+
Keine Freunde: José Mourinho (l.) und Pep Guardiola.

Real-Trainer zieht seine eigenen Schlüsse

Pep zu Bayern: Das sagt sein Erzrivale José Mourinho

Madrid - Jetzt hat sich auch endlich José Mourinho zu Pep Guardiolas Entscheidung, Bayern-Trainer zu werden, geäußert. "The Special One" zieht seine ganz eigenen Schlüsse.

Die Verpflichtung von Pep Guardiola als neuen Trainer durch den FC Bayern hat gefühlt bereits die gesamte Fußball-Welt kommentiert. Auf die Einschätzung von "The Special One" mussten Medien und Fans aber bis zum vergangenen Wochenende warten. Dann äußerte sich endlich auch José Mourinho, der Trainer von Real Madrid, der in Spanien als Erzrivale Guardiolas gilt. Viel sagen wollte der Portugiese zur Entscheidung des ehemaligen Barca-Trainers nicht. "Das ist seine Sache, mir ist das ziemlich egal", raunte Mourinho in einem Interview mit dem italienischen Sender "RAI".

Mehr News mit Pep gibt's auf unserer Extra-Facebook-Seite

Mourinho wäre aber nicht Mourinho, wenn er nicht noch einen weiteren Kommentar hinterherschicken würde, der gewissen Interpretationsspielraum bietet. Er selbst werde niemals in Deutschland trainieren. Die Bundesliga reize ihn nicht, so der lapidare Kommentar des egozentrischen Erfolgstrainers. Gleichzeitig stellte Mourinho in den Raum, Guardiola hätte sich möglicherweise für Deutschland entschieden, weil er ihm, José Mourinho, dort aus dem Weg gehen könnte.

Schlechter Verlierer: Die Skandale und Eskapaden des José Mourinho

Schlechter Verlierer: Die Skandale und Eskapaden des José Mourinho

In den Wochen nach Pep Guardiolas Bekanntgabe, nach vier Jahren als Trainer des FC Barcelona nicht mehr weitermachen und stattdessen ein Jahr Auszeit nehmen zu wollen, hatten sich die Spekulationen verdichtet, Pep hätte auch wegen der ständigen Provokationen José Mourinhos in Barcelona aufgehört. Seit dem Amtsantritt des Portugiesen als Trainer von Real Madrid im Jahr 2010 hatte sich dieser immer wieder abfällig über Guardiola geäußert. So ließ er beispielsweise keine Gelegenheit aus zu betonen, dass er bereits in vier verschiedenen Ländern die nationale Meisterschaft gewonnen (Portugal, England, Italien und Spanien) und auch die Champions League bereits mit zwei verschiedenen Mannschaften geholt habe (FC Porto und Inter Mailand). Guardiola dagegen habe seine Erfolge "nur" mit ein und dem selben Verein gefeiert.

Auch der vielumjubelte Spielstil des FC Barcelona sei nur eine Form, erfolgreichen Fußball zu spielen. Die Spielweise von Real Madrid sei mindestens genau so attraktiv, ätzte Mourinho wiederholt.

In dem Interview kündigte Mourinho zudem selbstbewusst an, dass er "ganz sicher bald seine dritte Champions League gewinnen" werde. Ob schon in diesem Jahr oder in den kommenden Jahren, könne er freilich noch nicht sagen.

So entwickelte sich der Guardiola-Coup

So entwickelte sich der Guardiola-Coup

wi

Gregory Straub

Gregory Straub

E-Mail:gregory.straub@tz.de

Google+

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

TV-Legende über Ancelotti: "Im Herzen der Sohn eines Bauern"

München - TV-Reporter Carlo Pellegatti kennt Carlo Ancelotti seit über 30 Jahren. Er sagt über den neuen Trainer des FC Bayern München: "Er hat sich nie verändert."
TV-Legende über Ancelotti: "Im Herzen der Sohn eines Bauern"

FCB-USA-Ticker: Spanier liefern sich Duell an der Spielekonsole

München - Der nächste Halt: Charlotte. Dort tritt der FC Bayern am Samstag im zweiten Testspiel gegen Inter Mailand an. Wir berichten von der "Audi US Summer Tour" …
FCB-USA-Ticker: Spanier liefern sich Duell an der Spielekonsole

Ablösefrei! Schweinsteiger deutschem Bundesligisten angeboten?

Hamm - Es macht das Gerücht die Runde, dass Bastian Schweinsteiger zu einem deutschen Erstligisten wechseln könnte. Karl-Heinz Rummenigge hat eine klare Meinung.
Ablösefrei! Schweinsteiger deutschem Bundesligisten angeboten?

Klare Rummenigge-Prognose für Schweinsteiger

Manchester - Philipp Lahm würdigt seinen Weggefährten Schweinsteiger. Der Rücktritt des DFB-Kapitäns beschäftigt auch den FC Bayern in den USA. Das große Rätsel lautet: …
Klare Rummenigge-Prognose für Schweinsteiger

Kommentare