbetten für die Wintersportgäste bereit. Viel los ist trotzdem nicht. Wer bummeln gehen will oder einen Supermarkt sucht, muss ins nahe gelegene Altenmarkt fahren. Vor 50 Jahren standen in Zauchensee nur ein paar Almhütten.

"Da hatten ein paar Leute eine Vision, als sie den Ort für den Wintersport erschlossen", sagt Veronika Scheffer, die Geschäftsführerin der Zauchensee Liftgesellschaft. Einer davon war ihr Vater, auch die Walchhofers waren dabei. "Hier gab es keine Infrastruktur, keine Straße und keinen Strom", sagt sie. Trotzdem gab es einen Lift, der zu Beginn jeden Sommer wieder abgebaut wurde. Dann entschloss man sich, eine feste Bergbahn zu bauen. Heute werden die rund 82 Pistenkilometer von 33 Liftanlagen bedient - in Zauchensee, Flachauwinkl und Kleinarl sowie in Radstadt und Altenmarkt.

Auf der steilsten Piste in Zauchensee kennt sich Walchhofer bestens aus - obwohl sie nicht zum Repertoire der Männer gehört. Die Weltcup-Piste ist einzig den Damen im Rennzirkus vorbehalten. Und die brauchen einen langen Atem auf der drei Kilometer langen Strecke, die auf 2176 Metern losgeht und 796 Meter niedriger endet. "Oben stürzt man aus dem Starthaus heraus, da ist man fast im freien Fall", sagt Walchhofer. Nur fünf Sekunden dauert es bei 70 Prozent Neigung, bis die Rennfahrer auf 100 Stundenkilometer beschleunigt haben.

Skifahrer und Wanderer können heute mit einer kleinen Standseilbahn auf das Plateau fahren, auf dem alle zwei Jahre das Starthaus für den Weltcup aufgebaut wird. Das erste Stück der Piste wird nur für diesen Zweck präpariert. Sonst ist hier ein Felsen, von dem es den Schnee bläst. Der Blick von ist einzigartig: bis zum Großglockner im Süden, über die gesamten Berge, die das zusammengeschlossene Skigebiet Ski amadé ausmachen mit seinen 760 Kilometern Pisten. Hier oben spielt Geschwindigkeit dann einen Moment lang mal keine Rolle.

Skifahren in Zauchensee: Reise-Infos

Reiseziel: Altenmarkt-Zauchensee liegt im Pongau, rund 70 Kilometer südlich von Salzburg. In Altenmarkt leben auf 842 Meter Seehöhe rund 3900 Einwohner, in Zauchensee (1350 Meter) sind es 51.

Anreise: Altenmarkt-Zauchensee liegt unweit der Tauernautobahn A10. Die Ausfahrt Flachauwinkel ist von München aus in zwei Stunden und von der Stadt Salzburg in etwa 45 Minuten zu erreichen. Mit dem Zug fährt man nach Bischofshofen, Radstadt oder Salzburg, von dort mit Bus weiter. Zum Flughafen Salzburg sind es etwa 75 Kilometer, zum Flughafen in München rund 200 Kilometer.

Skipasspreise: Tagespass (sechs Tage) in der Hauptsaison: Erwachsene 48 (241), Jugendliche 36 (181), Kinder 24 (120,50) Euro. Der Skipass gilt für den gesamten Verbund Ski amadé. Neben Abfahrten gibt es auch Möglichkeiten für Langlauf, Rodeln und Wanderungen.

Informationen: Altenmarkt-Zauchensee Tourismus, Sportplatzstr. 6, 5541 Altenmarkt-Zauchensee, Östereich (Tel.: +43 6452/5511, E-Mail: info@altenmarkt-zauchensee.at).

dpa/tmn

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