Andrew Lord ist wegen einer Gehirnerschütterung eine Saison ausßer Gefecht gewesen. foto: fkn

Groß, schwer, spielerisch stark

Garmisch-Partenkirchen - SC Riessersee kauft kanadischen Mittelstürmer Andrew Lord als Führungspersönlichkeit ein

Größer und schwerer wird die Mannschaft des SC Riessersee der Saison 2012/13. „Wir werden sicherlich körperlich mehr Präsenz zeigen als in der Vergangenheit“, sagt SCR-Geschäftsführer Ralph Bader. Einer, der den Schnitt in die Höhe treibt, ist Neuzugang Andrew Lord. Bei einer Größe von 1,91 Metern bringt er stolze 93 Kilogramm auf die Waage. Aber nicht nur seiner Statur wegen haben sich Bader und Riessersees Trainer Axel Kammerer veranlasst gesehen, den 27-Jährigen, der als Mittelstürmer eingeplant ist, zu verpflichten. Lord soll auch die spielerische Qualität innerhalb des Teams heben. „Wir haben ihn als absolute Führungspersönlichkeit eingeplant“, sagt Bader. Die ist der Kanadier bei seinen bisherigen Teams in der East Coast Hockey League oder der American Hockey League stets gewesen. „Diese Rolle will er auch bei uns übernehmen.“

In der vergangenen Saison bei den Oklahoma City Barons, die in der AHL als Farmteam der Edmonton Oilers antreten, konnte Lord allerdings nicht zeigen, was er kann. Eine Gehirnerschütterung setzte ihn eine ganze Spielzeit außer Gefecht. Eine schwere Hypothek. Und da sich Bader und Kammerer weigerten, die Katze im Sack zu kaufen, forderten sie ärztliche Gutachten an, die Lord bereitwillig zur Verfügung stellte. „Wir haben sie unseren Ärzten gezeigt, und die haben ihre Zustimmung gegeben.“ Dennoch soll Lord, der einen Ein-Jahres-Vertrag erhält, nach seiner Ankunft in Garmisch-Partenkirchen noch einmal genau untersucht werden.

Auf der Suche nach einem Europa-Engagement hatte sich Lord, der seinen Universitätsabschluss am Rensselaer Polytechnic Institute mit summa cum laude gemacht hatte, beim SCR beworben sowie bei anderen Zweitligisten. Der EV Ravensburg und Zweitligaabsteiger REV Bremerhaven sollen auch Interesse gezeigt haben, letztlich machte der SCR das Rennen. „Wir haben uns sehr um ihn bemüht und sind froh, dass er sich für uns entschieden hat“, sagt Bader. „Er weiß, dass der SCR für ihn ein Sprungbrett sein kann.“

Peter Reinbold

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