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Bayerns Basketballer haben jetzt auch auswärts gewonnen

Bayerns Basketballer brechen den Bann

Hagen - 82:72 bei Phoenix Hagen – erstmals seit vier Monaten gewinnt das Team von Trainer Bauermann wieder in fremder Halle. Dabei hatte es lange Zeit gar nicht unbedingt nach einem glücklichen Ende ausgesehen.

Als die große Last endlich von den Schultern der Basketballer des FC Bayern gepurzelt war, da war auch an Schlaf erst einmal nicht mehr zu denken. Und so traf der Tross am frühen Sonntagmorgen nicht unbedingt im besten Zustand in der Heimat ein. Doch auch der Trainer nahm es locker. „Eine tolle Rückfahrt“, schwärmte Dirk Bauermann, „sensationelle Stimmung.“

Was schon erahnen lässt, was seinen Bayern da auf der Seele gelegen war. Bis zu diesem Samstag, bis zu diesem 82:72 (36:37) bei Phoenix Hagen mit dem eine viermonatige Durststrecke in fremder Halle zu Ende ging. Und auch Bauermann schnaufte hörbar durch: „Es war ja klar, dass wir auswärts noch den ein oder anderen Sieg brauchen, es war unglaublich wichtig, dass wir diese Blutung endlich stoppen konnten.“

Dabei hatte es lange Zeit gar nicht unbedingt nach einem glücklichen Ende für Kapitän Steffen Hamann & Kollegen ausgesehen. Denn Hagen startete in der aufgeheizten Atmosphäre in beiden Halbzeiten mit viel Schwung und zog jeweils bis auf neun Punkte davon. Alleine Marc Antonio Carter sammelte so am Ende stattliche 23 Punkte an. Zuletzt in Frankfurt hatte Ähnliches noch zu einem Desaster für die Bayern geführt.

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Doch dieses Mal bewiesen die Münchner Geduld. Bauermann mahnte auch entsprechend beharrlich, „dass wir zusammenbleiben müssen, weil Hagen das so nicht durchhalten wird.“ Dass die Mannschaft den Rat beherzigte, hat den Trainer nicht überrascht, er hatte schon die gesamte Woche über bei seinen Schützlingen eine Veränderung ausgemacht. „Da war ein unglaublicher Wille, dass es so einfach nicht weitergehen darf“, sagte er. So ließ man sich diesmal auch von der ziemlich robusten Hagener Gangart beunruhigen. „Wenn Chevon Troutman oder Jared Homan auch nur in Korbnähe kamen, haben die die Axt ausgepackt und gefoult“, sagte Bauermann.

Gerade mit seinen Eckpfeilern Troutman, Homan und Guard Je’kel Foster hatte der Coach in den vergangenen Tagen mehrere Gespräche geführt und sie an „ihre besondere Verantwortung“ erinnert. Gerade Troutman ließ sich da nicht lumpen. Starke 19 Zähler sammelte der zuletzt ein wenig abgetauchte US-Boy, alleine elf seiner zwölf Freiwürfe setzte er ins Schwarze. Womit er der treffsicherste Münchner neben Landsmann Jonathan Wallace (14 Punkte) war, der eines seiner stärkeren Spiele im Münchner Trikot hinlegte.

In der Schlussphase bezahlte Hagen für seine Spielweise, mit Zygimantas Jonusas, Bernd Kruel und Adam Constantine gleich drei Akteure mussten mit fünf Fouls vorzeitig vom Feld. Da hatten die Münchner mit einem 12:2-Zwischenspurt Mitte des letzten Viertels, zu dem auch der in der ersten Halbzeit noch so blasse Robin Benzing fünf Punkte beisteuerte, allerdings schon für ziemlich klare Verhältnisse gesorgt. „Das war sehr wichtig für uns“, befand Bauermann.

Was der Sieg wert ist, könnte sich bereits am kommenden Sonntag zeigen. Dann wollen die Münchner gegen den Tabellenvierten Artland Dragons (16 Uhr/Audi Dome) ein weiteres Erfolgserlebnis nachlegen.

Von Moritz Andres

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