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Holger Badstuber.

Bei Trainingsunfall

Super-GAU für FCB: Schock-Verletzung für Badstuber

München - Darf das denn wahr sein? Dem FC Bayern gehen nun alle Verteidiger aus. Der letzte gesunde, Holger Badstuber, hat sich im Training anscheinend schwer verletzt.

Kurz vor dem Spiel gegen den FC Augsburg muss der FC Bayern eine nächste bittere Pille hinnehmen. Holger Badstuber hat sich beim Abschlusstraining ohne Fremdeinwirkung das Sprunggelenk gebrochen. Das teilte der FC Bayern am Samstag mit und bestätigte damit tz-Informationen. Er fällt rund drei Monate aus, die Saison ist für Badstuber beendet. Auch der Traum von einer Teilnahme an der Europameisterschaft in Frankreich ist praktisch vorbei.

Der Defensivspezialist ist sogar schon operiert worden. Für die morgige Partie steht Pep Guardiola nun wohl kein Innenverteidiger mehr zur Verfügung - außer der eben wieder genesene Serdar Tasci. Es könnte sein, dass der Winter-Neuzugang ins kalte Wasser geworfen wird. Tasci hat seine Gehirnerschütterung auskuriert, wird aber wahrscheinlich noch einen großen Trainingsrückstand haben.

Badstuber verletzungsgeplagt

Für Badstuber, den das Pech verfolgt, ist es die vierte schwere Verletzung in seiner Laufbahn. In der Triple-Saison fiel der Verteidiger mit zwei Kreuzbandrissen über 500 Tage aus. Den ersten zog er sich im Bundesliga-Hinspiel gegen Borussia Dortmund zu. Während der Reha-Phase musste er erneut unters Messer.

Kurz nach seiner vollständigen Genesung erlitt er im September 2014 einen Sehnenriss im Training. Zum Ende der vergangenen Saison im April 2015 zog sich Badstuber einen Oberschenkelmuskelriss zu und verpasste im Anschluss daran 25 Spiele. Im Trainingslager von Doha kämpfte sich der 26-Jährige wieder heran und war nach den Ausfällen von Javi Martinez und Jerome Boateng zuletzt unangefochten der Abwehrchef.

Offensiv-Lazarett beim FC Bayern lichtet sich

Gegen den FC Augsburg (ab 17.30 Uhr bei uns im Live-Ticker) fehlt neben Badstuber noch der gelb-rot-gesperrte Xabi Alonso. Ein mögliches Innenverteidiger-Pärchen könnte für den Sonntag nun Kimmich/Alaba oder sogar Tasci/Kimmich lauten. In der Defensive gehen Guardiola die Leute aus, aber in der Offensive lichtet sich das Lazarett. So wird beim morgigen Spiel wieder Franck Ribéry im Kader sein. Ein Startelfeinsatz ist aber unwahrscheinlich. 

Sogar vom Dauerrivalen Borussia Dortmund gibt es Gute-Besserungs-Wünsche nach München. Der Bundesligist twitterte nur wenige Minuten nach der Mitteilung des FC Bayern:

Fraglich ist allerdings, wie die Münchner in der Champions League mit einer nicht vorhandenen Abwehr gewinnen wollen.

Sven Westerschulze

Sven Westerschulze

E-Mail:Sven.Westerschulze@tz.de

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