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Strandknigge

Benimmregeln für Badenixen

Egal ob an der Adria oder am Baggersee: Wenn es eng wird am Wasser, dann ist das Feingefühl besonders gefragt. Reiseexpertin Christina Bathmann stellte die wichtigsten Regeln aus dem Strandknigge zusammen:

1. Bekleidung

Mit oder ohne Badebekleidung – an deutschen Stränden ist textilmäßig so gut wie alles erlaubt. Wer allerdings in fremde Länder reist, sollte sich den dortigen Sitten anpassen, und das gilt beileibe nicht nur für arabische oder asiatische Urlaubsziele, an denen Menschen auch am Strand verhüllt herumlaufen. Auch Amerikaner sind beim Baden eher prüde und strafen mit Missachtung, wer das Töchterlein im knappen Bikini-Höschen am Strand spielen lässt. Zwar orientieren sich die Gepflogenheiten an den Privatstränden der Urlaubshotels üblicherweise an internationalen Standards und dort wird auch mal ein Auge zugekniffen. „Aber schließlich ist man zu Gast und sollte sich auch so benehmen“, sagt Christina Bathmann.

Umgekehrt gilt übrigens auch: Wenn ein Strand explizit als textilfreie Zone ausgewiesen ist, sollte sich der Urlauber nicht bekleidet unters nackte Volk mischen. Wer an FKK-Stränden sonnen möchte, trägt maximal eine Kopfbedeckung.

2. Alkohol

In der prallen Sonne sollten Urlauber ihren Alkoholkonsum lieber in Grenzen halten. Denn übermäßiges Trinken bei hohen Temperaturen kann böse enden, und die Folgen sind auch für andere unangenehm. So wurden jüngst sogar an der Partymeile Mallorcas, wo das Sangriasaufen aus Eimern erfunden wurde, die Zügel angezogen und strengere Regeln im Sinne der öffentlichen Ordnung eingeführt. Um nicht anzuecken, sollte man sich über die Alkohol-Gepflogenheiten des Landes in der Öffentlichkeit informieren, bevor man in den Urlaub fährt. In den USA etwa ist es üblich, Alkohol so zu trinken, dass andere ihn nicht sehen können – die Flasche oder Dose wird von einer Papiertüte bedeckt.

3. Abstand

Drei Meter Abstand zum Handtuch des Nachbarn sollte man mindestens einhalten. Wer Ball spielen möchte, achtet darauf, dass die anderen Strandbesucher keinesfalls in die Gefahr kommen, getroffen zu werden.

4. Intimitäten

Pärchen halten sich beim Austausch von Zärtlichkeiten am Strand besser zurück – vor allem in islamischen Ländern. In der Regel kommen Urlauber dort zwar mit einer Verwarnung davon, wenn sie sich in der Öffentlichkeit zu nahe kommen, wenn der Flirtpartner aber aus dem Kulturkreis des Ferienlandes stammt, werden die Sanktionen strenger.

5. Rauchfrage

An den Stränden von Bibione wurde gerade eine rauchfreie Zone eingerichtet. Auch in den USA darf nur an ausgewiesenen Plätzen geraucht werden. Wer sich nicht daran hält, muss mit Geldstrafen rechnen. Doch auch ohne Verbot sollte man als Raucher Rücksicht auf andere Badegäste nehmen. Je nach Windrichtung kann der Qualm für benachbarte Strandbesucher, vor allem Kinder, störend sein. Und: Kippen bitte im Müll entsorgen, gerade weil Kleinkinder die größten Sandbuddler sind und alles in den Mund stecken, was sie darin finden.

6. Sandiges

Nicht jeder liebt den Sand, und vor allem nicht überall. Noch schnell das Handtuch ausgeschüttelt, bevor es wieder in der Badetasche verschwindet. Aber besser, Sie achten vorher auf die Windrichtung, damit die Sache nicht ins Auge des Nachbarn geht. Am besten, man geht zum Ausschütteln seines Handtuchs an eine freie Stelle oder ans Wasser.

7. Tiere

Klar, auch Hunde lieben Wasser und freuen sich, wenn sie am Strand frei laufen dürfen. Dafür gibt es spezielle Hundestrände. Vor allem die Badeorte an Nord- und Ostsee sind gut auf die vierbeinigen Urlaubsgäste eingestellt. Wenn Herrchen sich aber nicht an die Regeln hält, drohen saftige Strafen. „An vielen Stränden sind Vierbeiner ganz verboten, an anderen gilt das Hundeverbot in der Hochsaison“, sagt Christina

Bathmann. Tierfreunde sollten sich rechtzeitig vor der Buchung über die Bestimmungen am Ferienort informieren. Es gibt auch explizite Hundehotels, die von der Ausstattung der Zimmer bis zum Gelände optimal auf Menschen eingestellt sind, die mit ihrem tierischen Freund urlauben wollen.

8. Abfall

Niemand liegt gerne neben Dosen, gebrauchten Taschentüchern und Tüten. Und die Drecksarbeit der Strandreinigung zu überlassen, die ja abends durchputzt, ist auch nicht die feine Art. Der Natur und den Mitmenschen zuliebe nimmt man seinen Müll am Ende des Tages wieder mit. Auch größere Abfall-Ansammlungen während des Aufenthaltes am Strand erfreuen weder Augen noch Nase des Nachbarn. So plant man lieber auch zwischendurch mal einen Gang zum Mülleimer. An manchen Urlaubsorten in Ägypten drohen sogar Geldstrafen, wenn Nahrungsreste am Strand zurückgelassen werden.

Top 10: Die schlimmsten Urlaubstypen

tz/mm/travelzoo

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