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Christian Nerlinger hat den Wunderstürmer Edin Dzeko schon lange im Blick.

Nerlinger: Geheimtreffen wegen Wunderstürmer Dzeko

Christian Nerlinger hat den Wunderstürmer Edin Dzeko schon lange im Blick. Es gab sogar ein Geheimtreffen mit Beratern des Wolfsburg-Spielers. Die Hinweise auf Verhandlungen verdichten sich.

Bei Edin Dzeko läuft tagein, tagaus Fußball im Fernsehen. Der Wolfsburger verpasst keine Minute, schon gar nicht an Champions-League-Abenden. Am Dienstag saß er noch etwas gespannter als für gewöhnlich auf seiner Couch – er fieberte mit dem FC Bayern und freute sich am Ende über das 2:1 gegen Manchester United.

Es bahnt sich etwas an zwischen ihm und den Münchnern. Er wird den Meister im Sommer verlassen, das steht fest. Was bisher keiner weiß: Bayerns Sportchef Christian Nerlinger ist schon lange an dem Wunderstürmer dran, von dem sein aktueller Coach Lorenz-Günther Köstner schwärmt: „Der kommende Weltfußballer.“ Nerlinger bastelt am ersten großen Transfer seiner Funktionärs-Karriere, und die Zeichen verdichten sich, dass der 37-Jährige drauf und dran ist, diesen dicken Fisch an Land zu ziehen.

Vor dem Bayern-Spiel in Frankfurt gab es am Main ein Geheimtreffen. Und das war längst nicht der erste Kontakt: Beim WM-Relegationsspiel der Bosnier gegen Portugal saß Nerlinger auf der Tribüne des Stadions Bilino Polje. Dzeko spielte beim 0:1 zwar schwach, doch das Interesse ebbte dennoch nicht ab. Das ist kein Wunder. Dzekos Quote liest sich mehr als beeindruckend. Letzte Saison traf er 26 Mal, in der aktuellen feierte er bisher 16 Erfolgserlebnisse.

Das hat viele Top-Klubs hellhörig gemacht. Der AC Milan bemüht sich intensiv um seine Verpflichtung, auch Chelsea und Manchester United würden den Angreifer gerne unter Vertrag nehmen. Er selbst fühlt sich von den Angeboten geehrt, es zieht ihn aber nicht zwingend ins Ausland. Bei einem Wechsel innerhalb der Liga ist Bayern der einzige Klub, der die Modalitäten stemmen kann. Dzekos Vertrag läuft bis 2013. Seine Ablöse ist auf 40 Millionen Euro festgeschrieben.

Die Summe sei aber verhandelbar, heißt es in seinem Umfeld. An der Säbener Straße haben sich die Bosse Redeverbot erteilt, was Planungen angeht. Mindestens bis zum Leverkusen-Spiel soll keine Personalie das Betriebsklima belasten. Ein alter Bekannter rät indessen, zuzuschlagen. „Dzeko ist ein Stürmer der Kategorie Rooney“, sagte Felix Magath der „Sport-Bild“. Er holte den Bosnier 2007 für vier Millionen aus Teplice zu Wolfsburg. Gut möglich, dass Dzeko bei Rooneys nächstem München-Besuch nicht mehr auf der Couch sitzt, sondern mit auf dem Platz steht.

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