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US-Spieler Justin Abdelkader gegen DEB-Keeper Danny aus den Birken.

Eishockey

DEB-Team kassiert fünfte Pleite in Serie

Minsk - Nach der fünften Niederlage in Folge hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft die WM in Minsk mit der schlechtesten Platzierung seit dem Debakel 2009 abgeschlossen.

Das Team von Bundestrainer Pat Cortina verlor auch sein letztes Spiel gegen den Olympiavierten USA mit 4:5 (0:0, 3:3, 1:2) und kann bestenfalls noch WM-13. werden.

Damit rutschte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) in der Weltrangliste vom elften auf den 13. Platz ab, die Direkttickets für Olympia 2018 sind praktisch schon jetzt außer Reichweite. Vor fünf Jahren war sie als 15. nur deshalb nicht abgestiegen, weil sie Gastgeber der folgenden WM war.

Der Kölner Alexander Weiß (24.), der Mannheimer Kai Hospelt (31. ), Ausnahmetalent Leon Draisaitl (36.) und AHL-Profi Tobias Rieder (59.) erzielten vor 11.845 Zuschauern in der Minsk Arena die Tore für das deutsche Team, das erstmals seit 1991 in fünf WM-Spielen in Folge ohne einen einzigen Punkt blieb. Justin Abdelkader (22. und 56.), Drew Shore (28.), Matt Donovan (33.) und Johnny Gaudreau (43. ) trafen für die Amerikaner, die sich bereits zuvor für das Viertelfinale qualifiziert hatten.

Zu seinem WM-Debüt kam Torwart Danny aus den Birken vom deutschen Vizemeister Kölner Haie, der bislang lediglich zweimal auf der Bank gesessen hatte. Der 29-Jährige führte sich mit einer Parade bei der ersten US-Großchance durch Craig Smith gleich gut ein (3.).

Seine Vorderleute jubelten nur zwei Minuten später - allerdings verfrüht. Denn der Treffer von Jubilar Yannic Seidenberg wurde nach Ansicht der Videobilder nicht anerkannt. Der Münchner, der sein 100. Länderspiel bestritt, hatte den Puck nach einem Pass des Ausnahmetalentes Leon Draisaitl mit dem Schlittschuh über die Linie bugsiert - per Hackentrick (5.).

Gleich dreimal bot sich dem Cortina-Team im Auftaktdrittel die Chance, die miserable Überzahlausbeute zu verbessern. Doch klare Tormöglichkeiten sprangen nicht heraus. Im Mittelabschnitt wurde das Powerplay zunächst noch schlechter. Nachdem Weiß mit einem erfolgreichen Alleingang die US-Führung durch Abdelkader ausgeglichen hatte, schlug es bei deutscher Überzahl auf der falschen Seite ein: Shore trickste Verteidiger Constantin Braun aus und überwand aus den Birken.

Erst im insgesamt 26. Versuch gelang der DEB-Auswahl das zweite Überzahltor des Turniers. Einen Querpass von Thomas Oppenheimer verwertete Hospelt zum erneuten Ausgleich. Warum er beim NHL-Draft im Juni ganz vorne erwartet wird, zeigte Draisaitl bei seinem ersten WM-Tor: Der 18-Jährige schloss ein sehenswertes Solo mit dem 3:3 ab.

Beim vierten Treffer der Amerikaner mussten die Schiedsrichter erneut den Videobeweis bemühen, weil sie Gaudreaus Schuss gegen das hintere Torgestänge als Lattentreffer gesehen hatten.

sid

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