Stiftung Warentest hat Reisegepäckversicherungen unter die Lupe genommen. Foto: Holger Hollemann dpa
+
Stiftung Warentest hat Reisegepäckversicherungen unter die Lupe genommen.

Stiftung Warentest hat überprüft

Wann ist eine Reisegepäckversicherung sinnvoll?

Das Ergebnis von Stiftung Warentest: Die Policen haben viele Lücken. Längst nicht in jedem Fall gibt es also Geld zurück, wenn Gepäck beschädigt oder geklaut wird.

Berlin - Wenn Gepäck auf Reisen beschädigt wird oder verloren geht, ist das oft teuer und in jedem Fall ärgerlich. Reisegepäckversicherungen versprechen Schutz. Doch die Policen lohnen sich längst nicht immer und sind oft lückenhaft. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest nach einem Test von 14 Tarifen.

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Finanztest" (3/2016) erklärt sie, was Reisende wissen sollten:

Eine zusätzliche Versicherung ist oft nicht nötig

Wenn ein Koffer auf einem Flug oder einer Fahrt beschädigt wird oder abhanden kommt, kommt oft das Transportunternehmen für den Schaden auf. Und die Hausratversicherung zahlt zum Beispiel bei Diebstahl durch Einbruch ins Hotelzimmer.

Für Schiffs- und Fernbusreisende kann die Versicherung sinnvoll sein

Eine Reederei zahlt bei Diebstahl aus der Schiffskabine nicht, ein Busunternehmen nur bei grobem eigenen Verschulden. Dagegen greift die Reisegepäckversicherung, wenn ein Koffer oder eine Tasche aus der Kabine oder dem Gepäckraum im Bus gestohlen wird. Wer hier auf Nummer sicher gehen will, für den lohnt die Police, erklärt die Stiftung Warentest. Wer keine Hausratversicherung hat, kann sich durch eine Gepäckversicherung ebenfalls absichern.

Wertsachen im Koffer sind in der Regel nicht versichert:

Kaum eine Reisegepäckversicherung zahlt für den Verlust von Wertsachen, die im Koffer zum Transport aufgegeben oder ungeschützt in Hotelzimmer oder Schiffskabine aufbewahrt wurden. Bargeld, Kreditkarten, Fahrkarten und Flugtickets sind ganz oder weitgehend vom Schutz ausgeschlossen. Wird Reisegepäck aus Auto, Boot oder Zelt geklaut, gilt der Schutz oft nur tagsüber. Auch Kontaktlinsen und Prothesen sind meist nicht versichert, manchmal auch keine Brillen und Hörgeräte.

Es gibt einige Sonderregeln:

Schmuck muss immer im Tresor aufbewahrt werden, sonst kommt die Versicherung bei Verlust nicht für den Schaden auf. Foto- und Filmausrüstung ist nicht geschützt, wenn sie im Auto, Boot oder Zelt zurückgelassen wird. Elektronische Geräte sind oft ebenfalls nicht versichert. Wenn doch, wird ab einem bestimmten Alter nur der Zeitwert des Gerätes erstattet - und nicht der Neuwert.

dpa/tmn

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Mittelmeer erwärmt sich: Badetemperaturen weltweit

Urlauber müssen nun nicht mehr Fernziele ansteuern, um ins warme Meerwasser tauchen zu können. Auch an der türkischen Mittelmerküste ist nun baden ohne Frösteln möglich.
Mittelmeer erwärmt sich: Badetemperaturen weltweit

Touris zerstören Natur: Thailand sperrt Insel für Besucher

Thailand hat den Zugang zu der Insel Tachai im Similan Nationalpark nordwestlich von Phuket aus Umweltschutzgründen gesperrt. Die Natur müsse sich ungestört erholen.
Touris zerstören Natur: Thailand sperrt Insel für Besucher

Sommerliche Reisetipps: Blaues Blut, Weltmusik und Bier

Das unterfränkischen Bad Kissingen feiert die Entdeckung seiner Heilquelle - mit historischen Gästen. Im südfranzösischen Arles treffen sich 200 Musiker. Und in …
Sommerliche Reisetipps: Blaues Blut, Weltmusik und Bier

Warum es keine Hotelzimmer mit der Nummer 420 gibt

Viele Mythen ranken sich um Zahlen - So gibt es beispielsweise wenige Hotelzimmer mit der Nummer 13. Aber was hat es mit der Zahl 420 auf sich?
Warum es keine Hotelzimmer mit der Nummer 420 gibt

Kommentare