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Teure Spieler wie Arjen Robben und Franck Ribéry schlagen im Effizienzranking stark zu Buche

Finanzexperten rechnen vor

In dieser Tabelle ist Bayern Vorletzter!

München - Der FC Bayern steuert auf seine beste Saison der Bundesliga-Geschichte zu, und doch gibt es eine ausgeklügelte Tabelle, in der der deutsche Rekordmeister ein Absteiger wäre!

Dass Geld Tore schießt, ist beim Blick auf die Tabelle nicht ganz von der Hand zu weisen. Schließlich geben der FC Bayern, Bayer Leverkusen, Borussia Dortmund und Schalke 04 mehr für ihre Spieler aus als ein Großteil der Konkurrenz. Vor allem Vereine, die dauerhaft im internationalen Geschäft tätig sein (wollen), greifen für ihren Kader tief in die Tasche. Solange sie die Champions-League- und Europa-League-Plätze erreichen, können sie das eingenommene Geld reinvestieren, und die Rechnung geht auf.

Im Tabellenkeller hingegen stehen die sparsameren Vereine wie der FC Augsburg und die SpVgg Greuther Fürth. Klubs wie der SC Freiburg beweisen jedoch, dass auch hier die Ausnahme die Regel bestätigt. Geld schießt also meistens Tore.

Das "Wall Street Journal" geht einen Schritt weiter und hat überprüft, ob das Geld genügend Tore schießt. Oder anders gefragt: Lohnt sich das viele Geld für die Tore? Wie ist das Preis-Leistungsverhältnis?

Die Erkenntnis der Finanzexperten: "Liga-Krösus Bayern München musste den sportlichen Erfolg teuer bezahlen." Während die Elf von Trainer Jupp Heynckes in der Liga der Konkurrenz enteilt ist, steht sie in der Effizienztabelle auf dem vorletzten Rang - wäre quasi ein Absteiger!

Alle Bundesliga-Trikots, die Sponsoren und wie viel sie bezahlen

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Wie das sein kann? Der FC Bayern hat laut "Kicker" einen Spieleretat von 125 Millionen Euro, viel mehr als die Konkurrenz. Nur der VfL Wolfsburg lässt für seine Profis annähernd viel springen - 90 Millionen Euro. Selbst Schalke 04 (65 Millionen Euro) und Borussia Dortmund (48,5 Millionen Euro) sind weit weg von den Ausgaben des FC Bayern.

Das "Wallstreet Journal" hat die Ausgaben nun dem Ertrag gegenübergestellt. Ein Tor, und das waren beim FC Bayern in der Hinrunde mit 44 Stück weit mehr als bei allen anderen Mannschaften, kostet den Verein umgerechnet 2,84 Millionen Euro. Ein Punkt - 42 in der Hinserie - kostet 2,98 Millionen Euro.

Zum Vergleich: Beim FC Augsburg, in der echten Bundesliga-Tabelle Vorletzter, kostet ein Tor 1,42 Millionen Euro, ein Punkt 1,89 Millionen. Weil die Schwaben in ihren Ausgaben zwar geizig waren, dabei aber auch kaum Tore und Punkte heraussprangen, sind andere Teams die wahren Helden in der Effizienztabelle.

Der SC Freiburg ist mit 670.000 Euro pro Tor und 620.000 Euro pro Punkt der effizienteste Klub der Liga - und in der echten Tabelle Sechster! Es folgen Mainz mit 710.000 Euro pro Tor und 650.000 Euro pro Zähler und Fortuna Düsseldorf mit 750.000 Euro pro Tor und 710.000 Euro pro Punkt. Mainz war zur Winterpause Tabellensechster, Aufsteiger Düsseldorf Dreizehnter.

Effizientester Topklub im Effizienzranking ist Bayer Leverkusen. Bei der Werkself, immerhin Zweiter hinter dem FC Bayern, ist das Preis-Leistungsverhältnis mit je 1,3 Millionen Euro pro Tor und Punkt äußerst gut. Geheimnis ist neben den vielen Toren und Punkten der verhältnismäßig günstige Kader, der 43 Millionen Euro kostet.

Negativbeispiel der Tabelle, und zwar egal welcher Tabelle, ist der VfL Wolfsburg. Schwindelerregende 90 Millionen Euro hat Platz 15 zur Winterpause aufgefressen, macht 5,29 Millionen Euro pro Tor und 4,74 Millionen Euro pro Punkt. Geld schießt eben doch nicht immer Tore ...

Hier sehen Sie die ganze Effizienztabelle, Stand Winterpause.

kim

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