Deutschland Schweiz Eishockey
+
DEB-Spieler Daniel Pietta (rechts) gegen Schweiz-Torwart Reto Berra.

WM in Weißrussland

Deutsches Eishockey-Team verliert erneut

Minsk - Das deutsche Eishockey-Nationalteam hat mit der zweiten WM-Pleite binnen 24 Stunden seine zuvor guten Aussichten auf das Viertelfinale fast schon verspielt.

Nach dem unglücklichen 2:3 (1:1, 1:2, 0:0) am Mittwoch gegen die zuvor noch punktlose Schweiz muss das Team von Bundestrainer Pat Cortina nun wohl entweder Rekordchampion Russland oder die USA schlagen, um doch noch die Runde der letzten Acht zu erreichen. Mit fünf Punkten bleibt die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) nach vier Spielen Fünfter der Gruppe B.

„Wir hätten mehr verdient gehabt“, sagte Routinier Kai Hospelt von den Adler Mannheim nach der vermeidbaren Pleite in dem wichtigen Spiel, in dem das junge deutsche Team vor allem im Schlussdrittel reihenweise gute Chancen nicht nutzte. „Natürlich war das eine große Chance, aber wir werden wieder aufstehen und weiterkämpfen“, meinte Stürmerkollege Alexander Barta nach seinem 150. Länderspiel.

Nächster Gegner ist am Samstag Gastgeber Weißrussland (15.45 Uhr/Sport 1). Bereits dann ist ein Sieg Pflicht, um die Chance auf das Viertelfinale zu wahren. „Das nächste Spiel zählt, alles andere interessiert nicht“, sagte Hospelt. Zwei Tore des Hamburgers Thomas Oppenheimer (14./48. Minute) waren vor 11 628 Zuschauern zu wenig für das Cortina-Team, das gegen den Vize-Weltmeister wie schon am Dienstag beim 0:4 gegen Finnland zunächst etliche Abwehrschwächen zeigte und später die nötige Effektivität vermissen ließ.

NHL-Profi Damien Brunner (13.), Denis Hollenstein (33.) und Kevin Romy (37.) zeigten sich bei der Schweiz, die mit drei Auftaktpleiten zuvor den schlechtesten WM-Start seit 19 Jahren erlebt hatten, wesentlich kaltschnäuziger.

Bundestrainer Cortina stellt Team wieder um

Bundestrainer Cortina reagierte auf das schlechte Spiel am Dienstag und stellte sein Team erneut um. Der Kölner Moritz Müller stand diesmal nicht im Kader, und AHL-Stürmer Marcel Noebels war im Angriff trotz bislang guter Leistungen überzähliger Mann. Dafür setzte Cortina etwas überraschend erneut auf Rob Zepp im Tor.

Der Berliner sah auch bei der Führung der Schweizer bei deutscher Unterzahl etwas unglücklich aus und ließ bei freier Sicht einen Schuss von Roman Josi durch die Schoner gleiten, den Brunner von den New Jersey Devils nur noch über die Linie bugsieren musste.

Auch im Mitteldrittel offenbarte das junge deutsche Team zahlreiche Abstimmungsprobleme und lud die Eidgenossen immer wieder zu Kontern ein. Auch zeigte sich der deutsche Erzrivale im Abschluss deutlich effektiver. Der Doppelschlag durch Hollenstein und Romy war folgerichtig, der 1:3-Rückstand verdient. Wie schon bei den Auftaktsiegen gegen Lettland und Kasachstan war immerhin auf WM-Neuling Oppenheimer Verlass. Mit seinem vierten Tor hielt der Hamburger die Deutschen zunächst im Spiel.

Allerdings konnte die junge DEB-Auswahl im Schlussdrittel auch beste Chancen nicht nutzen. Zunächst sorgten Mannheims Kai Hospelt und der junge Noebels von den Adirondack Phantoms immer wieder für Gefahr, konnten NHL-Keeper Reto Berra aber nicht überwinden. Vier Minuten vor dem Ende ließ der Torhüter aus Colorado Barta, Weiss, Felix Schütz und Constantin Braun reihenweise verzweifeln. In den Schlusssekunden rettete zudem noch die Latte bei einem abgefälschten Braun-Schuss.

Heiß auf Eis: Diese Damen säubern die NHL-Spielflächen

Heiß auf Eis: Diese Damen säubern die NHL-Spielflächen

Von Kristina Puck

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Ersatz für Hamburg: Bremerhaven erhält DEL-Lizenz

Bremerhaven - Die Fischtown Pinguins Bremerhaven erhalten die Lizenz für die Deutsche Eishockey Liga (DEL) und ersetzen die Hamburg Freezers. Dies gab die DEL am Freitag …
Ersatz für Hamburg: Bremerhaven erhält DEL-Lizenz

NHL: Boston Bruins lösen Vertrag mit Seidenberg auf

Boston - Dennis Seidenberg spielt künftig nicht mehr für die Boston Bruins. Der NHL-Klub löst den Vertrag mit dem Verteidiger auf. Ein Teil seines Gehalts ist ihm …
NHL: Boston Bruins lösen Vertrag mit Seidenberg auf

Kommentare