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Deutschlands Eishockey-Cracks haben ein Testspiel gegen Rekordweltmeister Russland verloren. Vor allem eine verschlafene Startphase lud die Stars um NHL-Stürmer Alexander Owetschkin zum Toreschießen ein.

Von Owetschkin und Co. erschreckt

DEB-Auswahl unterliegt Russland

München - Deutschlands Eishockey-Cracks haben ein Testspiel gegen Rekordweltmeister Russland verloren. Vor allem eine verschlafene Startphase lud die Stars um NHL-Stürmer Alexander Owetschkin zum Toreschießen ein.

Alexander Owetschkin und seine „Sbornaja“ haben der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft gut zwei Wochen vor WM-Beginn einen kleinen Schrecken eingejagt. In einem Testspiel in München fügte der Rekordweltmeister der Auswahl von Bundestrainer Pat Cortina am Donnerstag eine 2:4 (0:4, 1:0, 1:0)-Niederlage zu und führte das deutsche Team in der Anfangsphase regelrecht vor.

Im viertletzten Testspiel vor der Abreise nach Minsk wurden die Gastgeber komplett überrumpelt. Phasenweise sah es nach einer schlimmen Demütigung aus. Aber Matthias Plachta von den Adlern Mannheim (31.) und Russland-Legionär Felix Schütz (44.) sorgten mit ihren Ehrentreffern für ein einigermaßen erträgliches Resultat.

Ilja Nikulin (5.), Sergei Plotnikow (5.) und Wiktor Tichonow (6.) innerhalb von eineinhalb Minuten sowie Anton Glinkin (14.) schraubten das Ergebnis schon in den ersten 20 Minute in die Höhe. Beim Sturmlauf der Russen, die nach den blamablen Winterspielen im heimischen Sotschi viel gut zu machen haben und deshalb Stürmerstar Owetschkin schon zu den Testspielen aufs Eis beorderten, fand fast jeder Schuss den Weg ins Tor des Berliner Schlussmanns Rob Zepp.

Im Trikot des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) gab indes Tobias Rieder sein Debüt: Der 21 Jahre alte Stürmer von den Portland Pirates aus der zweitklassigen nordamerikanischen AHL lief am Mittwochmorgen erstmals mit dem Team zum Training aufs Eis und wurde von Cortina sofort für die Partie gegen den 26-maligen Weltmeister aufgestellt. Die ebenfalls erst in dieser Woche aus Nordamerika nominierten Philipp Grubauer und Marcel Noebels nahmen auf der Tribüne Platz.

Was sie dann zunächst sahen, machte wenig Hoffnung auf einen erfolgreichen Auftritt bei der WM in Weißrussland vom 9. bis 25. Mai. Keine sechs Minuten waren gespielt, da hatten die russischen Millionen-Cracks schon eine 3:0-Führung herausgeschossen und die Schläfrigkeit in der DEB-Hintermannschaft bestraft.

Erst mit der Zeit stellten sich die Hausherren auf den illustren Gegner ein. Nach einem Konter überwand Plachta den russischen Schlussmann Andrei Wassilewski mit einem platzierten Schuss und ließ den Großteil der 5100 Zuschauer in der Münchner Olympiahalle erstmals jubeln - davor waren eher vereinzelte „Rossija, Rossija“-Rufe der russischen Anhänger zu hören. Wassilewski leitete im letzten Drittel ungewollt das zweite deutsche Tor ein, als er den Puck weit vor dem Kasten Schütz in den Schläger spielte und der Stürmer von Admiral Wladiwostok aus der russischen KHL locker einschieben konnte.

Vor dem ersten Bully hatte Cortina klargestellt, dass er in Minsk auch mit Profis der Liga-Finalisten Kölner Haie und ERC Ingolstadt plane. Mit einem Kommentar hatte er zuvor für Verwirrung gesorgt. „Das war ein großes Missverständnis“, sagte er bei Sport1. „Für den Weltmeisterschafts-Kader, ganz logisch, haben wir Top-Kandidaten im Finale, und hoffentlich können wir diese Spieler einsetzen.“

dpa

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