Einer der Youngster als Hoffnungsträger der SpVgg Unterhaching: Lucas Hufnagel. Foto: Robert Brouczek

Hoffnung Jugendkonzept

Unterhaching - Vor dem Auswärtsspiel bei Rot-Weiß Erfurt hat die SpVgg Unterhaching mit großen Personalsorgen zu kämpfen. Zu einer Handvoll Verletzten kommen auch noch zwei Gelbsperren.

VON CHRISTIAN AMBERG

Bange ist den Verantwortlichen bei der SpVgg dennoch nicht. Denn bereits gegen Karlsruher SC gelang vor einer Woche ein überraschender Sieg, bei dem nur noch Fragmente der ursprünglichen Startelf auf dem Platz standen. Die jüngste Anfangsformation aller Zeiten inklusive zwei A-Junioren bot dem Tabellenführer Paroli. Der Beleg, dass das Konzept funktioniert. Weil Philosophie, Trainingsinhalte und Spielsystem nicht nur bei den Profis, sondern bereits in den Jugendmannschaften gleich praktiziert werden, finden sich Spieler der zweiten Reihe schnell zurecht.

Das wird auch am Samstag (14 Uhr) in Erfurt nötig sein. Denn da fallen mit Innenverteidiger Maximilian Drum und Mittelfeldspieler Yasin Yilmaz zwei Stammkräfte aus, die gegen den KSC die jeweils fünfte Gelbe Karte sahen. Die Abwehrspieler Daniel Hofstetter (Innenband im Knie), Luka Odak (Knie) und Markus Schwabl (Außenband) fehlen verletzungsbedingt weiterhin, auch Benjamin Kauffmann (Syndesmose) ist nicht einsatzbereit. Die Ersatzleute, die in die Bresche springen sollen, wie etwa Quirin Moll fürs defensive Mittelfeld, haben aber keinen Wettbewerbsnachteil. „Sie haben immer ihre Spielzeiten in der zweiten Mannschaft bekommen, deswegen fallen sie nicht ins kalte Wasser“, betont Teamchef Manuel Baum.

Vom Tabellenbild her geht die SpVgg (Siebter) als vermeintlicher Favorit ins Rennen gegen die Thüringer, die aktuell den 15. Platz belegen. Die Personaldecke wie auch der Rückrundenverlauf lassen allerdings darauf schließen, dass sich eine offene Partie entwickeln dürfte. Trotz des Sieges gegen Karlsruhe ist Unterhachings Bilanz mit nur zwei Siegen und zwei Remis im Jahr 2013 nicht berauschend. „Das KSC-Spiel war ein Super-Ergebnis, aber wir hätten auch verlieren können“, erinnert Cheftrainer Claus Schromm, „das sollten wir nicht überdramatisieren.“

Erfurt verlor diese Woche das Nachholspiel gegen Spitzenreiter Karlsruhe, hat aus den letzten zehn Partien aber immerhin auch vier Siege eingefahren und stemmt sich mit aller Kraft gegen den Abstieg. „Es ist eng da hinten“, sagt Schromm, „Erfurt wird sicher alles daran setzen, die Punkte zu behalten.“

Quelle: fussball-vorort.de

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