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Christian Winkler.

Viele offene Fragen

EHC: Strategie-Poker auf Eis

MÜnchen - Beim EHC RB München sind derzeit viele Fragen offen. Wann äußerst sich Red Bull zur Zukunft? Wie geht es mit der Halle weiter - und wie verläuft die sportliche Entwicklung?

"Es wird ein Neun-Punkte-Spiel“, sagt Christian Winkler. Der Manager des EHC RB München meint damit den Playofffight Dienstagabend gegen Iserlohn (19.30 Uhr, Eishalle). Die Roosters liegen vier Punkte hinter den Playoffplätzen, drei hinter dem EHC. Verteidiger Sören Sturm bleibt trotz des Drucks in diesem Spiel cool: „Damit sollten wir leben können.“

So übersichtlich geht es auf der sportpolitischen Ebene nicht zu. Rund um den EHC läuft ein Strategiespiel ab, mit einigen Mitspielern: Eigentümer Michael Phillips. Der EHC. Der mögliche Käufer Red Bull. Die Stadt als potentieller Hallenbauer. Die Olympiapark-GmbH. Der FC Bayern als Co-Hallenforderer. Jede Aktion, jede Aussage beeinflusst das Konstrukt.

Da war es eine kleine Bombe, die Geschäftsführer Claus Gröbner auf der Fan-Party des EHC RB München platzen ließ. Eigentümer Phillips habe ihm gesagt, dass es im kommenden Jahr auf alle Fälle DEL-Eishockey in München geben werde. Aufatmen bei den Fans.

"Neue Faktenlage"

Bis dahin hatte sich der EHC sehr zurückgehalten, was Informationen zum RB-Einstieg und die kommende Saison betrifft. Warum ging Gröbner gerade jetzt damit an die Öffentlichkeit? Die tz sprach ihn darauf an.

Dass Phillips mit seiner Aussage bewusst Bewegung in das Verhandlungsgeflecht bringen wolle, hält Gröbner für „überinterpretiert“. Grund für die Äußerung sei die „natürliche neue Faktenlage, die wir geschaffen haben, indem wir die 100 000 Euro hinterlegt haben.“ Phillips zahlte diese Sicherheitsleistung, die der jährlichen Lizenzprüfung der DEL-Klubs im April und Mai vorangeht. „Meine Aussage bezog sich allein darauf“, beschwichtigt Gröbner.

Nachdem zumindest schon einmal feststeht, dass es in München weitergeht – wird jetzt mit den Spielern verhandelt? Sturm etwa, der noch keinen neuen Vertrag hat, liegen „andere Angebote“ vor. „Aber ich fühle mich wohl hier und man hat mir viel gegeben. Das würde ich gerne zurückgeben.“ Doch Sturm muss weiter warten – denn dazu muss der EHC über das Budget Bescheid wissen. Die Höhe hängt auch davon ab, ob RB komplett einsteigt, als Sponsor bleibt oder Phillips den Laden selbst weiterführt.

wim

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