Zugverspätung
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Bahnreisende haben ab einer Verspätung von einer Stunde Anspruch auf Entschädigung.

Verspätung?

So bekommen Bahnreisende Ihr Geld zurück

Haben Züge massiv Verspätung, steht Reisenden eine Entschädigung zu. Doch wie kommen Fahrgäste an ihr Geld?

Um diese zu bekommen, müssen Kunden der Deutschen Bahn ein sogenanntes Fahrgastrechte-Formular ausfüllen. Das erhalten sie entweder vom Zugbegleiter, an der DB Information, in den DB Reisezentren oder im Internet unter www.bahn.de/fahrgastrechte. Auf dem Formular muss die Verspätung vom Zugbegleiter per Zangenabdruck bestätigt werden. Die Mitarbeiter der DB Information und in den DB Reisezentren bestätigen sie, wenn ihnen entsprechende Daten vorliegen, erklärt die Deutsche Bahn. Reicht der Kunde das Formular zusammen mit der Originalfahrkarte im DB Reisezentrum ein, erhält er dort direkt seine Entschädigung.

Infos zu Entschädigung

Hier geht's zum Fahrgastrecht-Formular

Hat der Fahrgast keine Bestätigung seiner Verspätung erhalten oder möchte nur eine Kopie seiner Fahrkarte einreichen, wendet er sich an das Servicecenter Fahrgastrechte, 60647 Frankfurt am Main. Nur dort kann er auch Kosten geltend machen, die durch die Verspätung entstanden sind, wie zum Beispiel für Hotel oder Taxi. Alle Ansprüche müssen bis spätestens ein Jahr nach Ablauf der Gültigkeit der Fahrkarte geltend gemacht werden.

Unwetter und höhere Gewalt

Im September 2013 hatte der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschieden, dass Bahnkunden auch bei höherer Gewalt eine Entschädigung bekommen (Rechtssache C-509/11). Ihnen stehen etwa auch bei Verspätungen durch einen Sturm 25 Prozent des Fahrpreises als Entschädigung ab 60 Minuten Verspätung und 50 Prozent ab 120 Minuten zu.

Lässt sich das Unternehmen nicht auf die Forderung ein, obwohl der Kunde von seinem Recht überzeugt ist, kann sich dieser an die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (söp) wenden. Diese schaut sich den Einzelfall genau an und sucht gemeinsam mit dem Bahnunternehmen nach einer Lösung. Die söp kümmert sich neben Zugausfällen sowie Verspätungen und verpassten Anschlusszügen auch um Fälle, in denen dem Fahrgast fehlerhafte Informationen übermittelt wurden oder der Service mangelhaft war. Nach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ (Montag) sind im zu Ende gehenden Jahr bei der söp so viele Beschwerden eingegangen wie noch nie und gut 50 Prozent mehr als im Vorjahr.

Neues EU-Urteil: Diese Rechte haben Bahnkunden

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dpa

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