Weiterspielen oder aufhören? Der TEV Miesbach muss am Sonntag gewinnen, sonst ist die Bayernliga-Saison am kommenden Wochenende beendet. Foto: andreas leder

Keine Lust auf vorzeitigen Urlaub

Miesbach - Der TEV Miesbach muss am Sonntag gegen den TSV Peißenberg gewinnen, um seine Halbfinal-Chance zu wahren. Die Ausgangssituation ist eher nüchternd.

Betrachtet man die Tabelle der Bayernliga Zwischenrunde, so ist die Ausgangssituation für das Duell zwischen dem TEV Miesbach und dem TSV Peißenberg am Sonntag um 18 Uhr für die Hausherren eher ernüchternd. Mit nur einem Sieg aus bislang fünf Spielen ist der TEV aktuell Vierter. Ganz will Trainer Markus Wieland die Saison aber noch nicht abhaken. „Ich habe keine Lust auf vorzeitigen Urlaub und will am 3. März nicht zum letzten Mal in die Eishalle gehen“, sagt der TEV-Coach. Er glaubt noch an den Einzug ins Halbfinale, für den der zweite Platz in der Gruppe nötig ist. In der Tat gibt es noch eine Minimalchance.

Gewinnen die Miesbacher ihre letzten drei Partien, dann können sie nach Punkten noch zu Pfaffenhofen aufschließen - vorausgesetzt der EC punktet selbst nicht mehr. Dazu gilt es nun aber erst einmal Peißenberg zu bezwingen. Im Hinspiel ist das gelungen. Auf fremdem Eis setzte sich der TEV mit 3:2 durch - bislang der einzige Erfolg in der Zwischenrunde. Auch am Sonntag sind die Hausherren zum Siegen verdammt, sonst ist die Saison endgültig gelaufen. „Wenn wir das Spiel nicht gewinnen, dann ist es selbst mit meiner Euphorie vorbei“, sagt Wieland.

Die Ausgangssituation für die Gäste ist ähnlich. Auch sie müssen alle ausstehenden Partien gewinnen. Entsprechend ist eine spannende Begegnung zu erwarten. Personell könnten die Vorzeichen auf Seiten der Miesbacher durchaus besser sein. Doch das ist ja nichts Neues. Stefan Rohm (Bandscheiben), Max Schlosser (erkältet), Tobias Sterba (Nasenbein), Andreas Baumer (Außenband) und Max Hörmann (erkältet) fallen definitiv aus. Zudem sind Andreas Förg und Markus Busch angeschlagen. So spielt der TEV-Coach mit dem Gedanken, eine Junioren-Abwehrreihe zu bilden. Thomas Amann könnte dort beispielsweise mit Markus Seiderer auflaufen. Doch genau will sich Wieland noch nicht festlegen, solange der endgültige Kader nicht feststeht.

„Eine kleine Chance haben wir noch, und die wollen wir jetzt auch nutzen. Am letzten Spieltag der Vorrunde hat auch niemand mehr mit uns gerechnet“, erklärt Wieland. Dazu müssen die Miesbacher aber endlich auch die Scheibe über die Linie bringen. Die Chancenverwertung war zuletzt das große Manko. „Wir haben meist nicht schlecht gespielt. Vom Engagement her kann ich keinem einen Vorwurf machen. Aber wir schießen zu wenig Tore und unsere individuellen Fehler werden von den Gegnern eiskalt bestraft“, fasst der TEV-Trainer zusammen. In der Tat wäre auch am vergangenen Wochenende gegen Pfaffenhofen (1:3) und in Sonthofen (3:6) mehr möglich gewesen. Aber elf Tore in fünf Partien sind einfach zu wenig, um unter die besten vier Teams der Bayernliga einzuziehen.

„Peißenberg ist eine homogene Mannschaft, wir müssen dagegenhalten und endlich auch einmal in Führung gehen. Dann platzt in der Offensive der Knoten“, ist sich Wieland sicher. Nun liegt es an seinem Team, mit unbedingtem Zug zum Tor und einer konzentrierten Vorstellung den zweiten Sieg gegen die Eishackler einzufahren. Dies wäre zumindest schon einmal der erste Schritt, die Eiszeit in der Kreisstadt um die eine oder andere Woche zu verlängern.

Thomas Spiesl

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