Eishockey, Deutschland-Cup, Patrick Reimer
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Der Deutsche Patrick Reimer (l) erzielt das 2:1 gegen den Schweizer Torwart Daniel Manzato (r).

Deutschland-Cup

Reimer führt DEB-Team zu Auftaktsieg

München - Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat mit einem überzeugenden Auftaktsieg gegen den Erzrivalen Schweiz den sechsten Turniersieg beim Deutschland Cup fest im Visier.

Der überragende Rückkehrer Patrick Reimer hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft beim 25. Deutschland-Cup zu einem Auftakt nach Maß geführt. Auch dank zweier Treffer des Nürnbergers hat das Team von Bundestrainer Pat Cortina die erste Hürde auf dem Weg zum angestrebten Turniersieg genommen. Nach einer phasenweise überzeugenden Leistung setzte sich die DEB-Auswahl gegen die Schweiz mit 3:1 (1:0, 1:1, 1:0) durch.

Reimer, der erstmals seit April 2013 wieder ein Länderspiel bestritt und dem lange ein angespanntes Verhältnis zu Cortina nachgesagt wurde, brachte die DEB-Auswahl in der 16. Minute in Führung besorgte in der 29. Minute im Powerplay auch den zweiten Treffer. Im zweiten Drittel war Reto Suri (26.) zunächst der Ausgleich für die Eidgenossen gelungen. Thomas Oppenheimer (60.) setzte ins leere Tor den Schlusspunkt.

Goalie über Reimer: "Das war das Comeback des Tages"

„Wir wollten einen guten Start. Das war eine starke, geschlossene Mannschaftsleistung. Wir haben verdient gewonnen“, sagte Reimer, der mit seiner Leistung beim Comeback zufrieden war: „Sehr schön, mir ist ein gutes Spiel gelungen. Goalie Dennis Endras geizte nicht mit Lob für den Rückkehrer: "Das war das Comeback des Tages.“

Auf große Höhepunkte warteten die Zuschauer in der Münchner Olympia-Eishalle zu Beginn vergeblich. Die DEB-Auswahl erspielte sich zwar sofort optische Vorteile, wurde aber erst gegen Ende des ersten Drittels druckvoller. Probleme hatten die Deutschen überwiegend mit der Schweizer Angriffsreihe um den Torschützen Suri, die ein ständiger Unruheherd war. Offensiv setzte das DEB-Team immer wieder eigene Akzente und entlastete so auch den souverän agierenden Torhüter Endras.

Der Hamburger Thomas Oppenheimer (16.) hatte mit einem Direktschuss zunächst die beste Gelegenheit, bevor Reimer nach Zuspiel des Kölners Philipp Gogulla seine technischen Fähigkeiten ausspielte und den Schweizer Goalie Daniel Manzato austanzte. Danach hätten Marcel Noebels (17.) und erneut Oppenheimer (19.) das Ergebnis ausbauen können.

"(...)Nur noch eine WM, um unsere Platzierung zu korrigieren"

Im zweiten Abschnitt wurden die Eidgenossen gefährlicher, aber dann bewies Reimer auf engstem Raum Übersicht und verwandelte einen Abpraller aus kurzer Entfernung. Bis zum Schluss blieb die Begegnung umkämpft, auch weil dem DEB-Team manchmal die Durchschlagskraft fehlte.

Für den Deutschen Eishockey-Bund und Cortina ist das Heimturnier der Start in eine entscheidende Spielzeit. Nach der WM 2015 im Mai in Prag wird mit Blick auf die Qualifikation für Olympia 2018 ein Strich unter die Weltrangliste gezogen. „Wir haben nur noch eine WM, um unsere Platzierung zu korrigieren“, hatte DEB-Präsident Franz Reindl dem SID gesagt und zum seit 2012 amtierenden Trainers ergänzt: „Das Resümee der drei Jahre ziehen wir nach der WM. Das Ergebnis ist entscheidend.“ Cortinas Vertrag endet dann.

Deutschland am Samstag gegen Slowakei, am Sonntag gegen Kanada

Der direkte Weg nach Pyeongchang, den der 50-Jährige bei seinem Antritt ins Visier genommen hatte, ist praktisch schon verbaut. Deutschland liegt nach der miserablen WM 2014 auf Rang 13, nur die ersten Acht lösen das Ticket sofort, mindestens Platz elf muss es sein, um zumindest das nötige Qualifikationsturnier in eigener Halle spielen zu können. Dieses hat Reindl für Cortina als Minimalziel ausgegeben.

Am Samstag (16.15 Uhr/Sport1) trifft Deutschland auf die Slowakei, die mit einem überzeugenden 4:1 gegen Kanada ins Turnier gestartet war. Die Ahornblätter sind dann zum Abschluss am Sonntag (16.45 Uhr/Sport1) Gegner des Gastgebers.

SID/dpa

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