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Martin Buchwieser muss sich auf eine lange Strafe gefasst machen.

Mindestens acht Spiele Sperre

EHC-Buchwieser droht eine Hammerstrafe

München - Immer wieder Düsseldorf! Der EHC RB München hat bei der DEG, den Bad Boys der Liga (907 Strafminuten), bisher immer gepunktet. Aber oft bezahlten die Münchner einen hohen Preis dafür.

So auch am Sonntag. Der 3:2-Pflichtsieg könnte noch üble Folgen haben. Im schlimmsten Fall ist die Saison für Martin Buchwieser und Martin Hinterstocker bereits beendet! Der erste Aufreger der Partie: Hinterstocker knallte in der vierten Spielminute vornüber gegen die Bande. Er war am Sonntag im Kernspin, am Dienstag wird die Diagnose veröffentlicht.

Der zweite Aufreger geschah zur zweiten Pause: Buchwieser und Ashton Rome waren aneinandergeraten, nicht das erste Mal an diesem Nachmittag. Linienrichter Andreas Kowert und sein Kollege gingen dazwischen. EHC-Manager Christian Winkler beschreibt den weiteren Ablauf so: „Martin wurde angepöbelt, daraufhin ist er zu Rome hingefahren. Als Martin seinen Gegenspieler wegschieben wollte, hat er aus Versehen den Schiedsrichter erwischt. Und den darf man eben nicht berühren.“ Buchwieser rempelte Kowert mit dem Stock an und erhielt dafür eine Matchstrafe, die Rote Karte im Eishockey. Der EHC-Star ist zumindest für die nächste Partie gesperrt, der DEL-Disziplinarausschuss ermittelt zudem gegen ihn.

Acht bis 32 Spiele Sperre

Spielbetriebsleiter Jörg von Ameln teilt auf tz-Anfrage mit: „Der Strafrahmen nach Disziplinarordnung ist acht bis 32 Spiele Sperre. Ein Termin für die Verhandlung steht noch nicht fest.“ Sie wird in den kommenden Tagen sein. Winkler beschwichtigt: „Die ganze Geschichte war unglücklich. Martin muss einfach lernen, in solchen Situationen kühlen Kopf zu bewahren.“ Für den EHC wäre ein längere Sperre, zu der noch ein zusätzliches Spiel Zusehen wegen der dritten großen Strafe in dieser Saison dazukommt, katastrophal. Denn Buchwieser ist Münchens Toptorjäger, Topscorer und Mannschaftskapitän. Seinen Ausfall (und den Hinterstockers) könnte der EHC nur schwer verkraften. Jetzt, mitten im Play-off-Kampf!

Als vergleichbaren Disziplinarfall nennt von Ameln den Fall Simpson (2006/07). Hannovers Raubein wurde nach einem absichtlichen Angriff auf einen Unparteiischen gemäß IIHF Regel 550 f) für zwölf Spiele aus dem Verkehr gezogen! Er hatte Schiedsrichter Martin Reichert nach einer umstrittenen Strafe mit den Fäusten traktiert. Für Simpson hatte die Sache ein tragisches Nachspiel: Der NHL-Klub New York Islanders hatte ihn kurzfristig verpflichtet. Er durfte aber wegen der Sperre aus Deutschland nicht spielen - und beendete daraufhin seine Karriere.

Martin Wimösterer

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