Vor dem Abflug nach Russland

Rummenigges Kampfansage an Leipzig: „Werden jetzt Jagd machen“

München - Der FC Bayern München hat nach der 0:1-Niederlage gegen Borussia Dortmund die Tabellenführung in der Bundesliga an RB Leipzig verloren. Karl-Heinz Rummenigge ist darüber nicht sehr erfreut und will so schnell wie möglich wieder an den Platz an der Sonne.

Der Verlust der Tabellenspitze ist nämlich so gar nicht nach dem Geschmack von Karl-Heinz Rummenigge, der umgehend eine kleine Kampfansage Richtung Spitzenreiter RB Leipzig schickte. „Jetzt gilt es, den Druck zu erhöhen. Wir werden jetzt ab sofort Jagd machen, um schnell wieder Tabellenführer zu werden“, kündigte der FCB-Boss an und will bei dem Unterfangen keine Zeit verlieren. „Ab Samstag wird es da zur Sache gehen.“ Rummenigge ruft zur RB-Jagd!

Der Rekordmeister nimmt den ambitionierten Aufsteiger ziemlich ernst. „In Leipzig hat man offensichtlich viele Dinge richtig gemacht“, meinte der 61-Jährige anerkennend. Die drei Punkte Rückstand auf die Sachsen sind für ihn sogar Grund genug, die Königsklasse zu vernachlässigen. „Das wichtige Spiel in dieser Woche – und das sage ich ohne jegliche Übertreibung – findet am Samstag statt“, blickte der Vorstandschef bereits auf das Ligaduell gegen Bayer Leverkusen (18.30 Uhr, Sky).

Um die Leipziger wieder einzufangen, will Rummenigge sogar den Dauerrivalen mit ins Boot holen. „Es liegt nun an den Mannschaften, die vermeintlich stärker sind – wie Bayern München oder Borussia Dortmund – den Druck zu erhöhen. Das werden wir machen. Ich würde nicht ausschließen, dass da jetzt ein Halali stattfindet“, gab er sich vor dem Abflug nach Rostow angriffslustig.

Zunächst aber geht es für den Rekordmeister in Russland darum, seine Chancen auf den Gruppensieg zu wahren. Gegen den russischen Vizemeister muss ein Sieg her, um Atlético Madrid in zwei Wochen im direkten Duell noch von Platz eins zu stoßen. Was die Bayern in den vergangenen Jahren stets als großen Vorteil bezeichneten, scheint in der aktuellen (Liga-)Situation gar nicht mehr so wichtig. „Wenn man sich die Tabellensituation in den anderen Gruppen anschaut, muss das nicht zwangsläufig ein Vorteil sein. Es gibt ein paar Zweite, die stärker als die Ersten sein werden“, sagte Rummenigge gelassen.

Völlig unbedeutend ist die Partie in Rostow am Mittwochabend (18 Uhr, bei uns im Live-Ticker) für die Roten aber trotzdem nicht. Sie ist der Startschuss in „interessante Wochen bis Weihnachten“, wie Philipp Lahm erklärte. Für Mats Hummels ist der Ausweg aus der derzeitigen Lage ganz einfach: „Wir müssen ein bisschen mehr Tore schießen, dann sind wir alle wieder zufrieden.“ Was die Ergebnisse angeht, vielleicht. So richtig zufrieden ist man beim Rekordmeister aber erst, wenn man da steht, wo man nach dem eigenen Selbstverständnis hingehört. Und das ist an der Spitze.

Sven Westerschulze

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