Am Toblacher See im Höhlensteintal hat Til Schweiger selbst viele glückliche Urlaube seiner Kindheit verbracht.
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Am Toblacher See im Höhlensteintal hat Til Schweiger selbst viele glückliche Urlaube seiner Kindheit verbracht. Nun drehte er mit Tochter Emma einen zauberhaften Familienfilm in Südtirol. Weil Emma so wenig Schultage wie möglich versäumen sollte, entstanden einige Wasserszenen aber an der Außenalster in Hamburg.

Eine Reise mit „Honig im Kopf“

Til Schweigers Blick für Südtirol

Til Schweiger hat mit „Honig im Kopf“ aus dem Mut zum Reise-Wagnis den Stoff für ein zauberhaftes Roadmovie gemacht. Schauplatz ist Südtirol, da wo der Schauspieler und Regisseur selbst die Urlaube seiner Kindheit verbrachte.

In „Honig im Kopf“ reist Tilda (gespielt von Schweigers Tochter Emma) mit ihrem an Alzheimer erkrankten Großvater Amandus (großartig besetzt mit Komiker Dieter Hallervorden) von Hamburg nach Italien. Am Bahnhof in Bozen steigt Amandus versehentlich aus dem Zug: der Anfang eines Abenteuers.

Til Schweiger.

„Seit meiner Kindheit bin ich ein großer Fan von Südtirol. Hier habe ich oft meine Ferien verbracht – und jetzt die perfekten Drehorte für den Film gefunden“, erzählt Til Schweiger. Am Toblacher See im Höhlensteintal zum Beispiel, auf 1259 Metern am Rande des Naturparks Fanes-Sennes-Prags, wo seltene Zug- und Wasservögel bis heute einen Rückzugsort finden. Oder im Dolomitental Villnöss, das Tilda und ihr Großvater als Beifahrer einer Nonne durchqueren. Das 24 Kilometer lange Tal mit seinen weiten satten Wiesen und verträumten Weilern gehört zur Ferienregion Eisacktal. Darüber thront die Geislergruppe mit ihren markanten Felstürmen und Bergspitzen.

Die Zufallsreisenden landen schließlich in dem Örtchen St. Magdalena, das über das barocke Ranuikirchlein hinweg auf die Geislergruppe einen der schönsten Fernblicke der Dolomiten zu bieten hat.

Wie keine andere Stadt in Südtirol zeigt Bozen, wo Enkelin und Großvater ihre abenteuerliche Reise beginnen, das Zusammenwachsen von Kulturen aus deutschen, österreichischen und italienischen Wurzeln zum typischen Südtiroler Lebensstil – traditionelle Stuben und moderne Modegeschäfte, italienisches Dolce Vita und alpines Brauchtum. Bozen, das ist der morgendliche Cappuccino auf dem Waltherplatz und der Bummel durch die eleganten Boutiquen unter den mittelalterlichen Laubengängen.

Bozen ist auch die Heimat von Ötzi. Die älteste Mumie der Welt liegt hier im Archäologiemuseum im Zentrum der Altstadt. Der Weg führt Tilda und ihren Großvater auch zum Franziskanerkloster. Es ist eine von mehr als 200 Burgen, Schlössern und Ruinen in Südtirols Süden.

„Honig im Kopf“ läuft ab 25. Dezember in den Kinos.

Überall in Südtirol trifft das ungleiche Paar im Film auf Menschen, die sie ein Stück des Weges mitnehmen. Und so gelangen Tilda und Amandus auch in das Hochpustertal, die östlichste Region Südtirols. Mitten in den Dolomiten, die Unesco-Welterbe sind, stehen hier mächtig und rau die Drei Zinnen. Wer Land und Leute kennenlernen und verstehen will, muss sich bewegen: Gipfelmärsche und Höhenwanderwege verleihen den Überblick; Spaziergänge und Streifzüge geben Zeit und Atem für Gedanken. Natürlich: Die Besteigung der Bergobelisken ist erfahrenen Alpinisten vorbehalten. Aber eine einfache Bergwanderung, wie im Film, tuts auch schon. Zum Beispiel die, die von Sexten aus zur Dreizinnenhütte und zum Sextner Stein führt. Oder man fährt die Passstraße über Misurina bis zur Auronzohütte. Oder man schaut einfach durch das kostenlose Fernrohr im Höhlensteintal und sieht eine Landschaft, so sanft wie Honig.

tz/mm

Die Reise-Infos zu Südtirol

REISEZIEL Südtirol ist die nördlichste Provinz Italiens, hat eine Fläche von 7400 Quadratkilometern und rund eine halbe Million Einwohner. Gedreht hat Til Schweiger seinen Film in der Provinzhauptstadt Bozen, im Dolomitental Villnöss am Fuß der Geislergruppe (wo u.a. das Dorf St. Magdalena liegt), im Höhlensteintal am Toblacher See am Rande des Naturparks Fanes-Sennes-Prags (wo er selbst viele Urlaube seiner Kindheit verbrachte) und im Hochpustertal.

FILM „Honig im Kopf“ läuft ab 25. Dezember in den Kinos.

RUMKOMMEN Wer auf seinem Road Trip anstatt mit dem Auto lieber mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, nutzt am besten die Mobilcard: Mit dieser kann an einem, drei oder sieben aufeinanderfolgenden Tagen das gesamte Angebot des Südtiroler Nahverkehrs genutzt werden. Die Museumobil Card erweitert dieses Angebot um den kostenlosen Eintritt in über 80 Museen und Sammlungen in der ganzen Region. Infos unter www.mobilcard.info.

WOHNEN Til Schweigers Film zeigt Südtirol als das ideale Familienreiseziel, eines, in dem sich jede Generation auf ihre Weise heimisch fühlt. Die passende Unterkunft für den Familienurlaub gibt es beispielsweise bei den Familienhotels (www.familienhotels.com) oder beim Urlaub auf dem Bauernhof, wie ihn die Vereinigung Roter Hahn vermittelt (www.roterhahn.it).

EXTRA-TIPP Schöner wohnen in der Jugendherberge. Das ehrwürdige historische Gebäude des ehemaligen Grand Hotel Toblach ist nach umfangreicher Renovierung heute eine Jugendherberge, die man aber ohne Altersbegrenzung und auch ohne Jugendherbergsausweis buchen kann. Unterbringung in Ein- bis Vier-Bett-Zimmern. Ü/F ab 24 Euro, mit Halbpension ab 32,50 Euro. Jugendherberge Toblach, Tel. 0039/0474/97 62 16, Internet toblach.jugendherberge.it.

KULINARISCH Inmitten des historischen Ensembles der Grand-Hotel-Gebäude steht in spannendem Kontrast der kubistische Glaspalast des Restaurats Tilia, in dem Chefkoch Chris Oberhammer phantasievolle Sterneküche serviert.

WEITERE INFOS Südtirol Tourismus Information in Bozen, Pfarrplatz 11, Tel. 0039/0471/99 99 99, Internet www.suedtirol.info. Online-Info über die einzelnen Regionen unter www.villnoess.com, www.eisacktal.com, www.hochpustertal.info, www.bolzano-bozen.it, www.suedtirols-sueden.info

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