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CL-Viertelfinale: Der FC Bayern trifft auf ...

Nachdem der FC Bayern doch noch Juventus Turin aus dem Rennen geworfen hat, haben wir schon einmal probeweise das Viertelfinale ausgelost.

Am Mittwochabend wurden Erinnerungen wach. An das Triplejahr des FC Bayern. Ob der Dreifach-Triumph heuer nun auch wieder Ziel der Münchner ist oder nicht, sei im Disput zwischen Uli Hoeneß und Matthias Sammer dahingestellt. Parallelen zu 2013 sind jedenfalls unverkennbar. Auch damals stand der Rekordmeister im Achtelfinale kurz vor dem Aus. Ein Tor fehlte dem FC Arsenal beim 2:0-Auswärtssieg im Rückspiel damals, um die Bayern nach deren 3:1 in London aus dem Wettbewerb zu kicken. Doch der FCB kam weiter und besiegte eine Runde später: Juventus Turin. Die Italiener sind bereits eliminiert, die Engländer ebenfalls draußen – doch der ein oder andere Kracher wartet heute Mittag (12 Uhr, hier im Live-Ticker) bei der Viertelfinal-Auslosung trotzdem auf die Roten. Wunschgegner gibt es wie immer keinen, dem ein oder anderen Verein würde FCB-Boss Karl-Heinz Rummenigge aber gerne aus dem Weg gehen. „Es gibt ein paar, die man jetzt nicht so gerne haben will. Aber warten wir es ab“, so Rummenigge. Wen hat er damit wohl gemeint?

Allen voran sicher den FC Barcelona. Die Katalanen zaubern sich in Spanien und Europa von Sieg zu Sieg und sind wettbewerbsübergreifend seit 38 Spielen ungeschlagen – Vereinsrekord. Im Vorjahr musste Pep Guardiola im Halbfinale gegen seinen Ex-Klub die Segel streichen, Lionel Messi & Co. waren zu stark für die Münchner. Aber: Wen besiegten die Bayern auf ihrem Weg zum Triple 2013 im Halbfinale? Richtig, den FC Barcelona. „Uns ist es egal, wer als nächster Gegner kommt“, meinte Manuel Neuer und schob selbstbewusst hinterher: „Ich glaube, es wünscht sich auch keiner Bayern München als nächsten Gegner.“ Vor allem nicht der VfL Wolfsburg, der nach drei Pleiten in Liga und Pokal gut auf das nächste Treffen mit dem FCB verzichten könnte. Auch Philipp Lahm wäre von einem deutschen Duell nicht begeistert: „Es ist nie schön, wenn zwei deutsche Mannschaften aufeinandertreffen.“ David Alaba: „Wir nehmen den, der kommt.“

Da wäre auch noch Manchester City, Peps künftiger Klub. Eine Paarung, die eine Menge Gesprächsstoff liefern würde. Guardiola und die Mannschaft, die er aktuell trainiert, gegen den Verein, für den derselbe Guardiola schon jetzt die Personalplanungen für die kommende Saison vorantreibt. Und sonst? Der Klassiker gegen Real Madrid stünde noch zur Auswahl, ebenso wie ein Duell mit Reals Stadtrivalen Atlético. Weitere Gegner: Paris St. Germain und Benfica Lissabon.

Wenn es nach Rummenigge geht, sollen Duelle der Topteams künftig ohnehin erst ab dem Viertelfinale möglich sein. „Was mir grundsätzlich nicht gefällt, ist, dass wir alle vom Schicksal abhängig sind“, so der FCB-Boss über das Auslosungs-Prozedere. „Irgendwann muss bei der UEFA darüber nachgedacht werden, ob man dem Schicksal seinen Lauf lässt, oder ob man sich eventuell für eine Setzliste entscheidet. Alles andere ist in der Zukunft nicht mehr tragbar. Wir sprechen über Image, über Geld, über Meriten – und das muss vielleicht mal so gemacht werden wie im Tennis oder in anderen Sportarten schon lange.“ 

Video: fw, nip

Text: sw, lop, joh

Rubriklistenbild: © dpa

José Carlos Menzel López

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Sven Westerschulze

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