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Der Kapitän geht mit gutem Beispiel: Nach missratener erster Hälfte brachte Korbinian Steigenberger (weißes Trikot) mit seinem Treffer kurz nach der Pause die Raistinger auf die Siegerstraße.

2:0 gegen Mering

Raisting: Nicht meisterlich, aber erfolgreich

SV Raisting – Die erste Halbzeit war richtig schlecht. Die zweite war besser, aber insgesamt auch nicht überragend. Am Ende hatte der SV Raisting sein Heimspiel am gestrigen Mittwochabend gegen den SV Mering dennoch mit 2:0 (0:0) gewonnen.

von Stefan Schnürer

Und wer auch solche Partien zu seinen Gunsten entscheidet, der hat am Ende schon auch mal den Titel geholt. Meister sind die Raistinger zwar noch lange nicht, doch zumindest haben sie die Tabellenführung in der Landesliga Süd/West vorerst auf komfortable sechs Punkte ausgebaut. In der ersten Hälfte überprüften die Gastgeber vorwiegend die Leidensfähigkeit seines Anhangs.

Der Beginn war immerhin noch einigermaßen ordentlich. Nach einer Ecke von Georg Reich verpasste der ansonsten sehr unfällige Ludwig Huber mit einer Direktabnahme von der Strafraumgrenze das Meringer Gehäuse nur knapp (4.). Danach aber agierten die Hausherren so wie ein Borussia-Dortmund- Fanclub, der den Sieg gegen Malaga zu intensiv gefeiert hatte.

Fehlpass reihte sich an Fehlpass, und im Zweikampf waren die Raistinger Spieler stets zweiter Sieger. „Leute, das ist alles so lätschert“, schimpfte Trainer Robert Färber. Seine Mannschaft konnte von Glück reden, dass die technisch versierten und laufstarken Meringer vor dem gegnerischen Gehäuse zunächst relativ harmlos blieben. Doch das sollte sich im Laufe der ersten Hälfte ändern. Nach einer weiten Vorlage lupfte Agustin Barbano im vollen Lauf den Ball über SVR-Torhüter Urban schaidhauf, zum Glück für die Hausherren aber auch am Kasten vorbei (28.).

Nur zwei Minuten später tauchte Simon Huber frei vor dem Raistinger Tor auf, doch Schaidhauf wehrte dessen Schuss mit einem tollen Reflex ab (30.). In der Kabine hatte Coach Färber offensichtlich die richtigen Worte gefunden: „Ich habe den Kameraden, dass wir so kein Spiel gewinnen.“ Prompt präsentierte sich die Defensive wesentlich kompakter, und vorn gingen die Gastgeber konsequent zu Werke, auch „wenn unsere Tore nicht wirklich hundertprozentige Chancen waren“, wie Färber feststellte.

Es waren noch keine drei Minuten absolviert, als der SVR zum ersten Mal zuschlug: Nach einer weiten Freistoß-Hereingabe von Simon Nutzinger stieg Korbinian Steigenberger hoch und köpfte aus kurzer Distanz zum 1:0 ein (48.). „Jungs, jetzt ist wieder Leben drin“, lobte auch Färber den jetzt engagierten Auftritt seines Ensembles. Danach verfiel sein Team kurzzeitig wieder in den alten Trott, was sich aber zumindest einmal noch als Glücksfall erweisen sollte.

Da Christoph Schmitt keine geeignete Anspielstation fand, hämmerte er den Ball aus etwa 25 Metern einfach aufs Tor. Der Ball schlug zum 2:0 im Winkel des Meringer Tores ein (63.). Im Gegenzug hätten es die Gäste fast wieder spannend gemacht: Nach einer Ecke kam Christian Luichtl unbedrängt zum Kopfball, doch Georg Reich rettete auf der Torlinie (65.).

Quelle: fussball-vorort.de

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