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Sidney Crosby.

Auch Superstar Crosby betroffen

Mumps-Ausbruch bereitet NHL Sorgen

Pittsburgh - Von wegen Kinderkrankheit. Ein unerwarteter Mumps-Ausbruch bereitet der NHL Sorgen. Nun wurde auch bei Superstar Sidney Crosby die ansteckende Virusinfektion festgestellt.

Die vermeintliche Kinderkrankheit Mumps hält die nordamerikanische Eishockey-Profiliga NHL in Atem. Nun wurde auch bei Penguins-Superstar Sidney Crosby die ansteckende Virusinfektion festgestellt. Bereits elf Spieler hat es in der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga bisher erwischt. Die allgemeine Unsicherheit ist groß. "Die Krankheit verbreitet sich gerade durch die Liga und niemand weiß, wie weit sie sich noch ausdehnen wird", erklärte Pittsburgh Penguins-Manager Jim Rutherford besorgt. "Wir beobachten die Entwicklungen ganz genau." Neben Crosby sind auch Profis der Anaheim Ducks, Minnesota Wild, New Jersey Devils und New York Rangers von Mumps betroffen.

Liga und Spielergewerkschaft sahen sich sogar gezwungen, alle 30 Teams über die Symptome und Behandlungsmöglichkeiten der ansteckenden Virusinfektion aufzuklären. "Das ist zweifellos ein unerwarteter Ausbruch, der bei den Teams ungewollte Aufregung ausgelöst hat, aber darüber haben wir leider keine Kontrolle", sagte NHL-Vizechef Bill Daly. "Solange unsere Clubs alles tun, um das Risiko der Ansteckung zu minimieren, hoffen wir, dass wir bald wieder zur Normalität zurückkehren können."

Der Ausbruch bei Crosby ist jedoch ungewöhnlich. Zwar war seine rechte Gesichtshälfte geschwollen, die typischen Anzeichen wie Fieber und Schüttelfrost traten bei ihm aber nicht auf und zahlreiche durchgeführte Test waren negativ. Zudem hatte der Sturmstar erst im Vorfeld der Olympischen Winterspiele von Sotschi eine Mumps-Impfung erhalten. Trotzdem bestätigten die Penguins am Sonntag die Mumps-Diagnose bei Crosby.

"Es war schon überraschend, dass Sid das jetzt bekommen hat. Man hat uns aber gesagt, dass er weitgehend über den Berg ist und bald wieder spielen kann", sagte Penguins-Verteidiger Christian Ehrhoff der Deutschen Presse-Agentur. Um ganz sicher zu gehen, dass keine Ansteckungsgefahr mehr besteht, will der Verein Crosby erstmal weiter vom Team fernhalten.

Nachdem vor zwei Wochen die ersten Fälle von Ziegenpeter in der NHL bekanntwurden, hatte Pittsburgh alle Spieler auf ihre Mumpswerte testen lassen. Dabei habe Crosbys Ergebnis einen hervorragenden Impfschutz aufgezeigt, sagte Penguins-Teamarzt, Dr. Dharmesh Vyas. Anders bei Ehrhoff. Seine Werte seien noch in Ordnung, aber im unteren Bereich gewesen. Deshalb habe er eine Auffrischung bekommen, berichtete Ehrhoff.

Der 32-Jährige ist wie Teamkollege Marcel Goc kürzlich Vater geworden und daher so vorsichtig, wie er nur irgendwie sein könne. "Aber einen 100-prozentigen Schutz gibt es ja leider nicht", sagte Ehrhoff.

dpa

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